Glücklich ist, wer vergisst, dass hier alles kacke ist

Glücklich ist...Victoria Bindrum

Glücklich ist, wer vergisst, dass hier alles kacke ist

Anleitung für ein echt gutes Leben

 

„Das Glück ist ein Vogerl“- so heißt es in einem bekannten Lied: und tatsächlich haben wir alle schon erlebt, dass Glücksgefühle nicht ewig dauern. Das Leben und auch die Gefühle sind ständigen Veränderungen unterworfen und das ist auch gut so! Auch ich kenne das Gefühl, wenn etwas Negatives plötzlich wegfällt oder ein gestecktes Ziel erreicht ist: man ist glücklich! Doch mit der Zeit tritt der Gewöhnungseffekt ein und das Glücksgefühl lässt nach. Ich habe das schon oft nach Krankheiten beobachtet: wie herrlich ist es, wenn man das Bett wieder verlassen kann, man essen kann, ohne dass einem übel wird- doch nach wenigen Tagen weiß man diesen Zustand schon wieder nicht mehr so bewusst zu schätzen!

Wir sollten uns von dem landläufigen Begriff des Glücks lösen! So das Credo der Autorin. In zwei großen Kapiteln, „Warum es das Glück nicht gibt“ und „Wie sie das Leben neu entdecken“ erklärt uns Victoria Bindrum die Ursachen unserer Jagd nach dem Glück.

„Der Grund, warum wir das Glück überhaupt suchen, ist, dass wir nicht wissen, wie wir mit diesen Nicht-Schokoladenseiten umgehen sollen….Wir können diese Hoffnung auf das Glück nur aufgeben, wenn wir unserer Fähigkeit vertrauen, die Nicht-Schokoladenseiten des Lebens meistern zu können. Genau um die Entdeckung dieser Fähigkeit wird es deshalb hier gehen.“ (S123)

Mit leichter Hand, Charme und Witz präsentiert uns die studierte Psychologin ihre „Anleitung für ein echt gutes Leben“- eine Lektüre, die uns schmunzeln, aber auch über unser eigenes Leben nachdenken lässt und uns so manche Einsicht beschert!

 

Über die Autorin:

Victoria Bindrum wurde 1987 geboren. Sie ist Diplom-Psychologin und forscht über Faktoren des Wohlbefindens. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin und schreibt unter ihrem Mädchennamen Romane.

 

Details zum Buch:

2019

Bastei Lübbe AG

ISBN 978-3-404-61044-0

 

Bettina Armandola

Liebende

LiebendeJeong Ho-seung

Liebende

Eine poetische Fabel über die unermessliche Kraft verbundener Herzen

 

Am First des buddhistischen Tempels Unju-sa hängen zwei Karpfen als Windspiele. Blauperlenauge und Schwarzperlenauge lassen ihre Tempelglöckchen im Wind spielen und spenden so den Menschen Mut und Freude.

Nach Jahren wird Blauperlenauge unzufrieden: ist es normal, dass die Liebe zwischen Schwarzperlenauge und Blauperlenauge zur Gewohnheit geworden ist und die Euphorie, der Überschwang der Gefühle nicht mehr da ist? Damit will sich der Fisch nicht abfinden und wie durch ein Wunder werden seine Flossen zu Flügeln, Blauperlenauge verlässt das Kloster und zieht in die weite Welt auf der Suche nach seinem Seelenverwandten…

Doch die Welt da draußen birgt nicht nur Begegnungen mit liebevollen Kreaturen, auch tödlichen Gefahren sieht sich der fliegende Fisch bald ausgesetzt. Er muss erst lernen, was die Essenz des Lebens und seine Bestimmung ist: zu lieben im Hier und Jetzt und dass es verschiedene Formen der Liebe gibt, bevor er sich mit sich selbst und seinem Leben aussöhnen kann.

Diese poetische Fabel ist ein Gleichnis über die Verbundenheit Seelenverwandter und transportiert die buddhistische Lehre auf wunderbare Art und Weise. Eine kleine Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken gibt, was wir in Beziehungen, von anderen, von uns selbst, vom Leben erwarten und dass auch der Tod Teil dieses unseren Lebens ist. Der gemeinsame Nenner von allem jedoch ist die Liebe- und das führt uns dieses Büchlein mit kleinen Illustrationen und klaren Worten vor Augen!

 

Über den Autor:

Jeon Ho-seung wurde 1950 in Südkorea geboren und ist einer der bekanntesten Dichter seines Landes. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, sein Roman „Liebende“ wurde über zwei Millionen Mal verkauft.

