
Mira ist Astronautin und fliegt durchs Weltall. Sie fühlt sich alleine, doch wenn sie malt, ist sie zufrieden. Manchmal fühlt sie sich aber überfordert und nicht verstanden. Ähnlich ergeht es Tim. Er liebt das Weltall, aber es ist alles so schrecklich durcheinander und es kann ständig etwas Unerwartetes passieren. Er bringt die Planeten in eine bestimmte Reihenfolge, er strukturiert seinen Tag. So mag er es. Das gibt Tim Sicherheit. Zaras Raumschiff fliegt plötzlich durch einen Meteoritenhagel. Für sie ist es zu laut und unheimlich. Sie holt tief Luft, schließt die Augen und denkt sich weg. Schon geht es Zara besser.
Wir treffen noch viele Astronautenkinder. Jedes ist anders. Jedes ist einzigartig. Wichtig ist, dies zu akzeptieren und zu lernen, was einem guttut.
Dieses Kinderbuch beschreibt auf einfache Weise Kinder mit Neurodiversität, einer Erkrankung, die immer häufiger diagnostiziert wird. Daher wird es immer wichtiger das Verhalten und die Bedürfnisse von neurodiversen Kindern zu verstehen und ihnen zu helfen. Empfohlen wird dieses Bilderbuch ab 4 Jahren. Das mag zwar so sein, aber ich denke es braucht noch viele weitere Erklärungen durch Erwachsene, um diese Thematik wirklich zu verstehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es für weniger Kundige gut wäre, weiterführende Informationen zum Thema Neurodiversität, ADHS, Autismus,… im Buch anzuführen. Dennoch ist es ein sehr empfehlenswertes Werk und eine großartige Leistung diese komplexe Erkrankung kleinkindgerecht in einer Geschichte aufzubereiten.
Über die Autorin Anna Taube:
Anna Taube, *1976 in Mainz, schreibt und übersetzt seit über zehn Jahren Kinderbücher für verschiedene namhafte Kinder- und Jugendbuchverlage, darunter für arsEdition das poetische Bilderbuch „Mama“ von Hélène Delforge und Quentin Gréban. Mit ihren Übersetzungen war sie bereits mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Bevor sie sich selbständig machte, hat Anna Taube als Kinderbuchlektorin gearbeitet. Die Ideen zu ihren Geschichten findet sie in ihrem eigenen Familienalltag: Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen umgeben von viel Natur im idyllischen Bad Rodach.
Über die Illustratorin Natascha Berger:
„Das klingt nach einem Kinderbuch.“ Diesen Satz sagt Natascha Berger wahrscheinlich öfter als „Hallo“. Sie liebt es, fantastische Geschichten zu erzählen und neue Welten zu erschaffen. Außerdem hat sie ein besonderes Interesse an Projekten, die Inklusion und Verständnis fördern. Nach ihrem Designstudium mit Schwerpunkt Illustration in Münster, lebt und arbeitet Natascha Berger nun in der Nähe von Wien. Die Astronautenkinder entstanden ursprünglich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit.
Über das Buch:
Verlag: ars Edition, München
Hardcover, 48 Seiten
ISBN: 978-3-8458-4877-8
Eure Sonja
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