Buch des Monats Juli

Sommer und Urlaubszeit: was gibt es Schöneres, als es sich unterm Sonnenschirm mit einem guten Buch bequem zu machen? Ganz besonders bieten sich hier Familiengeschichten an, speziell, wenn sie so virtuos komponiert und mit so viel Liebe und Humor erzählt werden wie in dem neuesten Buch der jungen österreichischen Autorin Vea Kaiser!

RückwärtswalzerDem (noch) jungen arbeitslosen Schauspieler Lorenz spielt das Leben gerade böse mit: kein Job, kein Geld, keine leistbare Wohnung und bald auch keine Freundin mehr! So flüchtet er sich zu seinen drei alten Tanten nach Liesing, die alle im gleichen Gemeindebau wohnen: die älteste der drei Schwestern, Mirl, geschieden vom übergewichtigen Beamten Gottfried, die mittlere Schwester Wetti, deren ganzes Interesse immer den Tieren galt und deren uneheliche farbige Tochter für Getuschel sorgte und die jüngste, Hedi, die als Krankenschwester den späteren Vater ihres Kindes kennenlernte. Ebendieser Willi verstirbt nun ganz plötzlich und in die Verzweiflung und Trauer der Tanten schleicht sich alsbald eine irrwitzige Idee! Willis letzter Wunsch war es, in seiner Heimat Montenegro bestattet zu werden, ein Unterfangen, das nachgerade unbezahlbar ist. Und deshalb haben die Tanten eine geniale Idee: Lorenz soll sie und den teifgekühlten Leichnam des Onkels im Auto nach Montenegro chauffieren!

Während der 1000 Kilometer langen Reise entfaltet sich die ganze Familiengeschichte der Prischingers- der Lebenden und der Toten- von den 1950er Jahren im Waldviertel im ehemaligen elterlichen Gasthof bis zur Gegenwart in den Aussenbezirken Wiens. Das einschneidende Erlebnis um den Tod ihres Bruders Nenerl, an dem sich die drei Schwestern schuldig fühlten, ihre Versuche, der Enge der Heimat zu entfliehen und mit den gesellschaftlichen Zwängen, insbesondere für Frauen, in der Nachkriegszeit zurechtzukommen und wie sich Mirl, Wetti und Hedi wieder einander angenähert haben und nun in einer Art Symbiose ihr Leben führen- all das erzählt die Autorin mit einer detailreichen, sinnlichen, von Essensdüften umwogten Liebe, dass man sich als Leserin sofort heimisch fühlt in dieser schrägen Familie!

Tatsächlich haben mich schon die ersten Seiten dieses Romans berührt und hineingezogen in die Irrungen und Wirrungen des Lebens der Geschwister Prischinger, von Koviljo Markovic alias Willi und von Lorenz, der auf der abenteuerlichen Fahrt mit seiner Verwandtschaft Familiengeheimnisse und sich selbst kennenlernt.

„Rückwärtswalzer“ ist für mich DAS ideale Sommerbuch und somit mein Buch des Monats Juli! Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Eure

Bettina Armandola

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2019

Kiepenheuer & Witsch

ISBN 978-3-462-05142-1

 

 

Buch des Monats Juni

gewinnspiel

Maske der Gewalt – Dieser spannende, nervenzerreißende neue Thriller der österreichischen Bestsellerautorin Jennifer B. Wind ist mein Buch des Monats Juni.

Schon lange habe ich nicht mehr eine sich so rasch und aufregend entwickelnde Geschichte gelesen. Zur ausführlichen Rezension geht es hier entlang: *klick*

 

Und jetzt gibt es was für Euch zu gewinnen!

 

Und zwar verlosen wir gemeinsam mit der Autorin 3 handsignierte Taschenbuch-Exemplare von „Maske der Gewalt“ plus persönlicher Autogrammkarte und einem Überraschungsgoodie!

Was musst du tun, um zu gewinnen?

Schreibe eine Mail an Jennifer B. Wind: jbw@jennifer-b-wind.com und beantworte die  Frage: „Seit wann gibt es das Wildtierverbot in Österreich?“

Denk daran, deinen vollen Namen und deine Adresse für die mögliche Zusendung deines Gewinnes mit in die Mail zu schreiben.