 

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2019

O.W.Barth Verlag

ISBN 978-3-426-29294-5

 

Bettina Armandola

 

 

 

Wenn ich dir nahe bin

Wenn ich dir nahe binJen Gilroy

Wenn ich dir nahe bin

 

Die 39-jährige Mia erholt sich von der Scheidung von ihrem Mann und möchte am Firefly Lake mit ihren beiden halbwüchsigen Töchtern ein neues Leben beginnen. Ihr guter Freund Nick, den sie schon aus früheren Teenagersommern kennt und in den sie heimlich verliebt war, ist ihr eine große Unterstützung.

Nick, der selbst gerade an einer gescheiterten Beziehung knabbert und sich um seine eben vom Krebs genesenen Mutter sorgt, engagiert Mia zur Unterstützung seiner Mom. Obwohl sowohl Mia als auch Nick sich bald eingestehen müssen, dass ihre Gefühle keine rein freundschaftlichen sind, haben beide zu viele Verletzungen in ihrem bisherigen Leben erfahren, um sich dem anderen vorbehaltlos zu öffnen…

An nebligen Novembertagen eignet sich dieser Liebesroman besonders gut, um dem grauen Alltag zu entfliehen. Wie üblich, ist das Ende mehr als vorhersehbar, aber das nimmt der wahre Lovestory-Fan wohl in Kauf. Und so ist „Wenn ich dir nahe bin“ für Genrefreunde der Garant für ein paar gemütlich dahinplätschernde Lesestunden!

 

Über den Autor:

Jen Gilroy wuchs in Westkanada auf. Mit Mann und Tochter lebt die Autorin nach Jahren in England jetzt wieder in Kanada. „Wenn ich dir nahe bin“ ist Teil ihrer Firefly-Lake-Serie.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2019

Penguin Verlag

ISBN 978-3-328-10414-8

 

Bettina Armandola

Mein wunderbares Bücherboot

Mein wunderbares BücherbootSarah Henshaw

Übersetzung von Janine Malz

Mein wunderbares Bücherboot

 

Die junge Sarah war schon immer Fan eines unkonventionellen Lebensstils, der nicht allzuviel mit der oft zitierten Vernunft zu tun hatte. Deshalb wird der Plan der Bücherliebhaberin, mit einer schwimmendem Buchgeschäft Furore zu machen, von den Banken mit ungläubiger Ablehnung bedacht. Dank familiärer Hilfe und der Unterstützung durch ihren Freund Stu kauft Sarah jedoch das Narrowboat Joseph, bestückt es nach der Renovierung mit Büchern und hofft, dass „The book barge“ ein Erfolg wird…

Nach anfänglichen Erfolgen (was gerade in Großbritannien schwierig ist, gibt es dort doch keine Preisbindung für Bücher) wird die Lage bald prekär- denn viele Leute sind zwar vom Ambiente des Bücherboots angetan, kaufen aber lieber preiswerter bei großen Ketten oder im Onlinehandel.

So beschliesst Sarah, ihren Fixplatz zu verlassen und mit ihrem Boot auf Englands Kanälen loszuschippern. Inspiration holt sie sich immer wieder aus ihren Lieblingsbüchern, die sie oft schon seit ihren Kindertagen begleiten. Die Reise allerdings erweist sich bald als Herausforderung: die Bewältigung der Schleusen durch eine Einzelperson oder die prekäre finanzielle Lage, die Sarah bald auf die Idee bringt, Bücher gegen Essen, eine Dusche oder einen trockenen Schlafplatz zu tauschen- all das macht ihr die Reise nicht eben leicht. Und trotzdem ist sie eine Bereicherung für die junge Frau!

Dieses Buch ist ein richtiger „On the road“- Roman, wenngleich sich die Straßen in diesem Fall auf dem Wasser befinden: wunderbare Begegnungen, Gefahren und der Kampf ums Überleben sind die Zutaten zu dieser sehr persönlichen Story, in der man die Liebe der Autorin zur Literatur und der Eigenständigkeit auf jeder Seite spürt! Ein Wagnis, das inspiriert, seinen eigenen Weg zu gehen- das transportiert dieses sehr gelungene und ehrliche, aber auch witzige Buch!

