Harte Jahre

Mario Vargas Llosa

Harte Jahre

ungekürzte Lesung von Johannes Steck

Guatemala, 1954. Durch den Militärputsch von Carlos Castillo Armas stürzt die gemäßigte Regierung von Jacobo Árbenz – ein Putsch, dessen Drahtzieher im CIA zu suchen sind und der auf einer geschickt lancierten Lüge basiert, die das Schicksal von ganz Lateinamerika bestimmen wird. Und die der amerikanische Präsident Eisenhower für sich zu nutzen weiß und die Schreckensvision propagiert: Guatemala unter sowjetischem Einfluss, Guatemala die Vorhut der kommunistischen Invasion in die USA. Mario Vargas Llosa erzählt die Geschichte von internationalen Verschwörungen, gegenläufigen Interessen und den Jahren des Kalten Krieges. Und er erzählt davon, wie die Henkersknechte am Ende zu Opfern ihrer eigenen Intrigen werden.

Gleich vorweg: dieses Buch ist total interessant, aber schwer zu hören. Bis man den Einstieg in diese Geschichte Guatemalas gefunden hat, braucht man etwas. Danach wird man mit Informationen über diese Zeit regelrecht überschüttet. Keine Frage, das Thema ist hochinteressant, jedoch leidet der Hörgenuss. Hat man diese Hürde überwunden und bis zum Ende durchgehalten, dann weiß man unter anderem, woher der Begriff Bananenrepublik stammt und man hat wieder ein grandioses Werk von Mario Vargas Llosa gehört.

Über den Autor:
Mario Vargas Llosa wurde am 28. März 1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Bolivien und Peru (Piura und Lima). Im Alter von 18 Jahren heiratete er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebte. Diese Beziehung verarbeitete er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber. Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt Leoncio Prado in Lima beruht. Der Roman wurde in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Es folgten zahlreiche vielbeachtete Werke wie Das grüne Haus (La casa verde), Gespräch in der ‚Kathedrale‘ (Conversación en la catedral) oder Das Fest des Ziegenbocks (La fiesta del chivo). Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und lehrte als Gastprofessor u. a. in Harvard, Princeton und Oxford. 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. 2010 erhielt er den Nobelpreis für Literatur „für seine Kartografie von Machtstrukturen und seine energischen Bilder des individuellen Widerstands, der Rebellion und Niederlage“.

Details zum Hörbuch:
MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 11h 58min
ISBN: 978-3-8445-3862-5
der hörverlag

Christina Burget

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