So bin ich – Von der Kunst, ehrlich, authentisch und einfach du selbst zu sein

Mein Buch des Monats, weil es für mich eine Quelle der Inspiration geworden ist.
Manche Leute meinen, es fehle mir eine klare Ausrichtung im Leben. Ich meine, ihnen fehlt es an Fantasie.

In unserer schnelllebigen Welt gehen die wirklich wichtigen Fragen leider oft unter:
Wofür brennst du? Was sind deine Ziele?
Wer möchtest du sein?

Alexis Jones möchte Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt bei der Beantwortung dieser Fragen helfen und sie dabei unterstützen, authentisch zu sein, zu sich zu stehen und ihre Ziele zu verfolgen. Sie sensibilisiert dafür, dass es nichts bringt, sich ständig zu fragen, ob man gut genug ist, den perfekten Körper, die perfekte Beziehung, den perfekten Job hat. Sie animiert dazu, endlich das Leben zu führen, das man wirklich führen will!

Angereichert mit 30 Geschichten von wunderbaren Frauen hat sie in diesem Buch all das zusammengefasst, was es braucht, um einfach man selbst zu sein – und damit die beste Version von sich!

Was dieses Buch vor allem ausmacht, ist ein unglaublicher Optimismus. Die Bestätigung, dass Träume ausdrücklich erlaubt sind und die Zuversicht, dass auch große Ziele erreicht werden können. Es hilft dabei, sich klar zu werden, was einem wirklich wichtig ist und alle Energie auf diese Dinge zu lenken. Sich selbst liebevoller zu behandeln. Einen gesunden Egoismus zu entwickeln. Sich nicht entmutigen zu lassen von anderen, denen selbst der Mut fehlt. Alexis glaubt daran, dass jede Frau eine Person ist, die ein Zauber umgibt, die andere um sich herum inspirieren kann, nach Höherem zu streben, und die die Welt durch ihre Existenz zu einem besseren Ort macht.

Ergänzend zu den Anregungen und Erfahrungen der Autorin kommen ganz unterschiedliche Frauen zu Wort und erzählen über jene Momente ihres Lebens, die sie verändert haben, woraus sie Mut und Tatkraft schöpfen und was sie dahin gebracht hat, wo sie heute stehen – beruflich oder privat. Wer also gelegentlich etwas Motivation, Zuversicht und Ansporn brauchen kann, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Denn um seine Träume zu verwirklichen, ist es nie zu spät …

Über die Autorin:
Alexis Jones wuchs gemeinsam mit fünf Geschwistern in Austin, Texas auf. Nach ihrem Abschluss an der University of Southern California moderierte sie drei Jahre lang eine Red-Carpet-Show im TV und arbeitete für verschiedene TV- Sender,. Vor einiger Zeit gründete sie die Non-Profit-Organisation I AM THAT GIRL, die junge Frauen dazu anhält, für sich selbst zu denken, authentisch zu sein und diese Welt (zumindest ein kleines bisschen) besser zu machen.

Details zum Buch:
mvgverlag
April 2015
Softcover, 335 Seiten
€ 15,50 [A] | € 14,99 [D]
ISBN: 978-3-86882-561-9

Gerlinde Götz

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Die Glücklichen

Die Glücklichen
Kristine Bilkau

Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Orchester-Auftritten nach Hause geht oder der Journalist Georg auf dem Heimweg von der Redaktion ist, schauen sie in die Fenster fremder Wohnungen und sehen mit vertrautem Gefühl Signale gesicherter Existenzen. Doch dieses Gefühl verliert sich.
Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch Druck und Verunsicherung. Isabells Rückkehr in den Beruf wird schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände – nicht nur am ersten Abend. Gleichzeitig wackelt Georgs Arbeitsplatz. Dann wird ihr Haus saniert und im Briefkasten liegt die Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt ein leiser sozialer Abstieg. Sie beginnen zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Ihr Alltag wird schwieriger und sie sind verunsichert von dem was sie sehen. Die gesicherten Existenzen sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.

