Schwedische Märchen

Schwedische MärchenErik Gloßmann (Hg.)

Schwedische Märchen

 

Aus den verschiedensten Regionen Schwedens, von Ystad bis Lappland, finden Vorleser und Zuhörer in diesem Buch landestypische Märchen. Die Zutaten sind ähnlich wie bei unseren bekannten Märchen, aber es gibt hier auch Trolle, die ihr Unwesen treiben, etwas für Schweden Typisches.

Kurze und knackige Geschichten werden von längeren Märchen abgelöst, so ist für jede Aufmerksamkeitsspanne etwas dabei: gemütliche Leseabende vor dem Ofen oder kurze Leseeinheiten vor dem Schlafengehen. Wobei, hier gilt, wie bei allen Märchen, zuerst herauszufinden, wie gruselig oder blutig es jeweils zugeht. Denn hier finden sich menschenfressende Riesen ebenso wie kopflose Leichen, was dem Einschlafen nicht wirklich förderlich ist…

Parallelen finden sich in „Holzkäppchen“, das vergleichbar mit unserem Aschenputtel ist und auch dass der jüngste, von den älteren Geschwistern nicht für voll genommene, Bruder oft derjenige ist, der am Erfolgreichsten ist, kennen wir aus unseren Grimm- Märchen.

Auf der Reise durchs Märchenland Schweden lernen wir großteils Texte kennen, die noch nie oder seit 1848 nicht mehr ins Deutsche übertragen wurden. Sowohl für Liebhaber von Volksmärchen als auch für Neugierige bietet dieses Buch Lese- und Vorlesevergnügen!

 

Details zum Buch:

2014

Königsfurt- Urania

ISBN 978-3-86826-052-6

 

Bettina Armandola

Ein goldenes Zeitalter

Ein goldenes ZeitalterEin goldenes Zeitalter

 

Das 17. Jahrhundert, das „Gouden Eeuw“, ist das grosse Jahrhundert der niederländischen Kunst. Es hat Werke berühmter holländischer und flämischer Maler hervorgebracht.

Künstler wie Jan Brueghel (I), Adriaen Coorte oder Justus de Verwer haben uns wunderbare Gemälde hinterlassen, die bisher in einer privaten Sammlung vereint waren und nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Das Kunsthaus Zürich hat in diesem Bildband eine Auswahl an Werken getroffen, die einzeln vorgestellt, beschrieben und erklärt werden. In verschiedene Kapitel unterteilt, genießt der Betrachter große Gemälde zu den Themen „Jahreszeiten, Horizonte und Marinen“, „Blühen, Kriechen und Erlöschen“ oder „Andacht, Repräsentation und Alltag“.

So entdecken wir „Schiffe in rauer See“ von Cornelis Verbeeck, ein „Raucherstillleben mit Kugelbauchkrug“ von Jan Treck oder die „Blumen in Glasvase“ von Jan Pauwel Gillemans (I), das zu meinen Lieblingsbildern dieses herrlich gestalteten Bandes gehört.

„Ein goldenes Zeitalter“ bietet einen eindrucksvollen Querschnitt durch das Schaffen niederländischer Maler im 17. Jahrhundert und ist ein Genuss beim Durchblättern und Betrachten!

 

Details zum Buch:

2015 Zürcher Kunstgesellschaft/ Kunsthaus Zürich

Verlag Scheidegger & Spiess

ISBN 978-3-85881-489-0

 

Bettina Armandola

Warum ich losging, um Milch zu kaufen, und mit einem Fahrrad nach Hause kam

Warum ich losging...Jochen Mai

Warum ich losging, um Milch zu kaufen, und mit einem Fahrrad nach Hause kam

 

Täglich treffen wir tausende Entscheidungen, die meisten davon allerdings unbewusst. Und das ist gut so, würden wir doch sonst handlungsunfähig werden, wenn wir jede dieser Entscheidungen vorher überdenken müssten. Automatisch stehen wir jeden Tag auf, gehen in die Arbeit, essen, trinken und schlafen wir. Doch natürlich gibt es auch Entscheidungen, die wir jeden Tag bewusst treffen müssen.

Das beginnt bereits beim Einkaufen, wo wir oft das Gefühl haben, völlig frei zu entscheiden, wir in Wirklichkeit aber auf die Tricks von Werbung und Verkäufern hereinfallen. Der erste Schritt, uns diesen Denkfehler bewusst zu machen, ist, ihn uns vor Augen zu führen und die Mechanismen unserer Entscheidungsfindung zu erkennen.

