Der kleine Professor

Der kleine ProfessorVan Bo Le-Mentzel

Der kleine Professor

 

„34 Dinge, die mich mein Sohn über das Leben, die Liebe und die Welt gelehrt hat“: so lautet der Untertitel dieses kleinen Büchleins von Van Bo Le-Mentzel, geboren in Laos und aufgewachsen in Deutschland. Als ihm seine Frau mitteilt, dass sie schwanger ist, tun sich für den werdenden Vater ganz neue Blickwinkel in der Betrachtung des Lebens auf.

Von der Wohnungsfrage bis zur Einsicht, dass sich Kreativität und Sinn nicht mögen- viele Lebensthemen bekommen nun eine ganz andere Gewichtung. Der werdende und junge Vater erkennt, was er alles von dem kleinen Wesen, das seine unbedingte Liebe und sein Vertrauen fordert, lernen kann.

Große und kleine Lektionen eröffnen dem Autor eine neue Sicht auf viele Dinge des Lebens. Er erkennt verblüffende Zusammenhänge der Evolution und Wahrheiten wie „Perfektion lockt Stillstand an“. Diese Einsichten entwickelt Van Bo Le-Mentzel weiter und erschliesst sich und uns eine ganz neue Blickweise auf die existenziellen Fragen unseres Daseins, die sich alle in dem kleinen Bündel Mensch manifestieren, das das Leben seiner Eltern neu definiert.

Die philosophischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen, die in diesem Buch auftauchen, werden ohne erhobenen Zeigefinger beantwortet. Immer steht das Wunder des Lebens im Mittelpunkt und das anhaltende Bemühen, zu verstehen, zu hinterfragen und sehr viel öfter noch: einfach nur den Moment zu geniessen! Ein wirklich schönes kleines Buch, das auch Nicht- Eltern inspiriert!

 

Über den Autor:

Van Bo Le-Mentzel wurde 1977 in Laos geboren, kam mit seinen Eltern 1979 nach Deutschland und wuchs in Berlin-Wedding auf. Er war Rapper und Graffiti-Künstler und studierte Architektur. Bekannt wurde er durch die Entwicklung von Hartz-IV-Möbeln zum Selbstbauen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

 

Details zum Buch:

2016

Ecowin Verlag

ISBN 978-3-7110-0103-0

 

Bettina Armandola

Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

Die wundersamen KofferTimothée de Fombelle

Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

 

Es ist die fantastische Reise durch verschiedene Welten und Zeiten, die nur ein Ziel und einen Inhalt hat: die Liebe.

Die Suche nach der verlorenen großen Liebe führt Monsieur Perle vom Paris der Dreißigerjahre bis in die Jetztzeit. Aus der Feenwelt verbannt, darf sich Joshua Perles (der eigentlich Ilian heißt) Liebe nicht zu erkennen geben. Dennoch gibt Monsieur Perle die Suche nach einem Weg zurück nicht auf…

Dieses Jugendbuch ist nicht nur für junge Leser eine Herausforderung, sondern spricht auch die poetische, fantastische Ader erwachsener Leser an, die es nicht verlernt haben, hinter der oft harten Realität das Wunder zu entdecken. Es ist ein Buch mit einer ganz eigenen verträumten Sprache, die vieles nur andeutet und dadurch der Fantasie Platz gibt. Ein anspruchsvoller Roman für alle, die an die Liebe glauben!

 

Über den Autor:

Timothée de Fombelle wurde 1973 geboren und lebt in Paris. Nach seinem Studium unterrichtete er Literaturwissenschaft in Paris und Vietnam. Für seine Jugendbücher ehielt der Autor bereits zahlreiche Preise.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2017

Gerstenberg Verlag

ISBN 978-3-8369-5879-0

 

Bettina Armandola

Der Leuchtturm

Der LeuchtturmPaolo Rumiz

Der Leuchtturm

 

Eine einsame Insel im Mittelmeer, ein Leuchtturm und zwei Leuchtturmwärter: dorthin verschlägt es den Reiseschriftsteller Paolo Rumiz.