Aus der Fülle der Einsendungen werden dann die 3 glücklichen Gewinner*innen ausgelost!

 

EINSENDESCHLUSS ist der 8. Juli 2019!

 

Viel Glück beim Gewinnspiel und vor allem genau so viel Spaß und Gänsehaut beim Lesen wie ich sie hatten
wünscht Eure Jackie

 

Disclaimer

Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der/die Teilnehmer*in ausdrücklich damit einverstanden, dass die Betreiberin die dazu erforderlichen Daten für den Zeitraum des Gewinnspiels speichert und nutzt. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf die Einwilligung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. Für die Verlosung werden nur Teilnehmer*innen berücksichtigt, die die Fragen des Gewinnspiels vollständig beantwortet haben und alle erforderlichen Angaben übermittelt haben. Unter allen Einsendungen entscheidet das Los unter Gewährleistung des Zufallsprinzips. Pro Teilnehmer*in ist immer nur ein Gewinn möglich. Eine Barauszahlung oder Übertragbarkeit des Gewinns auf andere Personen ist ausgeschlossen. Ist die Übergabe des Gewinns nicht möglich oder unzumutbar, verfällt der Gewinn. Die Gewinner*innen werden schriftlich benachrichtigt.  Für die Richtigkeit der angegebenen Adresse ist der/die Teilnehmer*in verantwortlich. Die Bekanntgabe der Gewinner*innen erfolgt ohne Gewähr.

Buch des Monats Mai

Das wilde HerzDas Buch des Monats kommt diesmal von Andrea De Carlo, einem Autor, den ich seit der Lektüre seines Romans „Villa Metaphora“(den ich ebenfalls bei bookreviews rezensiert habe) sehr schätze. In diesem Roman wie auch in jenem, den ich gerade beendet habe, nämlich „Das wilde Herz“ dreht sich die Geschichte um eine kleine Handvoll Leute auf einem sowohl örtlich als auch zeitlich sehr begrenztem Raum. Im Wesentlichen geht es um drei Protagonisten: die Italienerin Mara, die am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Bildhauerin steht, ihrem Mann, dem steifen englischen Anthropologen Craig Nolan, der Dank TV- Sendungen auch über seinen Fachbereich hinaus berühmt ist und den animalischen Ivo Zanovelli, einem umherreisenden Handwerker.

Seit einigen Jahren verbringt das erst seit einigen Jahren verheiratete Paar seine Sommer in einem kleinen Ferienhaus in Ligurien, Mara fühlt sich hier heimisch und an ihre Kindheit erinnert, aber Craig kommt nur widerwillig mit und bereut die Entscheidung, das ziemlich baufällige Haus gekauft zu haben. Die angespannte Lage (Craig hatte eine Affäre mit einer jungen Studentin) verschärft sich enorm, als der Verhaltensforscher durch das morsche Dach des Hauses kracht und sich das Bein schwer verletzt. Seine schlechte Laune, die unter anderem auch durch die ständigen Schmerzen und die unerträgliche Hitze bedingt sind, lässt er an Mara aus. Auf der Suche nach einem Dachdecker gerät das Ehepaar an den Aussteiger Ivo Zanovelli, der die noch vorhandene brüchige Bindung zwischen Mara und Craig bald noch mehr bröckeln lässt…

Was mich an diesem Roman, dessen Erzählbogen nur einige Tage umfasst, so begeistert hat, ist das psychologische Geschick des Autors. Andrea De Carlo schlüpft abwechselnd in die Haut der drei Hauptpersonen und macht uns ihr Verhalten verständlich (wenn auch nicht immer verzeihlich). Die Konstellation des sich intelektuell überlegen fühlenden Wissenschaftlers, der sich durch die Karriere seiner Frau benachteiligt fühlt und das Aufeinandertreffen zwischen der natürlichen Mara und dem gefährlichen Ivo, der auf der Flucht vor einer dunklen Vergangenheit ist, ist purer Zündstoff und treibt die Handlung voran bis zu einem- wie ich finde- etwas abgehobenem Ende. Trotzdem: die Lektüre dieses Romans war ein Genuss, den ich jedem nur wünschen kann- und deswegen mein Buch des Monats!