Kristine Bilkau zeichnet das Bild einer nervösen Generation, überreizt vom Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden. Als sich die beiden Protagonisten nur für einen Moment außerhalb ihrer gewohnten Rolle finden, fangen sie an, alles in Frage zu stellen. Besonders das Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, wird dem anderen als unausgesprochener Vorwurf unterstellt. Diese Unzufriedenheit torpediert alle Gemeinsamkeit, Liebe und Intimität. Fast verlieren sie einander, während sie verzweifelt nach Lösungen ringen. Erst, als sie wieder beginnen miteinander zu reden, löst sich die dräuende Gewitterwolke auf. So manche Situation wird einem bekannt vorkommen und daran erinnern, wie sehr die eigene Haltung die Wirklichkeit prägt. Ein lesenswerter Debütroman, der zum Nachdenken und Innehalten einlädt.

Über die Autorin:
Kristine Bilkau, 1974 geboren, war 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und 2009 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 erhielt sie das Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen, 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens des Literaturhauses München teil. Sie arbeitet als Journalistin für Frauen- und Wirtschaftsmagazine und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihr erster Roman Die Glücklichen wurde mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Details zum Buch:
Verlag Luchterhand
März 2015, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
301 Seiten
€ 20,60 [A] | € 19,99 [D]
ISBN: 978-3-630-87453-1

Gerlinde Götz

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Mein Herz hämmert, dass es wehtut

Mein Herz hämmert, dass es wehtut
Brynjulf Jung Tjonn

Alles, was ich wissen musste, lernte ich von Simon. Und nun war das Leben selbst schon zu viel für ihn.
Henrik muss miterleben, wie sein geliebter Onkel Simon schwer krank wird. Gleichzeitig verliebt sich Henrik in die lebensfrohe Kjersti. Dann geht es Simon immer schlechter und Henrik ist hin- und hergerissen zwischen Liebe, Glück und Schuldgefühlen. Denn trotz aller Traurigkeit muss er ständig an Kjersti denken. Aber wie kann das Leben fantastisch und zur gleichen Zeit schmerzhaft sein? Wenn das Herz so unglaublich schwer ist und dennoch hüpft vor Glück?

Ein Text mit kurzen, knappen Sätzen, ganz ohne Schnörkel und dennoch ein wunderbar einfühlsames Stück Prosa. Man ist hautnah dabei, wie Henrik versucht, mit den widerstreitenden Emotionen zurechtzukommen. Sein junges Leben wird erschüttert von der stärksten aller Empfindungen. Der aufregend neuen und glückseligen Liebe zu einem Mädchen und der schmerzlichen und sorgenvollen zu seinem todkranken Onkel, der ihm mehr Bruder und Vater war. Man findet sich hineingestoßen ins Gefühl. Fühlt sie mit, die Aufregung, die Unsicherheit und die Angst. Schonungslos, herzergreifend, zu Tränen rührend. Und dennoch ein unendlich schönes Buch. Ungewöhnlich, aber einzigartig und absolut zu empfehlen.

Über den Autor:
Brynjulf Jung Tjønn wurde 1980 in Seoul geboren und im Alter von zwei Jahren von einer norwegischen Familie adoptiert. Er ist Journalist, gründete den Jung Verlag für anspruchsvolle Online-Literatur und debütierte 2002 mit seinem ersten von heute sechs Romanen für Erwachsene und Jugendliche. Mein Herz hämmert, dass es weh tut wurde 2013 mit dem renommierten Brage-Preis ausgezeichnet.

Details zum Buch:
Dressler Verlag
Januar 2015, gebundene Ausgabe,
Schutzumschlag, 128 Seiten
€ 13,40 [A] | € 12,99 [D]
ISBN-13: 978-3-7915-1999-9

Gerlinde Götz

Über uns kein Himmel? Die größten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte

Über uns kein Himmel? Die größten Natur- katastrophen der Menschheitsgeschichte
Hans-Dieter Otto