„Eine Reise, bei der man sich nicht von der Stelle rührt, ist die schwierigste von allen, denn man hat keinen Ausweg, man ist allein mit sich, fällt Visionen anheim und lässt sich schnell, wie selbstverständlich, gehen.“ (S 16)

Der Schriftsteller erreicht die abgelegene Insel gerade noch, bevor Wind und Wellen ein Anlegen unmöglich machen. Drei Wochen verbringt Rumiz auf der Insel, lernt die Natur, den Inselesel und die verschiedenen Winde und Wetterlagen kennen. Der Aufenthalt wird zu einem existenziellen Erlebnis, zurückgeworfen auf sich selbst und ohne Ablenkung sinniert der Autor über die Rolle des Mittelmeers als Kulturraum und zentraler Platz der Geschichte nach. Konfrontiert mit den Naturgewalten wird der Mensch demütig und klein.

Dieses Buch ist vor allem eine Reise ins Selbsterkennen, ein Abenteuer im Kopf, eine Huldigung unserer Welt. Paolo Rumiz erzählt in poetischen Bildern von der Wiederentdeckung der Einsamkeit in einer Zeit, in der es sonst nur um die Eroberung von Neuem geht!

 

Über den Autor:

Paolo Rumiz wurde 1947 in Triest geboren. Er ist der erfolgreichste Reiseschriftsteller Italiens und berichtete für „La Repubblica“ über den Afghanistan- und Jugoslawienkrieg. Für sein journalistisches Engagement erhielt er zahlreiche Preise.

 

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2017

FOLIO Verlag

ISBN 978-3-85256-716-7

 

Bettina Armandola

 

Die Ruhe weg

Die Ruhe wegEva Sichelschmidt

Die Ruhe weg

 

Marlies steht knapp vor ihrem fünfzigsten Geburtstag. Gemeinsam mit ihrem Mann Till und den zwei Kindern Anni und Jan lebt sie am Prenzlauer Berg in Berlin. Sie schreibt Artikel für Magazine, geht ins Yoga und trifft sich mit ihrer besten Freundin in der Kneipe ums Eck.

Klingt alles ganz gut? Marlies stehts bis obenhin: Till ist Musiker und spielt ein paar Mal die Woche in einem Musicalorchester mit, ansonsten gibt er privat Gitarrenunterricht und besucht seine Therapeutin, um gegen seine Depressionen anzukämpfen. Wenn er tagsüber auf dem Sofa rumhängt, nervt sie das ebenso wie seine Spießigkeit.

Also beginnt Marlies eine Affäre mit dem Yogalehrer, um ihrem Leben wieder etwas Würze zu verleihen. Und dann bekommt sie auch noch ein tolles Jobangebot, das die Familie nach Rom führen soll. Nur: die Affäre fliegt auf, Ehemann und Sohn verbleiben in Berlin und Rom wird zum Desaster…

Dieses Buch beschreibt die langjährige Beziehung zwischen Mann und Frau ebenso scharfsichtig wie das Verlorengehen von Träumen, das Versanden des Lebens in der Mittelmäßigkeit. Es tut das allerdings mit viel Humor und Ironie, zeigt das Selbstmitleid ebenso auf wie den Zwang nach Selbstverwirklichung. Ernste Themen, mit beißendem Witz dargestellt, lassen den Leser über die eigenen Ansprüche ans Leben nachdenken: ein Buch, das unterhält und Futter fürs Gehirn ist!

 

Über die Autorin:

Eva Sichelschmidt wurde 1970 geboren und zog nach der Gesellenprüfung zur Damenschneiderin nach Berlin, wo sie sich mit einem eigenen Atelier selbständig machte. „Die Ruhe weg“ ist ihr erster Roman.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2017

Knaus Verlag

ISBN 978-3-8135-0742-3

 

Bettina Armandola

Cat Deal Die Kunst zu stehlen

Cat dealKate Frey

Cat Deal

Die Kunst zu stehlen

 

Bis jetzt hat „Cat“ sich neben der Schule und einem Teilzeitjob im Pub ihrer Tante in London den Ruf als beste Fassadenkletterin erarbeitet. Im Alleingang, begleitet nur von ihrer zahmen Ratte, haben ihre akribisch geplanten Diebstähle bis dato immer geklappt.

Doch dieses Mal geht etwas schief und um ihre Schulden an den Auftraggeber zurückzahlen zu können, nimmt die Sechzehnjährige das Angebot Lord Peters an, in seinem Team mitzuarbeiten. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, Raubkunst zurückzustehlen und den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.