Eure Bettina Armandola

 

Details zum Buch:

2019

Diogenes Verlag

ISBN 978 3 257 30074 1

 

Buch des Monats – April

Mein Buch des Monats:

Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen 
von Helen Jukes

Die vollständige Rezension findet ihr hier 

Die Biene ist ein „heißes“ Thema, gerade in den letzten Jahren, wird wegen, für und gegen sie diskutiert. Die Bauer können ohne Schädlingsbekämpfungsmittel nicht mehr die Erträge erwirtschaften, die sie zum Überleben brauchen, die Bienen sterben aber gerade wegen dieser Mittel aus. Wieso den Bienen nicht in der Stadt ein neues zu Hause bieten? Wenn die Bienen in London leben können, können sie es ja auch in Wien, Linz, Graz…. ?
Das Wollen ist angesagt und die Autorin hat mit ihrem Bienenstock einen Beitrag geleitest. Sie erzählt in diesem Buch anschaulich, wie sie Imkerin wurde, was sie so an den Bienen fasziniert, welches Hintergrundwissen sie sich angeeignet hat und welche Geschichte die Biene und der Bienenstock eigentlich hat, und wie viel Mut es erfordert für einen Bienenstock verantwortlich zu sein. Und für den Endkonsumenten interessant, wie viel Arbeit es einen Bienenstock kostet, um ein Glas Honig voll zu bekommen!

Dieses Buch wurde auch deswegen als mein Buch des Monats ausgewählt, weil die Autorin hier nur ihre Geschichte erzählt – ohne anzuklagen.

In diesem Sinne, denkt an die Bienen, wenn ihr jetzt im Frühjahr Blumen aussät und vielleicht blättert in der Zwischenzeit in diesem Buch 😉

Eure Elisabeth.

Buch des Monats – März

Mein Buch des Monats:

Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube 
von Alessia Gazzola

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Ich habe dieses Buch nicht nur wegen des Inhaltes ausgewählt, sondern auch, weil wir nicht gerade viele italienische Autorinnen und Autoren in unserem Repertoire haben. Und diese Autorin zeichnet sich nicht nur durch eine tolle Geschichte aus, sondern auch durch ein Thema, welches jeden von uns irgendwann im Laufe seiner Karriere treffen kann – Kündigung im Job.
Außerdem hat mich der Lebenslauf der Autorin fasziniert. Chirurgin und Gerichtsmedizinern, Mutter von zwei Töchtern, und „nebenbei“ schreibt sie auch noch so tolle Bücher!
Zurück zum Thema des Buches. Die Mutlosigkeit, die einem nach einer Kündigung oder einem anderen Jobverlust befällt ist natürlich. Gerade wenn man die Gründe nicht verstehen kann, wieso kann die Kollegin, die schlechter qualifiziert ist bleiben, und ich nicht? Die Protagonistin Emma braucht ihre Zeit um ihre Wunden zu lecken, ihre Mutter greift in das Trickkistchen und aktiviert Freunde der Familie, damit ihre Tochter endlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Auch wenn es bei der Traumfirma anfangs nicht klappt, hat Emma (Achtung Spoiler!) später doch noch die Möglichkeit dort zu arbeiten. Bis es so weit ist, arbeitet sie in einem kleinen Laden für Kindermode und stellt unter Anleitung einer reizenden Dame wunderschöne Kleider her. Aber dieser Ausflug in eine andere Branche hat Emma gut getan. Oft ist der Blickwinkel entscheidend und gerade, wenn man einige Zeit in einem anderen Bereich zu tun hat, sieht man die Dinge wieder etwas klarer. Und Emma findet dadurch die Kraft, als die alte Firma erneut anklopft und ihr ein Praktikum anzubieten, abzusagen. Sie weiß jetzt, was sie wert ist.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen,

wünscht Eure Elisabeth.