Dann gibt es natürlich Entscheidungen, die uns als solche bewusst sind und die unser Leben und den künftigen Verlauf beeinflussen: hierzu zählen die Partnerwahl oder berufliche Entscheidungen. Oft stehen wir vor einer so großen Zahl an Alternativen, dass es uns schwerfällt, die richtige für uns zu finden.

Um den Entscheidungsprozess leichter zu machen, ist es sinnvoll, herauszufinden, ob wir zum Typ der Genügsamen gehören oder zu dem der Maximierer. Ist es immer gut, Entscheidungen zu überschlafen oder sollten wir öfter mal auf unseren Bauch hören? Brauchen wir unzählige Optionen oder ist es besser, nur einige zu haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen? Warum wählen Frauen anders als Männer?

Diese und zahlreiche Fragen mehr beantwortet dieses Buch, das uns auch Selbsttests und Typenmodelle (wie die berühmte Pro- und Contra- Liste) an die Hand gibt, um uns bei Entscheidungen zu unterstützen. Ein wirklich nützliches und durch Beispiele, in denen wir uns wiedererkennen, gut zu lesendes Buch, das uns viele Verhaltensmuster vor Augen führt und zeigt, wie wir künftig Entscheidungen klüger treffen können!

 

Über den Autor:

Jochen Mai wurde 1968 geboren. Er ist Blogger, Autor und Strategieberater und Gründer und Herausgeber der „karrierebibel“, einem der bekanntesten deutschen Blogs. Bereits veröffentlicht wurden seine Bücher „Die Karriere- Bibel“ und „Ich denke, also spinn ich“.

 

Details zum Buch:

Originalausgabe 2016

dtv

ISBN 978-3-423-26131-9

 

Bettina Armandola

Die Erde und ich

Die Erde und ichJames Lovelock et al

Die Erde und ich

 

„Soweit wir wissen, sind wir bis heute die einzige Spezies in der Geschichte der Schöpfung, die ihre eigene Vergangenheit erforschen und sich eine andere Zukunft ausmalen kann.“ (James Lovelock in seinem Vorwort)

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Entstehung der Erde bis zur Entwicklung des Menschen mit den brisanten Themen unserer Zeit wie den Zeitbomben Bevölkerung und Konsum und Licht und Schatten der Technologie, gibt uns dieses Buch an die Hand. In zwölf Aufsätzen renommierter Spezialisten bekommen wir einen Überblick über den Kosmos bis zum Zusammenspiel der Moleküle und den psychologischen Antriebsfedern der Menschheit.

Die komplexen Themen sind fundiert erklärt und illustriert und ein unverzichtbarer Wissensschatz, um zu verstehen, wie fragil das Gleichgewicht unserer Erde ist. Seit das Thema „Klimaerwärmung“ in aller Munde ist, sind wir Erdbewohner ganz besonders gefordert, unser ausbeuterisches Verhalten zu überdenken und beispielsweise die Antriebsfeder Gier als Teil der Ursprünge von Wirtschaft und Wertschöpfung zu erkennen und zu bekämpfen.

Wie vom Taschen- Verlag gewohnt, besticht dieses wunderbare Buch nicht nur durch fundierte Wissensvermittlung, sondern auch durch die aufwändige Aufmachung mit hochqualitativen Illustrationen! Ein unverzichtbarer Beitrag, um zu verstehen, wie wir dahin gekommen sind, wo wir uns heute befinden und um uns unserer Verantwortung gegenüber unserer Nachkommen bewusst zu werden!

 

Details zum Buch:

2016

Taschen GmbH

ISBN 978-3-8365-5391-9

 

Bettina Armandola

Unsere Mutter

Unsere MutterPaul-Werner Scheele

Unsere Mutter

Eine kleine Marienkunde

 

Die Marienforschung ist ein weites Feld. Der ehemalige Bischof von Würzburg geht in diesem Buch dem Mysterium Maria auf den Grund.

Ausgehend von Fakten und Fragen unserer Zeit in der katholischen Kirche im Vergleich zur evangelischen und auch unter Bezugnahme auf die Inhalte des II. Vatikanischen Konzils, gibt der Autor einen Überblick über die Marienkunde heute.

