Wie tief ist Deine Schuld

wie tief ist deine schuldRuth Ware

Wie tief ist Deine Schuld

 

Als die junge Mutter Isa eine sms von ihrer alten Schulfreundin Kate bekommt, ist sie alarmiert: „Ich brauche euch“ steht da. Gleich am nächsten Tag macht sie sich mit der sechs Monate alten Freya auf den Weg zu Kate nach Salten, dem Ort, in dem sie eine Zeit lang im Internat war. Gemeinsam mit Thea und Fatima bildeten die vier fünfzehnjährigen Mädchen ein unzertrennliches Gespann.

Doch die Idylle zerbrach damals abrupt. Nun treffen sich die vier jungen Frauen nach Jahren zum ersten Mal, denn in der Nähe der alten Mühle, in der Kate mit ihrem Vater und dem jungen Luc lebte, werden menschliche Knochen gefunden…

Bevor Kate, Thea, Fatima und Isa von der Schule verwiesen wurden, um einen Skandal zu vermeiden, verschwand Kates Vater von heute auf morgen. Das gemeinsame Geheimnis der vier droht nun, ans Licht zu kommen!

Verantwortung, Schuld, Liebe und Freundschaft haben die vier Frauen in die prekäre Situation gebracht, in der sie sich jetzt befinden. Das frühere Spiel, Lügen zu verbreiten wurde in den letzten Jahren zum bitteren Ernst, muss doch Isa ihren Partner Owen belügen, was ihre Beziehung zu den Freundinnen betrifft. Die Schuld lastet immer schwerer auf ihr und bald entsteht auch ein furchtbarer Verdacht, der sie schrecklich belastet!

Spannend, mitreißend und kurzweilig geschrieben ist dieser Krimi, der sicher keinerlei Probleme haben wird, viele Fans zu finden!

 

Über die Autorin:

Ruth Ware wuchs in Südengland auf und arbeitete als Englischlehrerin, Kellnerin, Pressereferentin und Buchhändlerin. Mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Brighton.

 

Details zum Buch:

Deutsche Erstausgabe 2018

dtv

ISBN 978-3-423-26208-8

 

Bettina Armandola

Glück in Wien

Grän & Mezei
Glück in Wien

Chefinspektor Martin Glück haust seit einem delikaten Vorfall mit seinem Chef in einem Kammerl und darf höchstens jemanden noch zuarbeiten. Dementsprechend fad ist die Arbeit. Aber auch sein Privatleben läuft nicht gerade rund. Er fristet sein Dasein in einem Schrebergartenhäuschen, seine letzte Freundin ist ihm auch abhandengekommen, da kann auch schon mal ein Chefinspektor auf schlechte Gedanken kommen.
Wäre da nicht seine alte Freundin Romana, die ihm mit einer Erbschaftsangelegenheit um Rat bittet. Sie, und viele andere Erben, wurden von ihrer Cousine Sissy als Begünstigte eingesetzt und der Kampf ist somit eröffnet. Mittellos war die liebe Cousine nicht gerade, es ist genug zu holen, jeder will alles und keiner einen Millimeter nachgeben. Die Wogen gehen hoch, die ersten Drohungen werden ausgesprochen und auch vor Mord schrecken sie nicht zurück. Der Chefinspektor hat alle Hände voll zu tun, um sich einen Überblick zu verschaffen und seine Freundin heil aus der Sache rauszubringen.

Wenn Geld im Spiel ist, verliert der Mensch alle Skrupel. Dieser Satz beschreibt sehr gut das Verhalten der Erben und die Autorinnen haben daraus eine überaus amüsante und knifflige Geschichte gezaubert, die für anregende Lesestunden sorgt.

 

Über die Autorinnen:
Christine Grän wurde in Graz geboren, lebte in Berlin, Bonn, Botswana und Hongkong und ist heute in München zu Hause. Die gelernte Journalistin wurde durch ihre Anna-Marx-Krimis bekannt. Bei ars vivendi erschien ihr Kurzgeschichtenband »Amerikaner schießen nicht auf Golfer«, 2015 folgte »Sternstraße 24 – Weihnachtsgeschichten vom Parterre bis unters Dach«.
Hannelore Mezei kommt aus Graz und studierte dort Germanistik und Anglistik. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin in Wien. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Wien und Velden am Wörthersee. Hannelore Mezei veröffentlichte bisher Kurzgeschichten fu?r Anthologien sowie Sachbücher.

