
Wenn so ein weiser Mann wie Jostein Gaarder seinen Enkeln einen Brief schreibt, gibt es viel Interessantes zu lesen. Der Autor macht sich Gedanken über die Entstehung des Universums, des Lebens und schließlich des Menschen. Kann es sein, dass es in einem anderen Sonnensystem Leben gibt? Wie würde ein Dialog mit diesen Unbekannten aussehen?
Dabei gibt der Autor keine Antworten vor, sondern lädt die Leserschaft dazu ein , selbst über die großen Fragen des Lebens nachzudenken. Er gibt seinen Enkel*innen Hilfestellungen und bittet sie zu berichten, wie die Welt ausschauen wird, wenn er schon lange tot ist.
Er stellt sich auch die Frage, wie es überhaupt möglich ist, dass wir existieren. Dabei erklärt er, welche Rolle Evolution und Zufall bei der Entwicklung des Lebens spielen. Das Buch animiert dazu, über die eigene Existenz und darüber nachzudenken, wie außergewöhnlich es ist, überhaupt auf der Welt zu sein.
Aber Jostein Gaarder kann auch über das kleine Besondere berichten und nachdenken. So erfreut er sich beim Wandern über die Blumen, Berge und die gesamte Natur. Er schwärmt von der Ruhe, atmet bewusst die kalte Luft ein und hält mit geschlossenen Augen inne.
Das Buch ist insgesamt recht ruhig geschrieben. Es lebt von spannenden Fragen, nicht von Spannung. Ich kann dieses Kinderbuch allen interessierten Jugendlichen weiterempfehlen, da es sehr faszinierend und lesenswert ist.
Über den Autor
Jostein Gaarder, 1952 in Norwegen geboren, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften. Er war lange Philosophielehrer und lebt heute als freier Schriftsteller in Oslo. Sein Roman »Sofies Welt« (1993) wurde in über 50 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen von ihm »Ein treuer Freund« (Roman, 2017), »Genau richtig« (2019) und »Ist es nicht ein Wunder, dass es uns gibt? Eine Lebensphilosophie« (2023).
Über das Buch
Verlag: Hanser Literaturverlage
Umfang: 160 Seiten
Festeinband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-446-27714-4
Übersetzt aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Eure Sonja
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