Als die Sonne im Meer verschwand

Als die Sonne im Meer verschwand von Susan AbulhawaDas Leben in Gaza ist unbeschwert. Die Bewohner leben vom Fischen und die Religion gibt dem Tag eine Struktur. Doch die Idylle wird zerstört als israelische Soldaten Dörfer in Brand stecken, Männer ermordet und Frauen vergewaltigt werden und die Einwohner flüchten müssen. Umm Mamduhs Familie wird zerstört, da ihre Kinder fliehen und von nun an in unterschiedlichen Ländern wohnen. Viele Jahre später kehrt die Urenkelin Nur von Amerika nach Gaza zurück. Sie bringt ihre Familie zusammen, lernt die Kultur und das Leben ihrer Vorfahren kennen, welche sie bislang nur aus Erzählungen kennt. Sie ist überwältigt von dem Land und der schwierigen Geschichte.

Susan Abulhawa hat einen Roman über starke palästinensische Frauen geschrieben, die eingebettet in ihre muslimische Religion ihr Leben in der Großfamilie selbstbewusst meistern. Man merkt welche Ausmaße die politische Situation in einem vom Krieg gerüttelten Land auf das familiäre Leben in Gaza annimmt und kann sie somit besser verstehen. Beim Lesen muss man beachten, dass es eine erfundene Geschichte einer Palästinenserin ist, die den Nahostkonflikt nicht der Wahrheit entsprechend darstellt. Dennoch ist es ein sehr gutes Werk, das gelesen werden kann, wenn es auch teilweise vielleicht ein bisschen zu langatmig ist.

Die Autorin
Geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge wuchs Susan Abulhawa in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. Ihr Debüt »Während die Welt schlief« wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und zum internationalen Bestseller. »Als die Sonne im Meer verschwand« ist ihr zweiter Roman.

Details zum Buch:
gebunden mit Schutzumschlag, 384 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Hardcover: 19,99 €
ISBN: 978-3453291706

Sonja Stummer

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