Verlag: Ars Vivendi 
Erscheinungsdatum: 30. Jänner 2018
Taschenbuch, 250 Seiten
ISBN: 978-3-86913-883-1
UVP: € 14,90

Elisabeth Schlemmer

Reingelesen…

Krimi, Action, Liebe, Sex & Abenteuer, sind heute in diesen spannenden und herrlich zu lesenden Büchern vereint. Genießt es sie zu lesen!

Duke of Manhattan von Louise Bay erschienen bei LYX

Dieses Buch hat alles zu bieten, was man sich von einer romantischen Geschichte erwartet. Irrungen, Wirrungen, unmoralische Angebote und plötzlich Liebe. Eine herrlich zu lesende und sehr erfrischende Geschichte. 350 Seiten Lesegenuss für Alle, die gerne ein bisschen Dirty Talk Bücher mögen. Diese Buchreihe, wobei der Duke of Manhattan bereits der 3. Band ist, ist extrem erfolgreich und wird mit Sicherheit noch fortgeführt werden. Seid gespannt! Ein kleiner Teaser zur nächsten Geschichte, die 2019 erscheinen wird, findet ihr bereits am Ende dieser Geschichte.

Zum Inhalt:

Er ist der Duke of Manhattan – doch eine Frau zwingt ihn in die Knie  Ryder Westbury mag einer britischen Adelsfamilie entstammen, aber sein Königreich ist New York – zumindest noch. Denn wenn er nicht bald heiratet, wird er alles verlieren, was ihm wichtig ist: sein Erbe, seinen Titel und sein Unternehmen. Die Lösung seiner Probleme könnte Scarlett King sein. Die toughe Geschäftsfrau braucht dringend Geld, um ihre Firma zu retten. Und so macht Ryder ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen…

Was aus uns geworden ist von Andre Herzberg erschienen bei Ullstein

Nachdem ich gerade selber in Berlin war und dort einen Teil der Geschichte der DDR Zeit sehen und entdecken, sowie erleben konnte, hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht und bewegt. Dies ist ein Buch und eine Geschichte, die einen als Leser nicht mehr so leicht loslässt. Es sind reale Leben, um die es geht, die hier einen Platz in diesem Buch gefunden haben. Faszinierend, traurig, erschüttert, aber auch hoffnungsvoll – der Autor hat es geschafft hier mit diesem Buch etwas Großes zu schreiben. Es wird einen Platz in euren Herzen finden.

Zum Inhalt:

Richard, Eike, Anton, Michaela, Peter und Jakob, der Erzähler. Sechs Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber eins gemeinsam haben: sie alle sind Kinder jüdischer Eltern, die in der DDR aufgewachsen sind. Ihre Kindheit war geprägt von den Nachwirkungen der Kriegserlebnisse, den Toten der Familie, den Traumata und dem Schweigen, Angst und Verdrängung. Ihre wirkliche Identität konnten sie alle nicht leben, nicht in der Familie, nicht in ihrem Staat. Als nach der Wende die Lebensentwürfe einer nach dem anderen zusammenfallen, müssen sie jeweils eigene Antworten finden auf die Fragen, die die Geschichte in ihnen aufgeworfen hat. Ein berührender, tief emotionaler Roman über die großen Fragen nach Sinn und Zugehörigkeit im Spiegel der jüngeren deutschen Vergangenheit.

Die Welt die meine war – die sechziger Jahre von Ketil Bjornstad erschienen bei Osburg

Dies ist ein autobiografisches Buch, in dem der Autor ein Jahrzehnt seines Lebens aus seiner ganz persönlichen Sicht beschreibt. 833 Seiten hat er damit gefüllt und es geschafft jede Seite spannend zu machen. Das Buch ist großartig zu lesen und ich finde es persönlich immer sehr inspirierend eine andere oder wie hier in diesem Fall ganz individuelle Sicht der Dinge zu hören oder zu lesen. Ein toller Blick auf die Sechziger Jahre mit einer persönlichen Reise in die Vergangenheit. Auch die Idee des Autors jedem Jahrzehnt seines Lebens ein Buch zu widmen finde ich großartig! Sehr zu empfehlen!