 

Über die Autorin:

Sarah Henshaw war als Journalistin tätig, bevor sie sich mit der „Book Barge“ 2009 ihren Traum verwirklichte. Mit der schwimmenden Buchhandlung schipperte sie durch Großbritannien. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Frankreich, wo sie das Bücherboot neu eröffnen will.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2018

Eden Books

ISBN 978-3-95910-181-3

 

Bettina Armandola

 

 

 

 

Der Schweizer Expressionismus

Meier_Expressionismus_Bd_1_Bezug_14.inddChristian J. Meier

Der Schweizer Expressionismus

 

Der Verfasser dieser umfassenden Bände zum Thema „Schweizer Expressionismus“ setzt sich mit der Frage auseinander, ob es einen helvetischen Expressionismus gibt und inwiefern er sich analysieren und kunstwissenschaftlich untersuchen lässt. Die Fragestellung und noch viel mehr die Beantwortung dieser Frage, die auch den Einfluss nationaler Identitäten auf eine Kunstbewegung untersucht, ist kompliziert. Ganz besonders für den kunstinteressierten Laien, der Mühe hat, den theoretischen Ausführungen des Autors zu folgen. Die Einordnung der Künstler und ihrer Kunstwerke in die Kategorien nationaler und transnationaler Avantgarden lässt sich für mich noch am ehesten nachvollziehen, wenn ich gleichzeitig zum theoretischen Band 1, der rein die Dissertation Christian J. Meiers beinhaltet, auch den Band 2 hinzuziehe und mir die dort versammelten Kunstwerke ansehe.

Aber auch wer nicht Kunstgeschichte studiert hat, kann an diesem Werk- vor allem mit dem Band 2- Freude haben. Denn hier sehen wir für die damalige Zeit innovative, aufmüpfige Kunst von Malern wie Hans Arp, Ignaz Epper, Otto Morach oder Albert Müller. Die zwischen 1910 und 1930 entstandenen Gemälde faszinieren mich vor allem durch die intensive Farbgestaltung und die Abstraktion durch die kubistischen Elemente, die in der Entwicklung zahlreicher Künstler zu entdecken sind.

Eine sehr herausfordernde Lektüre und ein wunderbarer Bildband- so lässt sich für mich die höchst interessante zweibändige Ausgabe „Der Schweizer Expressionismus“ zusammenfassen!

 

Details zu den Büchern:

2019

Scheidegger & Spiess

ISBN 978-3-85881-624-5

 

Bettina Armandola

So sieht es also aus wenn ein Glühwürmchen stirbt

So sieht es also aus...Maike Voß

So sieht es also aus wenn ein Glühwürmchen stirbt

 

Die 20jährige Viola und der gleichaltrige Leon sind beste Freunde- bis zu der einen Nacht, die ihre Beziehung verändert. Leon hat Viola schon lange geliebt und nun erkennt auch sie, dass es da mehr Gefühle gibt, als sie wahrhaben wollte. Doch ihre traumatischen Erfahrungen mit ihren ersten Beziehungen lassen sie nach der Nacht bei Leon die Flucht ergreifen. Leon versteht die Welt nicht mehr und will Viola unbedingt wiederfinden. Doch auch als die beiden aufeinandertreffen, ist nichts einfach.

Beide haben mit ihrer Vergangenheit, den Verletzungen und Ängsten zu kämpfen und versuchen, jeder auf seine Art, damit umzugehen. Viola beginnt eine (für sie) unverbindliche Beziehung zu einem Arbeitskollegen und Leon lässt sich in Gesellschaft von „Freunden“ gehen, konsumiert Alkohol und kifft. Erst als sie gegenseitig ihre Verletzungen erkennen, scheint einem Zusammenkommen der Weg geebnet…

Meine Zeit der ersten Liebe ist schon ein paar Jährchen vorbei und auch wenn ich mich erinnere, dass die Gefühle damals etwas viel Extremeres und Ausschließliches hatten, hat mich der Roman nicht so ganz überzeugt. Zu viel Theatralik und Komplikationen, die Hauptpersonen sind mir nicht sehr ans Herz gewachsen und das Liebesleid war mir manchmal schon zuviel! Vermutlich ist das aber auch der Tatsache geschuldet, dass ich nicht zum jungen Zielpublikum gehöre, das möglicherweise mehr Gefallen an dem Mix aus Liebe, Depressionen und Beziehungsstress findet!

 

Über die Autorin:

Maike Voß wurde 1995 in Hamburg geboren, ihre zweite Heimat ist London. Sie absolvierte die Technische Kunstschule in Hamburg. „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ ist ihr erster Roman.