So beschäftigen sich die Kapitel mit den Themen „Maria im Gottesvolk des Alten Bundes“, „Maria im Mysterium Jesu Christi“, „Maria im Mysterium der Kirche“ und „Maria im Licht des dreieinen Gottes“.

Dieses Buch ist zuallererst für Theologen und Studenten geschrieben, denn die Komplexität des Themas hat zumindest mich überfordert. Für Spezialisten und Insider ist dieses Buch sicher ein Quell des Wissens, für „nur“ interessierte Laien allerdings bei Weitem zu wissenschaftlich-trocken!

 

Über den Autor:

Paul-Werner Scheele wurde 1928 in Olpe geboren und war von 1979 bis 2003 Bischof von Würzburg.

 

Details zum Buch:

Würzburg, 2015

Echter Verlag

ISBN 978-3-429-03907-3

 

Bettina Armandola

 

 

Tage mit Sam

Tage mit SamKeith Stuart

Tage mit Sam

 

Alex´ Leben liegt in Trümmern. Der Anfang Dreißigjährige wurde soeben von seiner Frau Jody vor die Tür gesetzt, ist bei seinem besten Freund Dan untergekommen und verliert dann auch noch seinen Job. Doch was ihn am meisten beschäftigt, ist das Verhältnis zu seinem achtjährigen Sohn Sam, der Autist ist.

Die Jahre seit der Geburt seines Sohnes hat sich Alex in die Arbeit gestürzt, das Verhalten seines Sohnes überfordert ihn komplett und auch die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Denn Alex gibt sich selbst die Schuld am Tod seines Bruders George.

Nun aber, ohne Job und ohne Heim, hat Alex viel Zeit, nachzudenken und er sieht ein, dass Sam nicht „ein Problem“ ist, er ist ein Mensch, der von den Sinneseindrücken der Welt überfordert ist und auf die ihm eigene Art versucht, das Chaos zu ordnen. Doch alle Versuche, ihm näher zu kommen, scheitern, bis Sam das Computerspiel Minecraft entdeckt. Hier gelingt es Alex, wirklich mit Sam in Kontakt zu treten und gemeinsam bauen die beiden an ihrer Computerwelt…

Dieses berührende Buch handelt von einer ungewöhnlichen Vater-Sohn-Beziehung, den vielen Selbstzweifeln, Rückschlägen und wunderbaren Erlebnissen, die die beiden miteinander verbinden. Man merkt dem Roman an, dass hier eigene Erfahrungen miteinfliessen, denn der Autor ist selbst Vater eines autistischen Kindes. Es gelingt ihm hervorragend, ohne übermäßigen Druck auf die Tränendrüse, die Annäherung zwischen Menschen darzustellen ohne schönfärberisch zu werden. Die Geschichte nimmt den Leser behutsam an die Hand und zeigt ihm, dass oft nicht die Krankheit das Problem ist, sondern der falsche Umgang mit ihr.

 

Über den Autor:

Keith Stuart schrieb für Spiele- Spezialzeitschriften wie PC Gamer und arbeitet- unter anderem als Spieleredakteur- als Journalist für den Guardian.

 

Details zum Buch:

1.Auflage

Oktober 2016

Manhattan Verlag

ISBN 978-3-442-54780-7

 

Bettina Armandola

Hollywood Style von A bis Z

Hollywood StyleSinty Stemp

Hollywood Style von A bis Z

 

In alphabetischer Reihenfolge äußern sich Filmikonen über die Themen Mode, Glanz und Glamour. In den 30er bis 50er Jahren hatten die Stars noch um Einiges mehr Einfluss auf den Kleidungsstil ihrer Fans als es die heutigen Stars haben. Heutzutage wird vielmehr der Red-Carpet-Auftritt oder der private Kleidungsstil kommentiert, doch zu Zeiten der goldenen Hollywood-Jahre waren es vor allem die Filme selbst, die die Mode vorgaben.

So werden in diesem Büchlein Berühmtheiten wie Cary Grant, Mae West, Marlene Dietrich oder Audrey Hepburn zitiert, die alle zu modischen Vorbildern wurden. Von A wie Anmut über H wie Hosen bis zu Z wie Zensur wurden passende Kommentare aus jener Zeit gesammelt, darunter auch jene der Kostümbildnerin Edith Head oder von Regisseuren wie George Cukor oder Alfred Hitchcock.