Zum Inhalt:

Der norwegische Musiker und Bestsellerautor Ketil Bjørnstad hat sich mit seinem neuen Projekt ein großes Ziel gesetzt: Jedem Jahrzehnt seines Lebens soll ein Roman gewidmet werden. Er beginnt mit den sechziger Jahren und zeigt die Ereignisse aus der Sicht des jungen Ketil, der immer ein wenig anders denkt als seine Zeitgenossen: Chruschtschow findet er gut, Kennedy ist für ihn ein fieser Schleimer. Die sowjetischen Kosmonauten sind ihm eher ein Vorbild als die Astronauten aus den USA. Sein politisch aktiver Vater und seine musikalische Mutter prägen sein Leben in diesen Jahren, auch wenn sich erst langsam abzeichnet, dass hier ein musikalisches Genie heranwächst. Denn selbst in der Familie ist passiver Widerstand zunächst Ketils Überlebensstrategie. Wird er ans Klavier gesetzt, sorgt er dafür, dass es schrecklich klingt. Und doch hat er am Ende der sechziger Jahre seine ersten Auftritte als neues Wunderkind, dem alle eine Weltkarriere voraussagen. Davor aber liegt eine kurze Zeit als Mobbingopfer, er tastet sich ganz zaghaft an die Sexualität heran, schwärmt für Schauspielerinnen, seine Großtante und allerlei Nachbarmädchen, merkt, dass die klassische Männerrolle nichts für ihn ist, und verweigert sich – und immer findet er Trost in Büchern, Musik und Freundschaften. Ketil Bjørnstad zeichnet ein grandioses Bild der Sechziger, mit Kaltem Krieg, Mondlandung und Beatles, um nur einige Stichwörter zu nennen, das alles aus der Sicht eines scharfsichtig beobachtenden Jungen und jungen Mannes. Der erste Band von Ketil Bjørnstads Romanzyklus wurde in Norwegen mit großer Begeisterung aufgenommen und wurde wie die beiden weiteren bisher erschienenen Bände zu Bestsellern mit 120.000 verkauften Exemplaren.

Der Pakt der Bücher von Kai Meyer erschienen bei Fischer Verlage

Vielleicht könnt ihr euch noch an den Vorgänger dieses Buches erinnern – Die Spur der Bücher, die wir hier bei uns schon rezensiert haben. Die Rezension dazu könnt ihr hier nachlesen.

Dieser herrliche viktorianische Roman ist eine großartige Fortsetzung und phantastisch zu lesen. London, Magie und jede Menge Abenteuer – nicht nur für Jugendliche schön zu lesen, sondern auch eine wundervolle Exkursion für Erwachsene. Und wenn es um Bücher geht, dann bin ich sowieso sofort dabei. Ein neues Abenteuer wartet auf die Detektive und wir dürfen mitten drinnen sein. Wundervoll geschrieben, macht es sehr viel Freude dieses Buch zu lesen.

Zum Inhalt:

Ein phantastischer Roman im viktorianischen London – Die Fortsetzung des Bestsellers DIE SPUR DER BÜCHER.

Londons Straße der Buchhändler – Labyrinthe aus Regalen, Läden voller Geschichten auf vergilbtem Papier. Mercy Amberdale führt hier das Antiquariat ihres Stiefvaters und praktiziert die Magie der Bücher.

Als man sie zwingt, das letzte Kapitel des verschollenen Flaschenpostbuchs an den undurchsichtigen Mister Sedgwick zu übermitteln, gerät das Reich der Bibliomantik aus den Fugen. Vergiftete Bücher und nächtliche Rituale, ein magisches Luftschiff und ein mysteriöser Marquis reißen Mercy in einen Strudel tödlicher Intrigen. Denn wer alle Kapitel des Flaschenpostbuchs vereint, kann die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion niederreißen. Wenn Mercy ihre Gegner nicht aufhält, droht ihrer Welt der Untergang – und die Invasion der Antagonisten.