Buch des Monats – Februar

Mein Buch des Monats:

Der Duft des Waldes 
von Hélène Gestern

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Dieses Buch ist nicht nur deswegen mein Buch des Monats, weil die Protagonistin den gleichen Vornamen hat, wie ich 😉
Nein, dieses Buch verbindet geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Was in vielen Fällen schief gehen kann, aber nicht hier.

Elisabeth ist eine Spezialistin für Postkarten und sie bekommt die einmalige Chance die Postkarten von Alban de Willecot, ein Frontsoldat aus dem 1. Weltkrieg, aufzuarbeiten. Dieser Mann hat fleißig mit dem berühmten Dichter Anatole Massis korrespondiert. Ihm auch immer wieder Fotos zum Entwickeln geschickt, von Porträtaufnahmen, vom Leben während des Krieges, aber auch von schlimmeren Szenen. Mittels einer Geheimschrift haben sie verhindert, dass die Postkarten von der Zensurabteilung abgefangen werden. Alban hat auch einer jungen Dame Namens Diane geschrieben. Ihr immer wieder mathematische Aufgaben gestellt, da diese junge Frau ein unheimliches Talent dafür besaß. Anfangs ist Diane für Elisabeths Recherchen nicht wichtig, sie sieht sie nur als Person am Rande. Doch dann findet sie ein Tagebuch von ihr und die Geschichte nimmt eine ganz andere Wendung.

In diesem Sinne, viel Spaß und Spannung beim Lesen,

wünscht Eure Elisabeth.

Buch des Monats: Wer Strafe verdient

wer strafe verdient Elizabeth George ist eine meiner Lieblingskrimiautorinnen und ich habe alle ihre Inspector-Lynley-Romane gelesen. Nun ist ihr neuestes Buch erschienen und hat mir wieder alles geboten, was ich erwartet habe! Besonders beeindruckend ist das psychologische Gespür der Autorin und wie sie über die Jahre die Charaktere weiterentwickelt hat: vor allem von DI Lynley, aber auch von Sergeant Barbara Havers, die Hauptpersonen, die mich schon so lange begleitet haben. Doch auch neuere Akteure werden mit großem Einfühlungsvermögen gezeichnet, wie beispielsweise DCS Isabelle Ardery, die Vorgesetzte Lynleys und Havers´oder die Bewohner des englischen Städtchens Ludlow, in dem sich diesmal die Ermittlungen konzentrieren!

Aber zum Inhalt: Ardery und Havers werden nach Ludlow beordert, eine kleine Collegestadt, in der sich im Polizeirevier ein Todesfall ereignet hat. Der örtliche Diakon wurde anonym der Pädohilie bezichtigt und auf die Polizeistation gebracht, wo er sich angeblich selbst das Leben genommen hat. Das ergeben erste Untersuchungen, an die der Vater des Opfers nicht glauben mag und seinen politischen Einfluss geltend macht, damit der Fall überprüft wird. Also versuchen Ardery und Havers, ein sehr ungleiches Gespann, mehr herauszufinden. Während Ardery ohne Alkohol die Tage nicht übersteht, macht sie ihrer Untergebenen das Leben schwer: nach einem groben Verstoß sucht sie nur nach einer Gelegenheit, um Havers loszuwerden. Barbara ist überzeugt, dass der Fall weit komplizierter ist, als er scheint und sie bekommt bald Gelegenheit, weiter zu ermitteln, diesmal in Gesellschaft von Thomas Lynley…

Die explosive Beziehung zwischen Havers und Ardery ist hervorragend dargestellt, ebenso wie der selbstgewählte Untergang Isabelles durch ihre Sucht. Ebenso viel Raum aber haben in diesem Roman die Mutter- Kind- Beziehungen und das in negativem Sinne: es geht um Kontrolle, das Erfüllen eigener Erwartungen durch die Kinder und das Nicht-Loslassen-Können. Faszinierend zu lesen, spannend und dank Lynley und Barbara Havers auch witzig: ein Rundumpaket, das mich begeistert hat und 857 Seiten, von denen keine einzige zuviel war! Deshalb ist „Wer Strafe verdient“ ganz klar mein Buch des Monats!