Hans-Dieter Otto erzählt von den furchtbarsten Naturkatastrophen der Menschheit von der Antike bis in die Gegenwart: von gewaltigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen, von riesigen Sturmfluten und Zyklonen, denen die Menschheit offenbar ebenso schutzlos ausgeliefert ist wie Hungersnöten und verheerenden Epidemien.
Otto nimmt den Leser mit auf eine aufregende Entdeckungsreise zu den Naturgewalten und Geheimnissen der Erde vom Untergang von Atlantis über das berühmte Erdbeben von Lissabon bis hin zu den mysteriösen Schwarzen Löchern. Gibt es denn über uns keinen Himmel, der uns beschützt? Dieses Buch beschreibt, was die Unglücke für die jeweils betroffenen Zivilisationen bedeuteten; wie manche untergingen und andere sich wieder aufrichteten. Ein gut lesbares, erschütterndes Kaleido- skop über Leid und Elend und die schreckliche Ohnmacht des Menschen. Otto beschreibt eine grausame Realität, die alle erfundenen Szenarien übertrifft.

Dieses Buch handelt nicht nur von Naturkatastrophen, sondern hält sich an die Definition: Unglück von sehr großem Ausmaß. In chronologische Kapitel unter- teilt, beginnt es mit einem knappen Überblick vorchristlicher Katastrophen.
Je näher zur Gegenwart, desto ausführlicher werden die Inhalte. Aufschlussreich ist das Kapitel über die Auswirkungen der Pest – oft wüteteten aber auch Pocken, Typhus oder Masern. Epidemien richten zwar kaum materielle Schäden an, die Folgen sind durch Massensterben unvorstellbaren Ausmaßes jedoch verheerend. Anfang des 18. Jhdts. wütet in England der Great Storm eine ganze Woche lang, zerstört 700 Schiffe und inspiriert Daniel Defoe zu seinen Romanen Der Sturm und Robinson Crusoe. Durch Europas größtes Erdbeben, die folgende Flutwelle und ausbrechende Brände, fällt Allerheiligen 1755 ganz Lissabon in Schutt und Asche. Unzählige Kunstschätze, Bilder von Tizian und Rubens und wertvolle Bücher gehen verloren. Rund 60 000 Menschen sterben. Vulkanausbrüche in Indonesien machen 1815 in Europa und den USA den Sommer zum Winter und verursachen Hungersnöte. Große Katastrophen waren nicht also immer so weit entfernt, wie uns das heute manchmal erscheint.

Was dieses Buch deutlich zeigt, ist, wie trügerisch die empfundene Sicherheit ist. Offenbar kann der Mensch nicht in ständiger Angst leben und verdrängt diese Gefahren. Man wird schon ein bißchen demütig, wenn man bedenkt, wie sicher wir in Österreich leben, wo wenig Bedrohung durch Erdbeben und Flutwellen herrscht.

Über den Autor:
Hans-Dieter Otto, geboren 1937 in Berlin, Jurist und Sachbuchautor, lebt in Ahrensburg. Sein Lexikon der Justizirrtümer (2003) wurde ein Bestseller, es folgten Im Namen des Irrtums: Fehlurteile in Mordprozessen (2006), Lexikon ungesühnter Morde (2007). Sein Steckenpferd, die Kriegsgeschichte, fand Niederschlag u.a. in Verpasste Siege. Tragische Niederlagen der österreichischen Kriegsgeschichte (2012).

Details zum Buch:
Residenz Verlag
2015, Hardcover,
8 Seiten Bildteil, 216 Seiten
19,90 €
ISBN: 978-3-7017-3321-7

Gerlinde Götz

Endlich frei

Endlich frei – Ich bin die Tochter aus Nicht ohne meine Tochter. Hier ist die ganze Geschichte.
Mahtob Mahmoody

Was 1985 und 1986 im Iran geschah, wissen Millionen Leser von Nicht ohne meine Tochter. Doch mit der Rückkehr in die USA hatte die damals erst sechs- jährige Mahtob längst nicht alles ausgestanden. Jahrelang versteckte sie sich, lebte unter falschem Namen, verschwieg Freunden ihr Schicksal – aus Angst vor einer erneuten Entführung. Und heute?
In poetischen Bildern erzählt Mahtob Mahmoody, wie sie sich von ihrer Angst befreite, sich mit ihrer iranischen Familie versöhnte und endlich ihr eigenes Leben lebt.