Gemeinsam mit Asim, dem jungen Computerspezialisten und Lord Peter, entwendet Cat aus der Tate Modern ein Schwitters- Gemälde und ersetzt es durch eine Kopie. Dann aber erwartet das Mädchen eine neue Herausforderung: sie soll Lord Peter auf einen High-Society-Ball begleiten, wo eine Statue unrechtmäßig versteigert werden soll. Dafür aber muss sie sowohl an ihrem Outfit, als auch an ihrer Ausdrucksweise feilen…

Ein locker-flockig zu lesender Jugendroman mit einem toughen Mädchen in der Hauptrolle ist dieses Buch, das das Potential hat, seine Leser zu fesseln! Das Ende kommt ein bisschen abrupt, aber: Fortsetzung folgt!

 

Über die Autorin:

Kate Frey schrieb bereits als Kind Geschichten. Sie arbeitete als Journalistin und setzt sich für die Rechte von Mädchen und Frauen ein.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2017

Ueberreuter Verlag

ISBN 978-3-7641-7066-0

 

Bettina Armandola

Young Sherlock Holmes Tödliche Geheimnisse

Young SherlockAndrew Lane

Young Sherlock Holmes

Tödliche Geheimnisse

 

Der junge Sherlock Holmes wird von seinem Bruder Mycroft nach Oxford geschickt, wo er auf sein Universitätsstudium vorbereitet werden soll, unter anderem durch private Stunden mit dem Dozenten Charles Lutwidge Dodgson, der unter dem Pseudonym Lewis Carroll „Alice im Wunderland“ verfasst hat. Doch neben den Logiktutorien bekommt Sherlock noch viel mehr Möglichkeiten, seinen scharfen Verstand zu trainieren.

So verschwinden seit einiger Zeit Leichenteile aus den Obduktionssälen der Medizinischen Universität und dann gibt es da ein unheimliches Haus mit noch unheimlicheren Bewohnern…

Unterstützt von seinem Freund Matty, der ihn mit seinem Schleppkahn nach Oxford begeleitet hat, muss sich Sherlock anstrengen, um hinter des Rätsels Lösung zu kommen. Doch kaum hat er das Geheimnis des seltsamen Bewohners vom unheimlichen Haus durchschaut, bekommt er einen neuen Auftrag, der ihn und seinen Freund in große Gefahren stürzt…

Der siebte Band der „Young Sherlock Holmes“- Reihe ist ebenso gut erzählt und spannend wie seine Vorgänger und zeigt uns das Leben des künftigen weltberühmten Detektivs als Jugendlicher, der bereits alle Voraussetzungen für seine spätere Karriere in sich trägt. Kurzweilig und humorvoll wachsen uns sowohl Sherlock als auch sein Bruder Mycroft sowie andere seltsame Vögel ans Herz!

 

Über den Autor:

Andrew Lane hat bereits mehr als zwanzig Bücher verfasst, darunter auch Romane zu bekannten TV- Serien wie „Doctor Who“ und „Torchwood“. Der Autor lebt mit seiner Familie in Dorset.

 

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2016

S. Fischer Verlag

ISBN 978-3-596-03224-2

 

Bettina Armandola

Kein anderes Meer

Kein anderes MeerEdwidge Danticat

Kein anderes Meer

 

Auf Haiti verschwindet am Abend ihres siebten Geburtstags die kleine Claire. Ihr Vater, der arme Fischer Nozias, möchte sie in die Obhut der reichen Tuchhändlerin Gaelle geben, doch plötzlich ist die Kleine nicht auffindbar.

Gaelle, deren Ehemann ermordet wurde und deren Tochter bei einem Unfall ums Leben gekommen war, wollte die Kleine, deren Mutter bei ihrer Geburt starb, zuerst nicht bei sich aufnehmen, doch jetzt ist sie dazu bereit. Nur Claire ist verschwunden…

Die Stadt Ville Rose bildet die wunderschöne, aber ärmliche Kulisse für viele traurige Schicksale und deren mehr oder weniger glücklosen Bewohner. Neben der kleinen Familie des Fischers Nozias und der Tuchhändlerin, die mit ihren Verlusten hadert, lernen wir die Mitarbeiter einer Radiostation, Restaurantbetreiber und den Schulleiter samt seiner Familie kennen. All diese Personen haben mit ihrer Geschichte zu kämpfen und überleben doch trotz aller Schicksalsschläge.