Eure Bettina Armandola

Über die Autorin:

Elisabeth George lebt auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington, USA und ist Verfasserin zahlreicher internationaler Bestseller, die teilweise auch verfilmt wurden.

Details zum Buch:

1.Auflage Oktober 2018

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-31373-0

 

 

Buch des Monats Dezember

Es ist wieder Zeit für das Buch des Monats und ich muss sagen die Entscheidung ist mir sehr leicht gefallen. Mein Buch des Monats Dezember ist: Stille Wasser von Donna Leon erschienen bei Diogenes!

Stille Wasser ist bereits der 26. Fall rund um den italienischen Commissario Brunetti und vielleicht ist daher meine Wahl für manche ein wenig verwunderlich. Aber ich werde euch gleich erklären warum genau dieses Buch mein absolutes Buch des Monats ist.
Ich habe bisher alle erschienenen Bücher von Donna Leon gelesen und mich jedes Mal auf das nächste neue Buch und den nächsten Fall gefreut. Commissario Brunetti ist anders, als viele andere Polizisten – er ist sehr menschlich und real geschildert und man glaubt ihn als reale Figur zu kennen, wenn man einige seiner Fälle gelesen hat. Sehr persönlich geht es hier in seinen Büchern nicht immer nur um die Fälle, sondern um eine persönliche Betroffenheit, auch mit einer gewissen Traurigkeit verbunden, weil nicht jeder Fall zu seiner Zufriedenheit gelöst werden kann.

Donna Leon nimmt sich keiner 0815 Fälle an, sondern schafft es immer wieder aufs Neue politische, umweltbezogene oder auch wirtschaftliche Probleme einfließen zu lassen und so mit ihren Büchern auf wichtige Themen und Situationen hinzuweisen. Ob es die Einwanderungspolitik in Venedig ist, Touristen, Umweltverschmutzung oder zahlreiche andere Themen, sie bringt die Situation auf den Tisch, die Menschen beginnen nachzudenken und auch sich mehr mit diesen Themen zu beschäftigen. Umwelt – bzw. die Verschmutzung des Wassers ist in diesem 26. Fall ein sehr wichtiger Punkt, sowie die Ausgebranntheit des Commossarios, der in seinen bisherigen Dienstjahren mit sehr vielen schwierigen Situationen umgehen musste und daran zu kauen hat.

Auch unsere Hauptfigur ändern sich und wird älter und ich finde diesen recht ruhigen Fall, in den er ganz persönlich hineinschlittert extrem sympathisch und tiefsinnig. Er nimmt sich eine Auszeit – nicht nur von seinem Job, sondern auch von seinem Alltag und seiner Familie und versucht zur Ruhe zu kommen und zu sich selber zu finden, neue Energie zu tanken. Eine Situation, die mit Sicherheit sehr viele Menschen betrifft.

Mich hat dieses Buch auch ein wenig traurig gestimmt, da mir wieder einmal die Situation unserer Welt gezeigt wurde und ich hoffe Brunetti sammelt wieder Kraft für einen neuen Fall. Ich möchte nicht gerne auf ihn verzichten. Ein Buch zum Nachdenken – wie man auch schon auf dem gut gewählten Coverfoto erkennen kann. Nachdenken und die Welt besser machen!

Mein Buch des Monats! Ich hoffe auch ihr lasst euch inspirieren und versucht die Welt ein wenig besser zu machen!

Viel Freude beim Lesen!

Barbara

Buch des Monats November- Das geheime Leben des Monsieur Pick

Das ist mein Buch des Monats November  – eine unterhaltsame, rätselhafte Geschichte über die Liebe, die zum Schmunzeln einlädt.

David Foenkinos

Das geheime Leben des Monsieur Pick

Ein zauberhaftes Buch über den Mut sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.