Trotz der traumatischen Erlebnisse in ihrer Kindheit, ist aus Betty Mahmoodys Tochter eine lebensfrohe und willensstarke Frau geworden. Mahtob, die Tochter, erzählt ihre Version der abenteuerlichen, gefährlichen Flucht aus dem Iran.
Sehr genau analysiert die studierte Psychologin ihre Gefühle und Erinnerungen. Sie schildert die ständige Bedrohung, aber auch den starken Zusammenhalt
von Familie und Freunden, die ihr Geborgenheit und Heimat bieten konnten. Ihren Vater und dessen Kultur erlebt sie ambivalent. Einerseits lehnt sie ab,
was er getan hat, andererseits akzeptiert sie ihn als Teil ihrer Herkunft und Geschichte. Besonders beeindruckt das Verhalten der Mutter, die dafür sorgt, daß ihre Tochter weder ihre Wurzeln noch die schönen Erinnerungen an den Vater vergisst. Und Mahtob beschreibt ihre Entwicklung, wie sie sich vom Hass befreit, um sich nicht das Leben vergiften zu lassen.

Ein positives und sehr reflektiertes Buch, das zeigt, wie innere Haltung und tiefer Glaube die eigene Wahrnehmung der Welt verändern. Und, daß durch schwierige Situationen das Leben manchmal Wendungen nimmt, die Gutes bewirken können.

Über die Autorin:
Mahtob Mahmoody wurde 1979 in den USA geboren. Die Geschichte ihrer Kindheit wurde weltweit bekannt, nachdem ihre Mutter Betty Mahmoody den Bestseller Nicht ohne meine Tochter geschrieben hatte. Mahtob Mahmoody studierte Psychologie und ist heute im Gesundheitswesen tätig.

Details zum Buch:
Verlag Bastei Lübbe
März 2015
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten
€ 20,60 [A] | € 19,99 [D]
ISBN: 978-3-431-03919-1

Gerlinde Götz

Scharfe Schokolade

Scharfe Schokolade
Laura Pape

Eine aufregende Affäre oder die langjährige Liebe?
Lena muss sich entscheiden …
Paul und Lena sind glücklich. Bis Lena von Pauls Seitensprung erfährt … Dass er trotzdem noch Gefühle für sie hat, kann sie ihm nicht glauben. Und anstatt ihm lange nachzutrauern, vergnügt sich Lena lieber mit dem attraktiven Polizisten Stefan, den sie kurz nach ihrer Trennung von Paul kennenlernt. Was als leidenschaftliche Affäre beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einer echten Romanze. Stefan ist ein Mann zum Verlieben, da ist sich Lena sicher – oder ist es nur der atemberaubende Sex, der sie verbindet? Lena beginnt zu zweifeln: Hat sie vielleicht einen großen Fehler begangen, als sie sich auf Stefan eingelassen hat? Ist Paul doch die Liebe ihres Lebens?

Hmm, wo fang ich an … Pärchen findet sich, lebt sich auseinander, geht fremd, trennt sich, bereut und findet sich wieder. Das ist kurz zusammengefasst der Inhalt dieses Buches – und viel mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Unterbrochen von langweiligen Essens-, Koch-, Weg-, oder Dusch- und Schmink- beschreibungen … Leider sind auch die wahllos eingestreuten Sexszenen von Erotik weit entfernt. Die Handlung wirkt konstruiert, unrealistisch, theatralisch. Was man der Autorin zugute halten darf, ist die – aufgrund ihres jugendlichen Alters – fehlende Erfahrung. Das rechtfertigt aber nicht den sprachlich und stilistisch fragwürdigen und irritierenden Schreibstil.

Über die Autorin:
Laura Pape wurde 1993 in Hannover geboren und wohnt bis heute in einer Stadt der Region. Mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Texte für die Schülerzeitung, später folgten Artikel für eine regionale Tageszeitung und mit achtzehn Jahren schließlich ihr erstes Buch Lebenshungrig, das ebenfalls im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienen ist. Scharfe Schokolade ist ihr erster Roman.