Der Feind im Dunkeln von David Baldacci erschienen bei Lübbe

Dieses grandios geschriebene Buch von Baldacci bildet heute das gande Finale meiner Buchempfehlungen. Voller Vorfreude werden die Neuheiten des berühmten Autors erwartet und die Menschen kaufen die Shops leer. Auch hier lauert wieder das Böse und die US Regierung befindet sich mitten drinnen. Baldacci schafft es wie kaum ein anderer Realität und Fiktion zu genial zu verbinden, dass man glaubt seine Bücher sind real und man kann die Nachrichten im Fernsehen sehen und live miterleben. Spannend und einnehmend geschrieben, gibt es hier einiges zu erleben und erst am Ende Luft zu holen…absolut lesenswert!

Zum Inhalt:

Will Robie und Jessica Reel sind die zwei tödlichsten Auftragskiller der US-Regierung. Während ihrer gefährlichen Missionen in Übersee hält ihnen ein Mann zu Hause den Rücken frei: Blue Man, ihr Führungsoffizier bei der CIA. Als Blue Man im Heimaturlaub spurlos verschwindet, machen Robie und Reel sich sofort auf den Weg nach Colorado. Dort, in dem kleinen Kaff Grand, stoßen sie rasch auf gewaltbereite Hinterwäldler. Im Hintergrund jedoch zieht ein weitaus gefährlicherer Gegner die Strippen, ein Mann, der über Leichen geht, um sein kriminelles Imperium zu schützen. Was als Suche nach ihrem Boss beginnt, wird für Robie und Reel bald zum nackten Kampf ums Überleben …

Viel Freude beim Lesen!
Barbara

Buch des Monats: Wer Strafe verdient

wer strafe verdient Elizabeth George ist eine meiner Lieblingskrimiautorinnen und ich habe alle ihre Inspector-Lynley-Romane gelesen. Nun ist ihr neuestes Buch erschienen und hat mir wieder alles geboten, was ich erwartet habe! Besonders beeindruckend ist das psychologische Gespür der Autorin und wie sie über die Jahre die Charaktere weiterentwickelt hat: vor allem von DI Lynley, aber auch von Sergeant Barbara Havers, die Hauptpersonen, die mich schon so lange begleitet haben. Doch auch neuere Akteure werden mit großem Einfühlungsvermögen gezeichnet, wie beispielsweise DCS Isabelle Ardery, die Vorgesetzte Lynleys und Havers´oder die Bewohner des englischen Städtchens Ludlow, in dem sich diesmal die Ermittlungen konzentrieren!

Aber zum Inhalt: Ardery und Havers werden nach Ludlow beordert, eine kleine Collegestadt, in der sich im Polizeirevier ein Todesfall ereignet hat. Der örtliche Diakon wurde anonym der Pädohilie bezichtigt und auf die Polizeistation gebracht, wo er sich angeblich selbst das Leben genommen hat. Das ergeben erste Untersuchungen, an die der Vater des Opfers nicht glauben mag und seinen politischen Einfluss geltend macht, damit der Fall überprüft wird. Also versuchen Ardery und Havers, ein sehr ungleiches Gespann, mehr herauszufinden. Während Ardery ohne Alkohol die Tage nicht übersteht, macht sie ihrer Untergebenen das Leben schwer: nach einem groben Verstoß sucht sie nur nach einer Gelegenheit, um Havers loszuwerden. Barbara ist überzeugt, dass der Fall weit komplizierter ist, als er scheint und sie bekommt bald Gelegenheit, weiter zu ermitteln, diesmal in Gesellschaft von Thomas Lynley…

Die explosive Beziehung zwischen Havers und Ardery ist hervorragend dargestellt, ebenso wie der selbstgewählte Untergang Isabelles durch ihre Sucht. Ebenso viel Raum aber haben in diesem Roman die Mutter- Kind- Beziehungen und das in negativem Sinne: es geht um Kontrolle, das Erfüllen eigener Erwartungen durch die Kinder und das Nicht-Loslassen-Können. Faszinierend zu lesen, spannend und dank Lynley und Barbara Havers auch witzig: ein Rundumpaket, das mich begeistert hat und 857 Seiten, von denen keine einzige zuviel war! Deshalb ist „Wer Strafe verdient“ ganz klar mein Buch des Monats!