In einem kleinen Dorf in der Bretagne gibt es eine ganz besondere Bibliothek, in der Bücher gesammelt werden, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Lektorin ein Manuskript, das das Leben vieler Menschen verändert. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes.  Seine Witwe hat mit ihm über 40 Jahre lang die Pizzeria des Ortes betrieben und beteuert habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als Einkaufslisten. Das ganze Leben bewegte sich nur im Takt des Restaurants und er war ein einfacher, ehrlicher Mann, der keine Geheimnisse hatte und jetzt soll er ein Buch verfasst haben, das das Zeug zum Bestseller hatte?  Wie war es möglich, dass er solch ein Zweitleben führte?

Dieses Buch ist von Beginn an bis – zum überraschenden Ende – ein Vergnügen. Ich musste mich überwinden es wieder aus der Hand zu geben, so sehr hat mich das Geheimnis um Monsieur Pick gefesselt. Die perfekte Lektüre für lange Winterabende und auch ein sehr nettes Geschenk für die Lieben zu Weihnachten.

Über den Autor:
David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft und wurde auch in Deutschland zum Bestseller. „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste und kommt 2019 in die Kinos.

Details zum Buch:
DVA Verlag
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-421-04760-1
 € 19,99 [D] /€ 20,60 [A] /CHF 26,90 

Elisabeth Sagmeister

Buch des Monats – Oktober

Diesen Monat präsentiere ich euch einen richtigen Leckerbissen. 🙂

Auf den ersten Blick, denkt man sich… naja klingt ganz nett, Hollywood 1921, Stars und Sternchen und mittendrin ein Möchtegern-Detektiv. Aber dieses Buch hat Suchtpotenzial.. Und ich hoffe stark, dass es noch viele weitere Fälle von Hardy Engel geben wird.

Christof Weigold 
Der Mann, der nicht mitspielt
aus dem Hause Kiepenheuer & Witsch

Gebundene Ausgabe, mit Schutzumschlag,
traumhafte! 640 Seiten
ISBN: 978-3-462-05103-2
Erschienen am: 15.02.2018

Hardy Engel ist Deutscher und versucht sein Glück in  Hollywood. Doch so ganz will es nicht klappen und er sattelt auf Privatdetektiv um. Die Aufträge sind rar, bis die bildhübsche Pepper Murphy bei ihm hereinschneit und ihn bittet ihre Mitbewohnerin, die Schauspielerin Virginia Rappe, zu suchen.
Das Geld stimmt und Hardy nimmt den Auftrag an. Aber irgendetwas stimmt da nicht. Diese Pepper hat gelogen.
Dass sie nicht die Wahrheit gesagt hat, erfährt er früh genug. In San Francisco findet er die Gesuchte, doch sie soll nicht mehr lange am Leben bleiben. In der Nacht erliegt sie den Verletzungen und stirbt.
Aber welche Verletzungen? Hardy konnte noch mit ihr sprechen, doch rein äußerlich hat er nichts gesehen.  Was wurde ihr angetan, und vor allem wer hat ihr was getan? War es etwa der beliebte Komiker Fatty, bei dem sie zuletzt war, oder der eigenartige Arzt? Fragen über Fragen, die Hardy beschäftigen, und dann auch noch die attraktive Pepper, die auf ihn wartet. Nachdem die Medien vom Tod der Schauspielerin erfahren haben, gehen die Wogen hoch und auf Hardy wartet viel Arbeit, aber vor allem erwartet in ein Sumpf voller Lügen, Täuschungen und Mord.

Hardy Engel ist ein Detektiv nach meinem Geschmack, smart, einfallsreich und nie um eine Antwort verlegen. Er verbeißt sich richtig in diesen Fall, bis er sich ganz sicher sein kann, dass er den wahren Mörder gefunden hat. Auch wenn bis zum Schluss nicht feststeht, wer alles seine Finger im Spiel hat. Doch Hardy zeigt Durchhaltevermögen und kann auch den Gentleman beiseitelegen, um die Fäuste sprechen zu lassen. Doch die meiste Zeit, hilft sein Charisma und vor allem seine Schauspielausbildung um geschlossene Türen zu öffnen und Damen zum Reden zu bringen. Der Hollywoodsumpf hat ihn fest im Griff und er benötigt all seine Kraft, um daraus zu entkommen.

Viel Spaß beim Lesen!

Wünscht Eure Elisabeth