 

Details zum Buch:

Originalausgabe 2019

bold, ein Imprint der dtv Verlagsgesellschaft

ISBN 978-3-423-79043-7

 

Bettina Armandola

 

Mord im Hotel Sacher

Mord im Hotel SacherBeate Maxian

Mord im Hotel Sacher

 

Die Journalistin und Hobbydetektivin mit Hang zu altem Brauchtum und Aberglauben, Sarah Pauli, nimmt mit ihrem Lebensgefährten und Chef, dem Herausgeber des Wiener Boten, David Gruber am Frühlingsfest des Hotels Sacher teil. Auch mit dabei sind ihr Bruder Chris und dessen Freundin Gabi. Das nette Beisammensein endet abrupt, als in der Damentoilette die Leiche der jungen Starkonditorin Iris gefunden wird…

Ihr On-off-Freund und Besitzer des Patisserie, in der Iris gearbeitet hat, war mit einer anderen Frau ebenso vor Ort. Dieser Maximilian Brücker wird bald zum Hauptverdächtigen in dem mysteriösen Fall, den Martin Stein, Chefinspektor der Wiener Kripo und mit Journalistin Sarah befreundet, zu lösen hat. Gut, dass Sarah bald mithilfe ihrer Freunde und Kollegen andere Theorien entwickelt, die zwar ebenso auf den Freundeskreis der Konditorin weisen, nicht aber zu Max Brücker.

Parallel zu dem aufsehenerregenden Mord im Sacher verschwindet auch ein Buchhalter einer großen Firma und bald stellt sich die Frage, was diese beiden Fälle miteinander zu tun haben! Tortenverzierungen bringen Sarah schließlich auf den richtigen Weg, der offenbar Bezug zu einem Investitionskonzept hat, das auf einem Pyramidensystem beruht.

Ein richtig angenehm zu lesender Krimi mit Wiener Flair und sympathischen Protagonisten! Das Richtige für herbstliche Leseabende bei einer Tasse heissen Tee!

 

Über die Autorin:

Beate Maxian ist Autorin, Dozentin und Journalistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Wien und Oberösterreich und ist Initiatorin und Organisatorin des ersten österreichischen Krimifestivals. „Mord im Hotel Sacher“ ist bereits der neunte Fall für Sarah Pauli.

 

Details zum Buch:

1.Auflage

März 2019

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-48782-0

 

Bettina Armandola

Königspark

KönigsparkPaul Ingendaay

Königspark

 

Besonders in der Nacht ist der Königspark in Madrid das Zentrum der käuflichen Liebe. Dort arbeiten Frauen, die nach Spanien gekommen sind, um ihre Familie daheim zu unterstützen oder für sich selbst eine besser Zukunft wollen als sie sie in den fernen Herkunftsländern hätten und die dann oft in die Gewalt von Männern geraten, die ihnen ihre Pässe und ihre Würde nehmen, um sie für sie Geld verdienen zu lassen.

Es ist im Grunde eine Form der Sklaverei, aber das macht dem Emporkömmling Rico Vargas, der auf seiner Finca die Mädchen wohnen lässt, die ihre „Schulden“ bei ihm durch Prostitution im Königspark abarbeiten müssen, keine schlaflosen Nächte. Seine Hüter „passen auf“, dass den Mädchen nichts passiert, in erster Linie aber, dass sie Geld machen. Die junge Nuria, kampfsporttrainiert, macht es sich zur Aufgabe, während der Nächte auf Hadeel, Erika, Fevo und die anderen aufzupassen- allerdings, ohne bei den Frauen Gewalt anzuwenden wie es die männlichen Hüter tun. Auch sie wird von Vargas bezahlt, der nicht ahnt, dass Nurias Schwester als Edelprostituierte in seinem Madrider Club arbeitet.

Als der junge Journalist Mateo sich des Themas der Versklavung der Frauen als Prostituierte im Königspark annimmt, kommt etwas ins Wanken und einige Personen müssen die selbstgewählte Rolle, die sie in ihrem Leben eingenommen haben, hinterfragen…

Sex, Macht, Liebe und Katholizismus- all das sind Bestandteile dieses Romans, der düster, spannend, traurig, aber niemals einseitig ist, lässt er doch alle Beteiligten zu Wort kommen und zeigt uns die Sehnsüchte und Ängste der Menschen auf. Eine intensive und vielschichtige Lektüre, die auf Schwarz-Weiss-Malerei verzichtet!

 

Über den Autor:

Paul Ingendaay wurde 1961 in Köln geboren und lebte 18 Jahre in Madrid. Der Kulturkorrespondent der FAZ und Schriftsteller war 2006 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Er lebt heute in Berlin.