Eure Bettina Armandola

Über die Autorin:

Elisabeth George lebt auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington, USA und ist Verfasserin zahlreicher internationaler Bestseller, die teilweise auch verfilmt wurden.

Details zum Buch:

1.Auflage Oktober 2018

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-31373-0

 

 

Quadriga

Gerhard Loibelsberger
Quadriga

Diesmal entführt uns der Autor nach Venedig, wo eine nackte Knabenleiche im Kanal treibt, kurz darauf die Zweite und niemand kann sich einen Reim auf die Morde machen. Die Polizei ist machtlos, der zuständige Commissario wird wegen flegelhaften Benehmens suspendiert. Die Eltern haben Angst um ihre Kinder, die Furcht geht um, doch die Polizei ist ratlos. Die Verbrechen werden der Mafia in die Schuhe geschoben, doch die macht schnell klar, dass sie hier ihre Finger nicht im Spiel haben. Ein betroffener Vater engagiert den ehemaligen Polizisten und jetzigen Privatdetektiv Lupino Severino, damit er endlich ein paar Ergebnisse sieht.  Auch wenn Lupino lieber seine Ruhe hätte, das Geld kann er gut gebrauchen. Und als dann auch noch die Mafia ihn beiseite nimmt und um schnellstmögliche Aufklärung „verlangt“, wird ihm klar, er muss hier etwas tun. Die dritte Knabenleiche ist inzwischen aufgetaucht und der „Venedig-Ripper“ sorgt für kinderleere Gassen. Dann erwischt es den vierten Jungen…

Der Autor ist gut bekannt für seine spannenden und ergreifenden Geschichten. Dass er diesmal Venedig als Ort seines Geschehens ausgewählt hat, freut mich als Venedigliebhaberin umso mehr, da man sich viele der erwähnten Orte umso besser vorstellen kann. Und dann noch die nervenaufreibende Geschichte! Krimigenuss pur!!!

Über den Autor:
Gerhard Loibelsberger, geboren 1957 in Wien, startete 2009 mit den »Naschmarkt-Morden« eine Serie historischer Kriminalromane rund um den schwergewichtigen Inspector Joseph Maria Nechyba. 2010 wurden »Die Naschmarkt-Morde« für den Leo-Perutz-Preis nominiert. Darüber hinaus wurden die Werke des Autors bereits mit dem silbernen sowie goldenen HOMER Literaturpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2017 erschienen der Italien-Thriller »Im Namen des Paten« – als Fortsetzung des Venedig-Thrillers »Quadriga« – sowie der erste Nechyba-Comic »Der Bankert vom Naschmarkt«. Des Weiteren erschienen 2017 der Lyrik-Band »Ants & Plants« als E-Book sowie im Frühjahr 2018 »Schönbrunner Finale«, der sechste und letzte Roman der Nechyba-Serie.

 

Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: Februar 2018
Paperback, 273 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2247-8
UVP: € 12,-

Elisabeth Schlemmer

Blutschatten

Kathy Reichs

Blutschatten
Der erste Fall von Sunday Night

Gelesen von Britta Steffenhagen

Sunday Night ist eine Frau mit körperlichen Narben, seelischen Wunden ― und mit Killerinstinkt. Jahrelang lief sie vor ihrer Vergangenheit davon und suchte sich ein Leben, in dem sie niemanden brauchte und nichts spürte. Als ein Mädchen im Chaos einer Bombenexplosion verschwindet, bittet dessen Familie Sunday um Hilfe ― und weckt ihren Gerechtigkeitssinn. Ist das Mädchen tot? Entführt? Warum fehlt jede Spur? Wenn Sunday zurück ins Leben und das verschwundene Mädchen finden will, muss sie sich jetzt ihren eigenen Dämonen stellen.