In poetischen Bildern und einer eindringlichen Sprache taucht der Leser ab in eine fremde Welt und fühlt sich doch daheim: denn Unfälle, Liebe und Tod gehören zu jedem Leben dazu. „Claire of the Sea Light“, wie der Roman im Original heißt, ist eine wunderbare Erzählung über das Schicksal der Menschen von Ville Rose und eine Bereicherung für jede Bibliothek!

 

Über die Autorin:

Edwidge Danticat wurde 1969 in Port-au-Prince geboren und wuchs auf Haiti und in New York auf. Sie unterrichtete Creative Writing an der New York University und der University of Miami. Sie veröffentlichte zahreiche Romane und „Kein anderes Meer“ war 2014 ein „Notable Book of the Year“ der New York Times. Die Autorin lebt in Miami.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2017

Aufbau Verlag

ISBN 978-3-7466-3287-2

 

Bettina Armandola

 

Die Irren mit dem Messer

Die Irren mit dem MesserVerena Lugert

Die Irren mit dem Messer

 

Verena Lugert ist als erfolgreiche Journalist auf der ganzen Welt unterwegs. Mit neununddreißig fasst sie einen folgenschweren Entschluss und macht eine Turbo-Ausbildung zur Köchin am Londoner Institut der altehrwürdigen Kochschule „Le Cordon Bleu“. Mit diesem Basiswissen ausgestattet, wagt sie den Sprung in ein Restaurant des Sternekochs Gordon Ramsay, wo sie sich als Commis, das kleinste Rädchen in der Küchenhierarchie, bewirbt und tatsächlich aufgenommen wird.

Doch diese erste Hürde auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihres Traums, in einer Sterneküche zu kochen, entpuppt sich im Nachhinein als gar nichts im Vergleich zu den Herausforderungen, die nun auf die Küchennovizin zukommen…

Von dem rauen Ton und der Männerdominanz in der Küche des Londoner Restaurants abgesehen, in dem außer der obersten Instanz, dem Head Chef, Küchenchefin Hannah nur Männer arbeiten, muss Verena nun ihren Platz finden. Sie gibt sich selbst zwölf Wochen, doch dann erkennt sie, dass sie an sich selbst arbeiten muss, um sich in der Hierarchie einzufügen. Erst dann wird sie auch von den Kollegen, vom Team, akzeptiert.

Das Leben in den Küchen der haute cuisine ist ein Knochenjob: Arbeitstage mit bis zu 16 Stunden, Zeitdruck, psychischer Druck, gesundheitliche Probleme mit der Wirbelsäule, all das lernt die Autorin kennen. Aber sie ist infiziert von der Sucht des Kochens und dem ewigen Streben nach Perfektion, die den Köchen alles abverlangt.

„Die Irren mit dem Messer“ ist ein beeindruckender Bericht, der hinter die Kulissen der In-Restaurants blickt. Denn wer in der Spitzengastronomie arbeitet, ordnet sein gesamtes Leben dem Beruf unter. Das beschreibt Verena Lugert total authentisch und mitreissend und zeigt, was hinter den kreativen Gerichten für ein Riesenberg an Arbeit steckt! Spannend zu lesen und wirklich respekteinflößend, was Küchenmannschaften Tag für Tag vollbringen!

 

Über die Autorin:

Verena Lugert wurde 1973 geboren und studierte Literatur. Sie unterrichtete an den Universitäten von Kuala Lumpur und Shanghai und pendelte als Journalistin zwischen Bali und Hamburg. Nach einer Ausbildung an der Kochschule „Le Cordon Bleu“ begann sie mit Ende Dreißig in einem Restaurant des Celebrity-Kochs Gordon Ramsay in London zu arbeiten. „Die Irren mit dem Messer“ ist ihr erstes Buch.

 

Details zum Buch:

2017

Knaur Verlag

ISBN 978-3-426-21424-4

 

Bettina Armandola

Die Bucht am Rande der Zeit

Die Bucht am Rande der ZeitAljoscha Long

Ronald Schweppe

Die Bucht am Rande der Zeit

 

Emily ist vierzehn und weiß, sie ist todkrank. Sie reist mit ihrer Mutter, die es noch nicht übers Herz gebracht hat, sie über ihre Krankheit aufzuklären, auf eine Südseeinsel.

