Über uns kein Himmel? Die größten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte

Über uns kein Himmel? Die größten Natur- katastrophen der Menschheitsgeschichte
Hans-Dieter Otto

Hans-Dieter Otto erzählt von den furchtbarsten Naturkatastrophen der Menschheit von der Antike bis in die Gegenwart: von gewaltigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen, von riesigen Sturmfluten und Zyklonen, denen die Menschheit offenbar ebenso schutzlos ausgeliefert ist wie Hungersnöten und verheerenden Epidemien.
Otto nimmt den Leser mit auf eine aufregende Entdeckungsreise zu den Naturgewalten und Geheimnissen der Erde vom Untergang von Atlantis über das berühmte Erdbeben von Lissabon bis hin zu den mysteriösen Schwarzen Löchern. Gibt es denn über uns keinen Himmel, der uns beschützt? Dieses Buch beschreibt, was die Unglücke für die jeweils betroffenen Zivilisationen bedeuteten; wie manche untergingen und andere sich wieder aufrichteten. Ein gut lesbares, erschütterndes Kaleido- skop über Leid und Elend und die schreckliche Ohnmacht des Menschen. Otto beschreibt eine grausame Realität, die alle erfundenen Szenarien übertrifft.

Dieses Buch handelt nicht nur von Naturkatastrophen, sondern hält sich an die Definition: Unglück von sehr großem Ausmaß. In chronologische Kapitel unter- teilt, beginnt es mit einem knappen Überblick vorchristlicher Katastrophen.
Je näher zur Gegenwart, desto ausführlicher werden die Inhalte. Aufschlussreich ist das Kapitel über die Auswirkungen der Pest – oft wüteteten aber auch Pocken, Typhus oder Masern. Epidemien richten zwar kaum materielle Schäden an, die Folgen sind durch Massensterben unvorstellbaren Ausmaßes jedoch verheerend. Anfang des 18. Jhdts. wütet in England der Great Storm eine ganze Woche lang, zerstört 700 Schiffe und inspiriert Daniel Defoe zu seinen Romanen Der Sturm und Robinson Crusoe. Durch Europas größtes Erdbeben, die folgende Flutwelle und ausbrechende Brände, fällt Allerheiligen 1755 ganz Lissabon in Schutt und Asche. Unzählige Kunstschätze, Bilder von Tizian und Rubens und wertvolle Bücher gehen verloren. Rund 60 000 Menschen sterben. Vulkanausbrüche in Indonesien machen 1815 in Europa und den USA den Sommer zum Winter und verursachen Hungersnöte. Große Katastrophen waren nicht also immer so weit entfernt, wie uns das heute manchmal erscheint.

Was dieses Buch deutlich zeigt, ist, wie trügerisch die empfundene Sicherheit ist. Offenbar kann der Mensch nicht in ständiger Angst leben und verdrängt diese Gefahren. Man wird schon ein bißchen demütig, wenn man bedenkt, wie sicher wir in Österreich leben, wo wenig Bedrohung durch Erdbeben und Flutwellen herrscht.

Über den Autor:
Hans-Dieter Otto, geboren 1937 in Berlin, Jurist und Sachbuchautor, lebt in Ahrensburg. Sein Lexikon der Justizirrtümer (2003) wurde ein Bestseller, es folgten Im Namen des Irrtums: Fehlurteile in Mordprozessen (2006), Lexikon ungesühnter Morde (2007). Sein Steckenpferd, die Kriegsgeschichte, fand Niederschlag u.a. in Verpasste Siege. Tragische Niederlagen der österreichischen Kriegsgeschichte (2012).

Details zum Buch:
Residenz Verlag
2015, Hardcover,
8 Seiten Bildteil, 216 Seiten
19,90 €
ISBN: 978-3-7017-3321-7

Gerlinde Götz

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