Lass die Sonne scheinen

Der wilde Junge Sesé erlebt seine Jugend. Er wohnt bei seinem Patenonkel in Brasilien, erhält eine gute Ausbildung, lässt seiner Phantasie freien Lauf, ist sportlich sehr aktiv und spielt Streiche. Ihm scheint es gut zu gehen, doch er ist nicht sonderlich zufrieden mit seinem Leben. Er fühlt sich nicht ernst genommen und auch nicht geliebt. Sesé möchte Liebe spüren und die Sonne in sein Herz lassen. Angesichts dessen erfindet er die Cururu-Kröte, die in seinem Innersten wohnt, und Maurice, einen Schauspieler, dem er alles anvertrauen kann.

Während dem Leser der Protagonist mit seiner erstaunlichen Erwachsenheit und besonderen Art ans Herz wächst, erfährt man viel über das Leben und Leid in Brasilien. Der Autor schreibt sehr feinfühlig und ehrlich. Das Werk lässt sich gut lesen.

„Lass die Sonne scheinen“ ist der zweite Roman einer Trilogie des berühmten brasilianischen Autors José Mauro de Vasconcelos. Nachdem im ersten Teil seine Kindheit im Vordergrund steht, verarbeitet der Autor in diesem Werk seine schwierige Jugend. Den ersten Band muss man übrigens nicht gelesen haben, um den zweiten zu verstehen.
Nach den drei Teilen des Buches (Maurice und ich, Zeit für den Teufel, Meine Cururu-Kröte) gibt es einen Anhang mit Anmerkungen zu Leben und Werk des Autors und einen Essay.

Über den Autor:

José Mauro de Vasconcelos wurde am 26. Februar 1920 in Bangu, Rio de Janeiro als elftes Kind einer sehr armen Familie geboren. Seine Kindheit ver­brachte er bei Verwandten in Natal. Er lernte allein lesen und gewann bereits mit neun Jahren Schwimmwettkämp­fe. Aufgrund seines unruhigen Geistes versuchte Vasconcelos sich in verschie­denen Studiengängen, studierte zwei Jahre Medizin, begann ein Design-­, Jus-­ und Philosophiestudium. Sein Leben war sehr intensiv – er arbeitete als Fischer, Lehrer, Model für Künstler, Tänzer, Kellner sowie als Kino-­, Theater-­ und Fernsehschauspieler. Er gehörte im 20. Jahrhundert zu den wenigen brasilianischen Schriftstellern, die von ihrem Werk leben konnten. Vasconcelos starb am 24. Juni 1984 in São Paulo.

Details zum Buch:

Verlag Urachhaus
304 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
1. Auflage 2020
ISBN 978-3-8251-5206-2

Eure Sonja

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