Bettyville

BettyvilleGeorge Hodgman

Bettyville

 

Paris, Missouri: Lektor George kehrt von New York nach Hause zurück, um seine demente Mutter, die 91jährige Betty zu betreuen. Obwohl die Krankheit sie immer mehr beeinträchtigt, bleibt sie doch die Königin von „Bettyville“ und hat ihren starken Willen nicht verloren.

Einzelkind George, der in einer Zeit aufwuchs, als Homosexualität noch als Krankheit angesehen wurde und die Seuche Aids um sich griff, hat als Lektor in New York eine Drogenvergangenheit hinter sich: seine Art und Weise, mit dem Gefühl, nirgendwo zugehörig zu sein und keine nahen Beziehungen aufbauen zu können, umzugehen.

Der lange Lernprozess beschäftigt ihn auch im Umgang mit seiner Mutter, an die er viele Erinnerungen aus seiner Kindheit hat. Immer hatten sich seine Eltern nur das Beste für ihn gewünscht. Doch das große Thema Homosexualität war stets Tabu. Darüber und über Gefühle zu reden, hatten seine Eltern nie gelernt. Trotzdem ist George seinem verstorbenen Vater, seiner Mutter und seinen meisten Verwandten in Liebe verbunden und er tut sein Bestes, um seiner Mutter, so lange es möglich ist, ihr gewohntes Leben zu Hause zu ermöglichen…

Diese Herausforderung zu meistern, bringt George manchmal an seine Grenzen und er denkt darüber nach, wie sein eigenes Leben verlaufen ist. Man spürt in jeder Zeile die Liebe des Sohns zu seiner Mutter, auch wenn sie ihn wieder einmal unsäglich nervt. Traurig, witzig, berührend schön: dieses Buch erzählt voller Wärme die Beziehungsgeschichte zwischen Mutter und Sohn und skizziert gleichzeitig ein Sitten- und Gesellschaftsbild Amerikas in den 1980ern, das bei mir einen Nerv getroffen hat!

 

Über den Autor:

George Hodgman ist Lektor und Redakteur. Er hat unter anderem für Vanity Fair, Talk Magazine und Simon & Schuster gearbeitet und lebt abwechselnd in New York und Paris, Missouri.

 

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2018

List Verlag

ISBN 978-3-471-35134-5

 

Bettina Armandola

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