Der Baum und der Fluss

Ein Baum steht am Ufer eines Flusses. Ein Kind klettert auf ihm. Es wird ein Haus gebaut.
Auf der nächsten Seite entsteht eine kleine bäuerliche Siedlung. Immer mehr Menschen siedeln am Fluss neben dem Baum. Die Zeit vergeht, der Baum besteht. Es wird bescheiden gefeiert, im Mittelalter eine Festung gebaut, die Bauwerke werden moderner, bis schließlich eine beleuchtete Stadt aus Hochhäusern entsteht. Man sieht auch wie sich die Fortbewegungsmittel im Lauf der Jahrhunderte verändern: Vom Pferdewagen, über Zeppelin und Eisenbahn zum Auto. Während dem Fluss die Mäander genommen werden, wächst der Baum in seiner natürlichen Form stets weiter. Er erhält verschiedene Rollen, bleibt lange bestehen, muss sich aber schließlich doch der umweltfeindlichen Welt beugen und geht ein. Doch am Ende seines Lebens fällt eine Eichel vom Baum und ein neues Leben beginnt.

In diesem wortlosen Bilderbuch gibt es viel zu entdecken. Über die Vergangenheit und die Zukunft. Über Bestehen und Vergehen. Die Welt verändert sich rasend schnell, während der Baum die einzige Konstante bleibt. Die Veränderungen sind beeindruckend und beängstigend zugleich.
Ich war am Anfang skeptisch wie ein Buch ohne Worte eine Geschichte erzählen kann. Doch mir hat es gefallen. Die Bilder sind aussagekräftig und es gibt viel zu sehen. So kann man sich selbst eine Geschichte überlegen. Zudem regt es zum Nachdenken an. Man blättert vor und zurück und ist begeistert von der Verwandlung und den Zeichenkünsten. Ein schönes Werk ist dem Herrn Becker hier gelungen!

Über den Autor
Aaron Becker wollte Astronaut werden, weil ihn die Unendlichkeit des Alls schon als Kind faszinierte. Er arbeitete beim Film, bevor er als Illustrator anfing, seine eigenen Universen zu erschaffen. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Amherst, Massachusetts.

Details zum Buch
Gerstenberg-Verlag
Hardcover, 32 Seiten, durchgehend farbig
ISBN 978-3-8369-6293-3

Eure Sonja

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