Lust & Laster im Alten Wien

Lust und LasterBarbara Wolfingseder

Lust & Laster im Alten Wien

 

Ein Sittenbild des alten Wien vom Mittelalter bis zum Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts präsentiert sich ausgesprochen unterhaltsam in diesem reich illustrierten Buch über Freudenhäuser, Prostitution und Frivolität.

Anhand von Beispielen berühmter Personen wie Casanova, der selbst dreimal in Wien weilte, Napoleon oder dem Maler Karl Wilhelm Diefenbach, den Begründer der „ersten Hippiekommune Wiens“ am Ende des 19. Jahrhunderts, erfährt der Leser, was sich hinter der glanzvollen Fassade der kaiserlichen Residenzstadt verbarg.

Und da gab es, trotz strikter Regelungen Kaiserin Maria Theresias, die die Sittenpolizei ins Leben rief, alles, was das erotische Verlangen forderte. Natürlich waren hinter der sinnenfrohen Fassade  Armut und Ausbeutung verborgen- so war es nicht unüblich, das eigene Kind an ältere adlige Gönner zu verkaufen, um der Familie das Überleben zu sichern. Über das Kinderballett wurden die jungen Mädchen an alte Lustgreise verschachert, die damit ihren pädophilen Neigungen nachgehen konnten.

Ein eigenes Kapitel widmet sich auch „Wien vom anderen Ufer“, Homosexualität wurde mit Gefängnisstrafen geahndet und auch Prominente hatten es nicht leicht, wie der bisexuelle Erzherzog Ludwig Viktor, genannt „Luzivuzi“, der nach diversen Eskapaden nach Salzburg verbannt wurde.

Egal, in welchem Jahrhundert wir uns befinden: Der sexuelle Trieb ist unverändert stark und das Ausleben der Erotik hatte in der Residenzstadt Wien immer schon einen hohen Stellenwert. In diesem Buch bekommen wir einen Überblick über Lust und Laster im Alten Wien-und das auf unterhaltsamste Art und Weise, gespickt mit zahlreichen Anekdoten, Zeitungsausschnitten und Fotos!

 

Über die Autorin:

Barbara Wolfingseder lebt seit Ende der 1980er Jahre in Wien. Als Fremdenführerin ist sie mit der Geschichte Wiens bestens vertraut und veröffentlichte bereits „Dunkle Geschichten aus dem Alten Wien“ und „Dunkle Geschichten aus dem Alten Österreich“.

 

Details zum Buch:

2015

Pichler Verlag

ISBN 978-3-85431-708-1

 

Bettina Armandola

 

 

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