Mit Schwarz-Weiss-Fotos bebildert, entführt dieses kleine Büchlein in die Zeiten des Films, als die Schauspieler noch Götter waren, denen man modisch nachgeeifert hat. Hier begegnen wir Filmgrößen wie Ingrid Bergman, James Dean und Marilyn Monroe, die alle ihre Zeit mitgeprägt haben und uns den Hollywood Style auf unterhaltsame Art und Weise vor Augen führen!

 

Details zum Buch:

Deutsche Ausgabe 2016

Eden Books

ISBN 978-3-959100-46-5

 

Bettina Armandola

Buch des Monats August

ScharfschussMichael Connelly

Scharfschuss

 

Ein Krimi, wie ich ihn liebe, ist Michael Connelly´s neuester Thriller um seinen Ermittler Harry Bosch!

Dieser ist in der Abteilung für „Cold cases“ bei der Polizei in Los Angeles und steht kurz vor seiner Pensionierung, als ihm als neue Partnerin die junge Lucia Soto zugeteilt wird. Gemeinsam nehmen sie sich eines zehn Jahre zurückliegenden Falles an. Damals wurde der Mariachimusiker Orlando Merced angeschossen und war danach an den Rollstuhl gefesselt. Nun ist er verstorben und der Fall wird nach der Autopsie als Mord behandelt. Der Anschlag auf den Musiker spielte damals dem Kandidaten zum Bürgermeister in die Hände, der Merced als Aushängeschild für seinen Anti-Bandenkriminalitäts-Einsatz verwendete. Doch Bosch erkennt bald, dass hinter dem Mord kein Bandenkrieg steckt und die wahre Zielperson gar nicht Merced, sondern sein Bandkollege war.

Harrys neue Partnerin, „Lucky Lucy“, ist sehr engagiert, doch bald erkennt Bosch, dass sie auch in einem Fall recherchiert, der ihnen nicht zugeteilt wurde. Es geht um Brandstiftung in einer Zeit, als Lucy noch Kind war und selbst in dem Kindergarten in Bonnie Brae fast ums Leben gekommen wäre. Mit einem Trick gelingt es dem erfahrenen Polizisten Harry Bosch, den Fall ebenfalls zugeteilt zu bekommen und so ist das Gespann bald mit zwei brisanten Fällen befasst…

Dieses Buch ist die ideale Sommerlektüre, obwohl sie gar nicht seicht, aber extrem flüssig zu lesen ist. Da ich guterzählte Krimis mit psychologischem Tiefgang und interessanten Charakteren vor reißerischen und allzu blutrünstigen bevorzuge, war dies das ideale Buch für mich. Es war -ich muss es gestehen- mein erster „Harry Bosch“, aber garantiert nicht mein letzter und ist deshalb mein „Buch des Monats“!

Eure Bettina Armandola

 

Über den Autor:

Michael Connelly wurde 1956  in Philadelphia geboren und studierte Journalismus und Kreatives Schreiben. Er war als Polizeireporter für verschiedene Zeitungen tätig und wurde 1986 für den Pulitzer-Preis für eine seiner Reportagen nominiert. Sein Thrillerdebüt „Schwarzes Echo“ war der erste Band seiner Harry Bosch – Reihe und wurde wie seine Nachfolger zum Bestseller.

 

Details zum Buch:

Deutsche Erstausgabe Dezember 2016

Droemer

ISBN 978-3-426-28143-7

 

 

Die Liebe unter Aliens

Die Liebe unter AliensTerézia Mora

Die Liebe unter Aliens

 

Ein japanischer Professor in Berlin geht in Pension: wie soll er jetzt Struktur in sein Leben bringen ohne seine Lehrarbeit? Der Plan, ein Buch zu schreiben, misslingt. Und so beginnt Masahiko mit Spaziergängen, in deren Lauf er eine Putzerei entdeckt, die ebenfalls von einer Japanerin geführt wird. Eigentlich ist er ja glücklich verheiratet, aber er spürt, dass hier das Schicksal auf ihn wartet. In der Zwischenzeit wird alles, was er tut, zum So-tun-als-ob:

