Draussen

Volker Klüpfel, Michael Kobr

Draussen

Gelesen von Dietmar Wunder und Sebastian Fuchs

Ein Leben draußen im Wald, kein Zuhause, immer auf der Flucht: Das ist alles, was Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Nur ihr Anführer Stephan weiß, warum sie hier sind und welche Gefahr ihnen droht. Er lebt mit ihnen außerhalb der Gesellschaft, drillt sie mit aller Härte und duldet keinen Kontakt zu anderen. Cayenne sehnt sich nach einem normalen Alltag als Teenager. Doch sie ahnt nicht, dass sie alles, was Stephan ihr beigebracht hat, bald brauchen wird. Denn der Kampf ums Überleben hat schon begonnen. Und plötzlich steht er vor ihr: der Mann, der sie töten will.

Der Roman war eine Herausforderung ihn zu hören. Zu Beginn wird man mit dem Fäden ziehen in einer Bundestagsverhandlung konfrontiert, in der es um die Energieversorgung geht. Dann wechselt man in den Wald, wo Stephan mit Cayenne und Joshua lebt, Und zwischendurch bekommt man Einträge aus einem Tagebuch vorgelesen, das ein junger Rekrut einer Fremdenlegion geschrieben hat.
Am bedrückendsten war für mich die Situation im Wald, weil man hier mit dem inneren Kampf von Cayenne mit ihrer Lebenssituation und den Anweisungen von Stephan konfrontiert wird. Sie versteht die Situation nicht mehr, warum Stephan sie hart für einen Überlebenskampf trainiert und sie mit anderen Menschen nur wenig Kontakt haben lässt. Als Hörer bekommt man mit, dass da mehr dahinter steckt – schon allein aufgrund der Tagebucheinträge. Nachdem sie um ihr Überleben kämpfen müssen, weil sie von einer Gruppe Männer angegriffen wurden, wird das Geheimnis gelüftet und das Rätsel um die Verbindung der drei Handlungsstränge gelöst. Am spannendsten war aber zu hören, wie sich Cayenne für ihr weiteres Leben entscheidet.

Über die Autoren:
Altusried hat einen prominenten Sohn: Kommissar Kluftinger. Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, kommt wenigstens aus dem gleichen Ort. Nach dem Abitur zog es ihn in die weite Welt – nach Franken: In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Danach arbeitete er bei einer Zeitung in den USA und stellte beim Bayerischen Rundfunk fest, dass ihm doch eher das Schreiben liegt. Seine letzte Station vor dem Dasein als Schriftsteller war die Feuilletonredaktion der Augsburger Allgemeinen. Die knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, mit der er im Allgäu lebt. Sollte noch etwas Zeit übrig sein, treibt er Sport, fotografiert und spielt Theater. Auf der gleichen Bühne wie Kommissar Kluftinger.

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte in Erlangen ziemlich viele Fächer, aber nur zwei bis zum Schluss: Germanistik und Romanistik. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Realschullehrer. Momentan aber hat er schweren Herzens dem Klassenzimmer den Rücken gekehrt – die Schüler werden’s ihm danken –, um sich dem Schreiben, den ausgedehnten Lesetouren und natürlich seiner Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Unterallgäu – und in einem kleinen Häuschen mitten in den Bergen, wo die Kobrs im Winter häufig auf der Skipiste, im Sommer auf Rad- und Bergtouren unterwegs sind. Wenn nicht gerade mal wieder eine gemeinsame Reise ansteht

Details zum Hörbuch:
ungekürzte Lesung, 7 CDs
Laufzeit: 535 Minuten
ISBN 978-3-95713-175-1
Hörbuch Hamburg

Christina Burget

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