Eine Sehnsucht nach morgen

Eva Völler

Überstürzt kehrt Bärbel nach ihrem Medizinstudium und ihrer ersten Stelle in Hamburg in ihre Heimatstadt Essen zurück, wo sie in den Armen ihrer Familie Trost findet. Nachdem ihr Freund und Arztkollege sie betrogen hat, sucht sie sich in Essen eine neue Stelle und kehrt vorübergehend- und sehr zur Freude ihrer Familie- in ihr Elternhaus zurück. Ihre Schwester Inge und deren Mann Johannes, Bärbels kleiner Bruder Jakob und ihr Vater sowie Clärchen, die den Haushalt schmeißt: alle freuen sich über Bärbels Rückkehr. Und auch Nachbar Klaus kann die gegenseitige Anziehung zwischen ihm und seiner Jugendliebe nicht leugnen…

Doch der hat zur Zeit ganz andere Probleme: die Ehe mit Annette scheint zu scheitern, nur die gemeinsame kleine Tochter liegt Klaus noch am Herzen. Und auch im öffentlichen Leben und in der Welt geht es drunter und drüber. Es ist die Zeit der Studentenbewegung, vom Arbeitskampf und der Flowerpowerbewegung: 1968 ist ein turbulentes Jahr, in dem es auch Bärbel bewusst wird, welch Ungleichgewicht es in der Behandlung von Männern und Frauen gibt und dass Ungerechtigkeit und Bevormundung der Frauen an der Tagesordnung sind. Doch Bärbel kämpft sich durch, sie lebt ihr eigenes Leben und reibt sich in ihrem Beruf als Chirurgin auf. Nur die Liebe grätscht ihr zwischendurch in ihre Lebensplanung, denn auch sie konnte Klaus nie ganz aus ihrem Herzen verbannen.

Das spannende Finale der Ruhrpott-Saga zeigt sehr bildhaft und anschaulich das Deutschland der 60er Jahre. Das turbulente Familienleben spiegelt auch die politischen Ereignisse wider und lässt den Leser sich öfters wundern, was vor 50 Jahren noch alles als normale Realität galt. Ich habe die beiden Vorgängerbände zwar nicht gelesen, bin aber trotzdem sofort in die Familiengeschichte eingestiegen und da auch hängengeblieben, denn abgesehen von diversen Liebesgeschichten waren es die interessanten Einblicke in die damalige Gesellschaftsordnung, die ich sehr interessant und spannend gefunden habe!

Über die Autorin:

Eva Völler wuchs am Rande des Kohlenpotts auf und verdiente sich als Juristin ihre Brötchen, bevor sie ihr Hobby zum Beruf machte und Schriftstellerin wurde.

Details zum Buch:

2021

Bastei Lübbe

ISBN 978-3-7857-2742-3

Bettina Armandola

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