Details zum Buch:
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
März 2015
Taschenbuch, 248 Seiten
€ 10,30 [A] | € 9,99 [D]
ISBN: 978-3-86265-431-4

Gerlinde Götz

Tatort – Das Spiel

Tatort – Das Spiel

Kult hat einen Namen und eine Zeit: Tatort. Sonntag, 20:15 Uhr. Seit über 40 Jahren flimmert er pünktlich zur Prime Time über die Mattscheibe. Dieses Spiel macht den Kult lebendig und aus jedem Tag ein bißchen Sonntag. Über 1.000 Fragen in sechs Kategorien warten auf die Spieler. Mal müssen Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden, mal wird geschätzt oder eine Frage mit Ja oder Nein beantwortet. Ein Spieler wählt eine Kategorie, sucht sich eine der drei Fragen aus und liest sie laut vor. Alle Spieler notieren verdeckt ihre Antworten. Jede richtige Antwort wird mit einem Chip belohnt. Mit den Chips können Bonuskarten gekauft werden. Sie bringen Punkte auf dem Spielfeld. Wer als Erster ins Ziel kommt, gewinnt. Kein langes Warten, denn alle Spieler spielen gleichzeitig.

Wer erreicht als Erster den Dienstgrad des „Ersten Kriminalhauptkommissars“? Na, ein bisschen Tatort gefällig?

Ein wunderschön und hochwertig gestaltetes Brettspiel. Leider nur für absolut eingefleischte Tatort-Fans. Die anderen haben sich beim ‚Testspielen‘ recht bald gelangweilt, denn es ist kaum möglich, Fragen richtig zu beantworten. Wer aber jeden Sonntag auf die neue Tatort-Folge wartet, für den hat das Spiel viele spannende Details zu bieten.

Details zum Spiel:

  • ab 12 Jahren
  • 3-6 Spieler
  • Spieldauer ca. 30 Minuten
  • 336 Fragekarten mit über 1.000 Fragen
  • 15 Bonuskarten
  • 25 Chips + 6 Spielsteine
  • 1 Notizblock
  • 1 Spielbrett

Moses Verlag
€ 29,95

Gerlinde Götz

Die Versuchung der Pestmagd

Die Versuchung der Pestmagd
Brigitte Riebe

Ein ruchloser Kardinal, eine verschmähte Geliebte und eine Seuche, vor der alle gleich sind. Mainz 1542: Nach der Flucht aus dem pestverseuchten Köln finden der unkonventionelle Arzt Vincent de Vries und seine Pestmagd Johanna in Mainz eine neue Heimat. Sie folgen damit dem Ruf des Kurfür- sten, Kardinal Albrecht von Brandenburg, bekannt für sein verschwenderisches und allzu weltliches Hofleben, der den Mediziner als neuen Hofarzt be- stellt. Ein Ruf, dem Vincent gern folgt, er wünscht sich nach den dramatischen Jahren in Köln nichts sehnlicher als einen Ort, an dem er seiner Wissenschaft in Ruhe nachgehen kann. Johanna, seine große Liebe und damals Pestmagd, hofft, dass Vincent mit seiner Heilkunst endlich die Fami- lie ernähren kann. Doch Mainz ist ihr nicht geheuer: Johanna traut dem Kurfür- sten nicht und hat dunkle Vorahnungen. Diese werden wahr, als eines Tages die gemeinsame kleine Tochter spurlos verschwindet und die Schwarzen Blattern ausbrechen. Halb wahnsinnig vor Angst irren sie und Vincent durch die Stadt, in der erste Fälle der Krankheit aufgetreten sind – jener Pockenform, die innerhalb von 48 Stunden den Tod bringt. Können Johanna und Vincent trotz ihrer Sorge um die kleine Barbara die tödliche Gefahr für die Stadt und sich selbst bannen?