Dunkel und düster kommt dieser Thriller herüber. Sunday ist aufgrund ihrer Lebenserfahrungen zur Einzelkämpferin geworden. Sie selbst schottet sich anderen gegenüber ziemlich ab und wirkt dadurch sehr unsympathisch. Die Grenze zwischen Gut und Böse kann bei ihrer Art des Handelns schon einmal verschwimmen. Als sie einen Auftrag annimmt, nach einem Mädchen zu suchen, ahnt sie nicht, in welches Wespennest sie da sticht. Auch als der Auftrag für erledigt erklärt wird, sucht Sunday weiter. Dafür bittet sie ihren Bruder um Hilfe. In einem großen Show-Down klärt sie die Hintergründe und bringt Fall zu einem Ende.
Wer ein eingefleischter Bones-Fan ist, dem wird dieser Thriller wahrscheinlich nicht gefallen. Sunday ist psychisch zu angeschlagen und ihre Handlungen sind nicht nachvollziehbar. Auch wenn der Fall sehr konstruiert war, hielt die Spannung bis zum Schluss. Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich bei diesem Hörbuch um eine gekürzte Fassung handelt.

Über die Autorin:
Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Ihre Romane erreichen regelmäßig Spitzenplätze auf internationalen und deutschen Bestsellerlisten und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Details zum Hörbuch:
2 mp3, Laufzeit: ca. 8 h 50 min
gekürzte Lesung
ISBN: 978-3837141429
Random House Audio

Christina Burget

Frittenmafia

Bernhard Wucherer
Frittenmafia

In Belgien sind Fritten Nationalheiligtum und wer es wagt, diese Speise zu verunglimpfen, der zieht sich den Volkszorn zu. Vor allem aber den Zorn von Commissaire de la criminelle Frederic Le Maire, seines Zeichen Belgier und Frittenliebhaber aus Leidenschaft.
Der erste Mord betrifft einen Frittenbudeninhaber, die Umstände sind zuerst unklar, aber als es dann den 2. Mord im selben Milieu gibt, ist klar, das muss mit den Fritten zusammenhängen. Und mit so etwas spaßt man nicht.
Die Spur führt zur holländischen Frittenmafia, die belgische Frittenbudenbesitzer unter Androhungen von Gewalt zur Benutzung von minderwertigem Frittenfett zwingen möchten. Frederics Freund Fritten-Ralf hat schon das Weite gesucht, keiner weiß, ob er noch lebt. Der Kommissar hat sogar seine deutschen und holländischen Kollegen um Amtshilfe gebeten, denn hier ist jeder Mann & Frau gefragt. Auch seine Liebste, die Aachener Pathologin Dr. Angelika Laefers ist wieder mit dabei. Gemeinsam versuchen sie der Frittenmafia das Handwerk zu legen.

Ein wahrer Krimigenuss der Extraklasse, wobei man einen fürchterlichen Gusto auf Fritten bekommt 😉 Commissaire de la criminelle Frederic Le Maire ist ein herrlich schrulliger Ermittler, der mir von Anfang an sehr sympathisch war. Und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit ihm.

Über den Autor:
Der Grafikdesigner Bernhard Wucherer hat als selbstständiger Leiter einer bekannten Werbe-, Marketing- und Eventagentur im Allgäu im Laufe von 25 Jahren unzählige Texte und Slogans entwickelt sowie viele Presseartikel verfasst. Darüber hinaus war er viele Jahre im In- und Ausland, auf alten Herrschaftssitzen als Burgmanager und Museumskurator tätig. Seine erfolgreiche »Pesttrilogie« und der beliebte Kultur- und Reiseführer »Tradition trifft Trend in Oberstaufen« sind ebenfalls im Gmeiner-Verlag erschienen. »Frittenmafia« ist der erste Gegenwartskrimi des Autors. Derzeit arbeitet Bernhard Wucherer an den Nachfolgeromanen von »Das Teufelsweib« und »Frittenmafia«.

Verlag: Gmeiner 
Erscheinungsdatum: September 2018
Klappenbroschur Premium, 476 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2313-0
UVP: € 15,-

Elisabeth Schlemmer

Miese kleine Morde

MieseKleineMordeJens sollte man nicht als Langweiler bezeichnen. Seine Frau bringt ihn nämlich durch diese Aussage und weil sie ihn daraufhin verlässt zu einem ungewohnten Lebenswandel. Er lässt sich in einem Schönheitssalon optisch verändern und kommt dabei auf die Idee Auftragsmörder zu werden. Er geht bei seinen Beauftragungen sehr gewieft vor und verdient mit seinen Kunden und Kundinnen viel Geld. Doch leider kommen die vielen Todesfälle seinem Friseur komisch vor und eine Tat geht nach hinten los.

