Die Geschichte einer anständigen Familie

Rosa Ventrella

Die kleine Maria wächst in den 1980er Jahren in der Altstadt von Bari auf, in einem Viertel, wo ein rauer Ton herrscht und die Nachbarn alles beobachten und kommentieren. Hier ist Gewalt an der Tagesordnung, nicht nur auf den Straßen, viel häufiger noch in den Familien. So ist es auch in Marias Familie, in der ein cholerischer Vater seine Wut des öfteren an seiner Frau und den Söhnen auslässt. Der unter dem Namen „Tony Curtis“ bekannte Fischer hat im mittleren Alter nicht mehr eine so große Ähnlichkeit mit dem schönen Schauspieler wie als junger Mann, als er seine künftige Frau bezaubert hat, aber der Name ist an ihm hängengeblieben…

In dem heruntergekommenen Viertel von Bari trägt jeder einen Spitznamen, selbst die siebenjährige Maria De Santis wird dank ihrer Sturheit und ihres wilden Wesens nur mehr „Malacarne“, Teufelsbraten, genannt. In der Schule freundet sich die Außenseiterin mit Michele an, der seiner gefürchteten Familie wegen ausgegrenzt wird. Als sie sich nach Jahren wieder treffen, gestehen sie sich ihre Liebe ein. Maria, die wegen ihrer Begabung zuerst in ein Gymnasium gehen durfte und nun studiert, trifft auf der Hochzeit ihres Bruders auf den Jugendfreund. Doch wie schon vor zwölf Jahren ist auch diesmal der Vater vehement gegen eine Verbindung der beiden…

Die Bedeutung der Familie und der autoritäre Ton, der früher geherrscht hat, die Angst vor dem Vater, vermischt mit Liebe und Schuldgefühlen und das Bild, das man als anständige Familie darstellen musste: Wo blieb da der Platz für Freiheit, eigene Entscheidungen und Glück? Und war man tatsächlich gleich ein Teufelsbraten, wenn man den Erwartungen als Mädchen nicht entsprochen hat? Dieser Roman führt den Leser nach Italien, aber nicht in die Postkartenidylle, sondern in die Realität, die von Armut, Schmutz und Mobbing in der Schule ebenso erzählt wie vom Meer, der Freude am Lernen, der liebevollen Nonna und der milden Seite des tyrannischen Vaters. Eine Lebensgeschichte ohne klassisches Happyend, aber trotzdem mit viel Hoffnung!

Über die Autorin:

Rosa Ventrella lebt mit ihrer Familie in Cremona und arbeitet als Lehrerin. Geboren wurde sie in Bari und wuchs dort in den 80er Jahren auf.

Details zum Buch:

1.Auflage September 2019

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-31524-6

Bettina Armandola

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