Johanna und ihre Familie versuchen sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Arbeit für den Kardinal, der einen fähigen Leibarzt sucht, könnte eine Chance sein. Währendessen kümmert sich Johanna um die Familie, den Haushalt und ihren Weinausschank. Doch die Behandlung Albrechts ist schwierig, erwartet er doch nichts weniger als die Heilung von den Beschwerden, die ihm die Franzo- senkrankheit bereitet. Dann versetzt der Ausbruch der Pocken die Menschen in Angst und Schrecken. Doch damit nicht genug: eine machthungrige Geliebte, die um ihren Einfluss fürchtet, Vincents Geheimnis um seine Vergangenheit, die Sorge um ihre kleine Tochter, Intrigen, Verleumdungen und die Begehrlichkeiten des Kardinals, machen Johanna das Leben schwer.

Ein spannendes Buch, das den Leser ins 16. Jahrhundert versetzt und von einer Zeit voller Gefahren erzählt. Die Autorin hat gründlich zu Medizingeschichte, Krankheiten und Behandlungen recherchiert. Und sie beschreibt die Hilflosigkeit, mit der die Menschen ihnen damals gegenüberstanden. Verglichen mit heute waren sie unzureichender medizinischer Versorgung ausgeliefert. Dazu gibt es noch ein kurzes Nachwort, das Dichtung und Wahrheit erklärt und ausgewählte Literaturempfehlungen. Wer mehr zum Thema lesen möchte: es gibt einen ersten Band Die Pestmagd, erschienen 2013.

Über die Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Zum Beispiel erzählt sie in Die Braut von Assisi vom Leben des heiligen Franziskus oder in Die Pestmagd vom verheerenden Peststerben in Köln um 1540. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Details zum Buch:
Diana Verlag
März 2015, Gebundenes Buch
mit Schutzumschlag, 442 Seiten
€ 20,60 [A] | € 19,99 [D] | CHF 26,90
ISBN: 978-3-453-29135-5

Gerlinde Götz

Herr Parkinson

Herr Parkinson
Richard Wagner

Herr Parkinson verwirrt den Körper und lässt den Kopf zuschauen …
Wie lebt man mit einer Krankheit, die selbst die all- täglichsten Dinge sabotiert? Wie leben die anderen damit? Was bedeutet Krankheit überhaupt? Mit dem unbestechlichen Blick des Schriftstellers erzählt Richard Wagner von seiner Parkinson-Erkrankung. Zunächst ganz zurückhaltend wird dieser gelassene und unberechenbare Herr Parkinson über die Jahre zum schicksalhaften Gegenüber des Autors und erlangt immer mehr Macht über dessen Leben. Zu Beginn ist es nur ein leichter Taumel in einer Bar in der Grune- waldstraße, dessen Ursache noch alles mögliche hätte sein können. Dann, nach der Diagnose, geht bald nichts mehr ohne mächtige Medikamente, die wie in einem wunderbaren Honeymoon zunächst alles bewältigbar erscheinen lassen. Bis nach und nach Herr Parkinson übernimmt und die Welt des Patienten zum schwarzen Quadrat wird. Richard Wagner erzählt ohne Bitterkeit, aber auch ohne Beschönigungen und folgt mit allen Hoffnungen und Rückschlägen dem Verlauf dieser eigenwilligen Erkrankung, die Körper und Geist entzweit. 

In der Auseinandersetzung mit der Diagnose wird die Krankheit personifiziert, und als Herr Parkinson erhält sie einen eigenen Willen. Selbstverständlichkeiten werden zu Aufgaben und irgendwann hilft auch der gute Wille nicht mehr weiter. Dieser Text ist weniger eine Schilderung des Krankheitsverlaufs, sondern mehr das Sprachkunstwerk eines Künstlers der Wortakrobatik. Was ihm der Körper an Beweglichkeit verweigert, leistet die Sprache – immerhin, die gehorcht ihm noch aufs Wort. So wie der Autor mit seinem Alltag kämpft, ringt der Leser mit dessen manchmal schwierigen Formulierungen und den Aneinanderreihungen von Gedanken, die nicht immer leicht lesbare Prosa ergeben. Sehr aufwändige Satz- konstrukte, die gekonnt die Hilflosigkeit des Patienten widerspiegeln. Auf unge- wöhnliche Art schafft der Autor Verständnis für das Wesen der Krankheit und die Bürden, die sie dem Kranken und seinem Umfeld auferlegt. Das Krankheitsbild selber wird erklärt, aber auch die Fachbegriffe, mit denen man sich als Patient konfrontiert sieht, werden verständlich erläutert.