Wut, Trauer und Angst dominieren die Gefühle und Gedanken des Mädchens, als sie auf einer ihrer Wanderungen in einer abgelegenen Bucht auf einen Delfin trifft. Vadanti kommuniziert mit ihr und klärt sie über die Geheimnisse des Lebens auf, er nimmt ihr mit der Zeit die Angst und lehrt sie, mit ihren Gefühlen umzugehen.

Den Moment zu genießen mit allen Sinnen und zu erkennen, dass sie selbst nicht nur das Buch, sondern auch die Geschichte ist, die unzerstörbar ist, hilft dem Mädchen, mit der Situation und sich selbst ins Reine zu kommen und sich auch mit ihrer Mutter auszusprechen. Die Gewissheit, Eins mit dem Universum zu sein, erleichtert Emily den Übergang zwischen den zwei Welten…

Diese Parabel über den Sinn des Lebens lehrt nicht nur Emily, was wichtig ist, sondern gibt auch dem Leser viel Stoff zum Nachdenken. Gerade heute ein, wie ich glaube, wichtiger Anstoß, über den Grund unseres Daseins nachzudenken und sich in der Vorweihnachtszeit nicht von Konsumwahn und Ängsten überrollen zu lassen! Ein schönes kleines Buch mit viel Inhalt!

 

Über die Auroten:

Aljoscha Long und Ronald Schweppe vermitteln ganzheitliche Lebenkunst auf gut verständliche Art und Weise. Aljoscha Long ist Psychologe, Komponist und Kampfkunstlehrer, Ronald Schweppe Orchestermusiker und Meditationslehrer.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2017

Kailash Verlag

ISBN 978-3-424-63133-3

 

Bettina Armandola

Schatz, ich geh zu Charlie!

Schatz, ich geh zu Charlie!Maryse Wolinski

Schatz, ich geh zu Charlie!

 

47 Jahre lang sind Maryse und Georges Wolinski verheiratet, als sich der Comiczeichner und Starkarikaturist am 7. Januar 2015 mit den Worten „Schatz, ich geh zu Charlie!“ von seiner Frau verabschiedet, um an der Redaktionssitzung der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ teilzunehmen.

Am Nachmittag wollen sich die beiden zu einer Wohnungsbesichtigung treffen, da sie aus ihrer alten Wohnung ausziehen müssen. Während die Journalistin Maryse Wolinski Termine wahrnimmt, während derer sie ihr Handy abgeschaltet hat, findet in der Redaktion von „Charlie Hebdo“ die Katastrophe statt, die die ganze Welt erschüttern wird…

Das Attentat des islamistischen Terrors fordert in der Redaktion zwölf Tote, darunter auch Georges Wolinski. Obwohl immer wieder Drohungen gegen die Karikaturisten eingegangen sind wegen ihrer Mohammed- Karikaturen, war der Polizeischutz heruntergefahren worden.

Als Maryse ihr Telefon wieder einschaltet, wundert sie sich über die zahlreichen entgangenen Anrufe. Es soll noch Stunden dauern, bis die schreckliche Ahnung Gewissheit wird: Georges ist ermordet worden!

Zorn, Trauer und Fassungslosigkeit halten Maryse nicht davon ab, die Ereignisse durch Zeugenaussagen und Beobachtungen zu rekonstruieren, sich mit den schrecklichen Taten zu konfrontieren und dabei doch auch die gemeinsamen glücklichen Zeiten Revue passieren zu lassen, an die sie auch durch die zahlreichen Post-it-Nachrichten ihres Mannes erinnert wird.

„Schatz, ich geh zu Charlie!“ ist ein berührendes Buch, das nach Erklärungen sucht und den vergeblichen Versuch, zu verstehen, was und wie die Dinge am 7.1.2015 geschehen konnten. Es ist die Erzählung einer starken kämpferischen Frau, die sich im Lauf ihrer Ehe weiterentwickelt und emanzipiert hat und die Kraft findet, die Fakten und Gefühle in Worte zu kleiden, die sie mit der Welt teilt!

 

Über die Autorin:

Maryse Wolinski ist Journalistin und Autorin. Ihr ermordeter Mann Georges Wolinski (1934 bis 2015) war Comiczeichner und Karikaturist zahlreicher französischer Zeitschriften.

 

Detials zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2017

Residenz Verlag

ISBN 978 3 7017 1678 4

 

Bettina Armandola