Der unterhaltsame, leicht zu lesende Krimi ist eine kurzweilige Geschichte mit überraschendem und spannendem Ende. Die Idee ist großartig und auch die Umsetzung gefällt mir gut. Ebenso ist die Aufmachung gelungen. Erstaunlich finde ich wie Fakten aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden und so eine neue Wahrheit entsteht.
Wer einen kurzen schnell lesbaren Krimi sucht und überraschende Wendungen liebt, ist mit diesem sehr gut beraten.

Über den Autor:
Jussi Adler-Olsen wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Mit seiner Thrillerserie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q und seinen Romanen „Das Alphabethaus“, „Das Washington-Dekret“ sowie „Takeover. Und sie dankte den Göttern“ stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über vierzig Ländern und werden verfilmt.

Details zum Buch:
dtv-Verlag
Hardcover, 127 Seiten
ISBN: 978-3-423-21762-0

Eure Sonja

Kaiserschmarrndrama

Rita Falk
Kaiserschmarrndrama
Der neunte Fall für den Eberhofer
Ein Provinzkrimi

Der Eberhofer hat nicht nur Stress mit seiner Liebsten, wegen seinem geringen Interesse am Hausbau, jetzt hat er auch noch eine Frauenleiche, die heiße Stripshows im Internet angeboten hat.
Und ausgerechnet der Simmerl, der Flötzinger und sein Bruder Leopold gehörten zu ihren Kunden. Wie soll er da einen Mörder finden?
Die Drei waren es sicher nicht, aber wer dann? Und dann taucht auch noch eine zweite Leiche auf. Hat man denn nie seine Ruh?

Die Franz Eberhofer Geschichten sind sowohl im Buch als auch im Filmformat ein Genuss. Hier ist einer der wenigen Fälle, wo ich mir den Protagonisten genau wie im TV vorgestellt habe und daher macht das Lesen noch mehr Spaß 😉 .
Außerdem ist der Eberhofer mit seiner Musik, der Lederjacke und dem alten Auto einfach schon Kult.

Über die Autorin:
Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.
Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet.
Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart, aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.
Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend – sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von »dahoam«.
Mit ›Hannes‹ und dem ›Funkenflieger‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie wahrhaftige, universelle Geschichten erzählt, die niemanden ungerührt lassen.
Höchst erfolgreiche Kino-Verfilmung der Eberhofer-Serie mit Sebastian Bezzl und Simon Schwarz in den Hauptrollen.

Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 9. Februar 2018
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-423-26192-0
UVP: € 15,90

Elisabeth Schlemmer

Todesfontäne

Manfred Baumann
Todesfontäne
Meranas sechster Fall

Kommissar Merana ist eigentlich noch auf Reha, nach dem Schussattentat auf ihn, wo seine Freundin gestorben ist, ist er immer noch nicht auf der Höhe und eigentlich will er seinen Dienst quittieren.
Aber dann gibt es einen Toten im Mirabellgarten.
Und dieser Tote hat ein Foto seiner Mutter in jungen Jahren auf dem Computer abgespeichert. Und der Tote hält seine Mutter im Arm. Merana kennt den Mann aber nicht. Was hat das alles zu bedeuten?

Kommissar Merana ist wieder zurück und bietet uns mit dieser Geschichte einen etwas düsteren Einblick in seine Seele. Verständlich nach den letzten Vorfällen, da kann er nicht einfach weitermachen als wäre nichts geschehen. Und genau das ist das gewisse Etwas, was die Baumann Geschichten ausmachen. Er lässt seine Protagonisten mitwachsen und leben.

Über den Autor:
Manfred Baumann, geboren 1956 in Hallein/Salzburg, war 35 Jahre lang Autor, Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF (Österreichischer Rundfunk). Heute lebt er als freier Schriftsteller, Kabarettist, Regisseur und Moderator in der Nähe von Salzburg. Der Krimi »Drachenjungfrau« wurde vom ORF für die Reihe »Landkrimi« verfilmt. Manfred Baumann ist auch bei facebook.

Verlag: Gmeiner 
Erscheinungsdatum: Juli 2018
Paperback, 314 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2345-1
UVP: € 15,-

Elisabeth Schlemmer