„Es ergab sich nämlich, dass Masahiko Satos neue Routine daraus bestand, erst eine Weile in seinem Zimmer zu verharren, wo er nicht arbeitete, nur so tat, dann hinauszugehen, wo er nicht spazierte, nur so tat, und dass er auf dem Rückweg einkaufte, konnte er nur deswegen nicht simulieren, weil Spazierengehen und Nur-so-tun-als-ob-man-spazierte für den Betrachter gleich aussehen, aber ein Einkauf nicht, denn entweder hast du etwas eingekauft oder nicht. Wie auch immer, das Wesentliche ist, dass alles, was er tat, im Grunde nur Tarnung war, denn der einzig wichtige Punkt eines jeden Tages war jener, da er endlich bei der Reinigung vorbeikam.“ (S 246 f.)

Zehn Erzählungen drehen sich um zehn Leben, zehn Schicksale. Neben dem japanischen Professor lernen wir ein junges Paar kennen, Tom ist Kochlehrling und lebt mit seiner Freundin Sandy auf beengtem Raum zusammen. Sandy will unbedingt ans Meer, doch auf dem Weg dorthin verschwindet sie plötzlich. Wir treffen einen geschiedenen Vater, eine junge Frau, die Dank Stipendien durch Universitätsstädte reist, einen Alkoholiker, der eine Prüfung für Verwaltungsangestelltenanwärter macht. Allen ist gemeinsam, dass sie sich Hoffnung bewahrt haben, auch wenn ihnen das Leben doch immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Der Wunsch nach und die Angst vor Nähe, die Unmöglichkeit, den Ansprüchen anderer und von sich selbst gerecht zu werden, spiegelt sich in den unaufgeregt erzählten Geschichten wider.

In einer wunderbaren Sprache, mit Humor und viel Einfühlungsvermögen, werden wir Leser hineingezogen in die Leben der Protagonisten, die auftauchen, uns berühren und sich wieder verabschieden! Eine beeindruckende Sammlung von Kurzgeschichten!

 

Über die Autorin:

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Sie zählt auch zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.

 

Details zum Buch:

1.Auflage 2016

Luchterhand Literaturverlag

ISBN 978-3-630-87319-0

 

Bettina Armandola

 

Der Kontinent Morgenthaler

150729_0_Schutzumschlag.inddDer Kontinent Morgenthaler

Eine Künstlerfamilie und ihr Freundeskreis

 

Eine der einflussreichsten Familien der Schweiz Anfang des 20. Jahrhunderts ist die der Familie Morgenthaler. Nicht nur hat sie selbst viele Kreative hervorgebracht, sie war auch sehr verbunden mit anderen zeitgenössischen Künstlern und Wissenschaftlern wie Paul Klee, Hermann Hesse oder Wolfgang Pauli.

Der bekannteste Vertreter der Familie war wohl der Maler Ernst Morgenthaler. Er heiratete die ebenfalls malerisch tätige Sasha, die aus gehobenen Kreisen stammte, wohingegen Ernst aus einfachen bäuerlichen Verhältnissen stammte. Ihr gemeinsamer großer Freundeskreis war Quell einer stetigen kreativen Auseinandersetzung und gegenseitigen Befruchtung, was auch ein reger Briefverkehr dokumentiert. Sasha wandte sich mit der Zeit der Puppenmacherei zu, während Ernst als Maler und Porträtist tätig blieb. Das Beziehungsgeflecht zwischen ihnen, dem Dichter Hans, Psychoanalytiker Fritz oder Architekten Niklaus Morgenthaler wird in den verschiedenen Beiträgen anlässlich der Ausstellung „Der Kontinent Morgenthaler“ dargestellt.

Sehr interessant auch die Beziehung der Morgenthalers zu berühmten Zeitgenossen wie Robert Walser und natürlich die zahlreichen Fotos, Briefe und Bilder, die ihr Leben dokumentieren.

Dieses Kunstprojekt bringt dem Leser und Betrachter eine Familie nahe, die sich sowohl auf künstlerischem als auch auf wissenschaftlichem Gebiet einen Namen gemacht hat und bietet auch private Einblicke durch Fotografien und Schriftstücke. Ein interessantes Buch für Kunstinteressierte!

 

Details zum Buch:

Herausgegeben von Helen Hirsch, Kunstmuseum Thun und Pascal Barbe

2015

Scheidegger & Spiess

ISBN 978-3-85881-466-1

 

Bettina Armandola