 

Details zum Buch:

2019

Piper Verlag

ISBN 978-3-492-05719-6

 

Bettina Armandola

 

 

Leseparadiese

LeseparadieseRainer Moritz

Leseparadiese

Eine Liebeserklärung an die Buchhandlung

 

Auch im Zeitalter elektronischer Medien lesen die meisten Menschen noch herkömmliche Bücher: eine Erfahrung, die uns auch an die Kindheit erinnert, als wir heimlich unter der Bettdecke gelesen haben, weil wir unbedingt wissen wollten, wie das Buch ausgeht, auch wenn schon längst Schlafenszeit war. Und heute zeugen die Bücher in unseren Regalen von den Lesevorlieben unserer Vergangenheit.

Buchhandlungen nun sind der Ort der Sehnsucht für alle Leser und auch für den Autor Rainer Moritz, der von seinen eigenen Erinnerungen erzählt und ausgewählte Buchhändler und Buchhandlungen vorstellt, die ihn beeindruckt haben. Der Leiter des Hamburger Literaturhauses berichtet von Buchhandlungen in Wien, London oder Paris, die sich durch ihre besondere Architektur, Auswahl oder ihre Buchhändler auszeichnen. Tatsächlich ist das Buch eine Liebeserklärung an diese Leseparadiese, die inspirieren, verzaubern, zum Schmökern verführen!

Für uns Leser ist dieses Buch eine wirkliche Freude, können wir uns doch damit identifizieren und glücklich sein, dass es neben den Onlineriesen auch noch Geschäfte und Buchhändler gibt, die durch persönliche Vorlieben und Ansprüche eine Vorauswahl an Literatur treffen, die sich in ihrem Sortiment widerspiegelt, uns auf die nicht so ausgetretenen Pfade führt und uns Neues entdecken lässt! Die persönliche Beratung, der Geruch, die Fülle der Bücher, ein Ort der Sehnsucht- all das ist die Buchhandlung oder wie es Alberto Manguel sagt: es geben nicht die Bücher die Wirklichkeit wieder, sondern die Bücher erschaffen sie.

 

Details zum Buch:

2019

Sanssouci in der

Thiele & Brandstätter Verlag GmbH

ISBN 978-3-99056-049-5

 

Bettina Armandola

Alles für den Ruhm

Alles für den RuhmMaren Gilzer & Clemens Trischler

Alles für den Ruhm

Wie auch Du es schaffen kannst, prominent zu werden

 

Für alle, die davon träumen, sich im Blitzlichtgewitter über rote Teppiche zu bewegen, zu Promipartys eingeladen zu werden oder im Internet tausende Follower zu haben: in diesem Buch erzählt die aus dem TV bekannte Schauspielerin, Glücksradengel und Model  Maren Gilzer von ihrem Leben und was ihre Erfahrungen in der Glamourwelt von Reich und Schön sind.

Dass das Leben sogenannter Promis auch nicht nur aus Austern und Champagner besteht, war mir schon vor dem Lesen dieses Buches klar. Wie in allen Karrieren gibt es Ups und Downs, wenngleich es natürlich etwas anderes ist, sich im Showbizz hochzuarbeiten. Aber was macht einen Menschen bekannt, interessant und prominent?

Davon erzählt in erster Linie Maren Gilzer, doch auch ihr Co-Autor, einstiger It-Boy, Unternehmer und Künstlermanager Clemens Trischler steuert seine Erfahrungen bei. Besonders, wie Instrumente wie Instagram, Youtube und Co. sich heutzutage einsetzen lassen, um seine Popularität zu steigern oder als Influencer Geld zu verdienen.

Für mich entstand manchmal bei der Lektüre der Eindruck, dass es manchen Menschen offenbar nur darum geht, „berühmt“ zu werden- um jeden Preis und egal mit welcher Geschichte. Auch wenn Maren Gilzer betont, dass es ohne Talent und Glück nicht geht- bei Clemens Trischler hatte ich eher das Gefühl, es gehe nur ums Promisein um des Promiseinwillens. Interessant fand ich vor allem den Gastbeitrag von Philipp Ploner zum Thema Social Media, ansonsten habe ich festgestellt, dass ich ganz sicher keinerlei Ambitionen für den Red Carpet habe 😉

 

Über die Autoren:

Maren Gilzer ist deutscher TV- Star, Schauspielerin, Model und Moderatorin.

Clemens Trischler ist Autor, Unternehmer und Künstlermanager.

 

Details zum Buch:

2019

Goldegg Verlag

ISBN 978-3-99060-103-7

 

Bettina Armandola