Über den Autor:
Richard Wagner, geboren 1952 im rumänischen Banat, arbeitete dort als Journalist und veröffentlichte Lyrik und Prosa in deutscher Sprache. Nach Arbeits- und Publikationsverbot verließ er Rumänien 1987 und lebt seitdem als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Romane und Essays wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen Die deutsche Seele (mit Thea Dorn) und Habsburg – Bibliothek einer verlorenen Welt.

Details zum Buch:
Albrecht Knaus Verlag
April 2015, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
144 Seiten
€ 17,50 [A] | € 16,99 [D] | CHF 22,90
ISBN: 978-3-8135-0653-2

Gerlinde Götz

Napoleon – Der Untergang

Napoleon – Der Untergang
Munro Price

Die Schlacht bei Waterloo gilt als entscheidender Moment für den Untergang Napoleons. Zu Unrecht, sagt Munro Price, einer der führenden Napoleon-Experten: Der Kaiser der Franzosen hatte lange zuvor sein Schicksal besiegelt. Die atemberaubende Chronik seines Scheiterns zeigt, wie der brillante Stratege Napoleon in den letzten Jahren seiner Herrschaft alle Chancen, sein Reich zu retten, verstreichen ließ. Ein eindrückliches Porträt, das neue Einsichten in den zwiespältigen Charakter Napoleons  offenbart, der alles riskierte – und schließlich alles verlor.

In seinem Streben nach Macht verwickelte Napoleon Europa und Russland in einen fast 20jährigen blutigen Krieg, der am Ende knapp 3,5 Mio. Menschenleben forderte. Strategische Zielsetzungen, taktische Fehler und persönliche Eitelkeiten entschieden über Wohl und Weh Hunderttausender. Seine gesamte Regentschaft über führte Napoleon Krieg und erkannte nicht den Wunsch seines Volkes nach Frieden. Beleuchtet wird auch das Bestreben der österreichischen Monarchie, trotz familiärer Verbindung, Frankreichs Einfluss zurückzudrängen und Europas Zustände wieder zu ordnen. Napoleons völlige Fehleinschätzung der Lage führte unweigerlich zu seinem Untergang. Aber selbst Absetzung und Verbannung ändern nichts. Nach seiner Rückkehr führte er erneut Krieg, setzte alles auf eine Karte und zerstörte rücksichtslos lieber seine Dynastie, als auf die fixe Idee von Macht zu verzichten.

Der Autor liefert detaillierte Beschreibungen der politischen Situation und taktischer Überlegungen mit unzähligen Fakten, die man erst einordnen muss. Leider fehlen bei den abgebildeten, nicht selbsterklärenden Karten Legende bzw. Bildtext. Weniger Beschreibung von Diplomatie und Schlachten, dafür mehr zeitgeschichtliche Hintergründe, hätten der Lesbarkeit gut getan. Interessant ist der Bezug zur Gegenwart: Napoleon hat viele Reformen herbeigeführt, aber auch viele historische Ereignisse ausgelöst, die uns bis heute beeinflussen.

Über den Autor:
Munro Price, geboren 1963, ist Professor für Europäische Geschichte der Neuzeit an der Universität von Bradford. Sein Forschungsschwerpunkt ist Frankreich. Er hat mehrerer Bücher veröffentlicht, etwa über den Untergang des Hauses Bourbon und die Umwälzungen in Frankreich nach dem Ende der napoleonischen Ära. Für seine Werke wurde Munro Price u.a. mit dem Literaturpreis der Franco-British Society ausgezeichnet.

Details zum Buch:
Verlag Siedler
März 2015, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
464 Seiten, zahlreiche Bilder
€ 25,70 [A] | € 24,99 [D]
ISBN: 978-3-8275-0056-4

Gerlinde Götz