Die erste Stunde Null

Die erste Stunde NullAlfred Pfoser/ Andreas Weigl

Die erste Stunde Null

Gründungsjahre der österreichischen Republik 1918-1922

 

1918 endet der Erste Weltkrieg. Die vormalige Großmacht Österreich- Ungarn liegt in Trümmern, der Kaiser muss abdanken und neue Staaten formen sich.

Bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag gehen die Emotionen hoch: Grenzansprüche und Gebietsverteilungen werden essentiell, nicht nur politisch, sondern vor allem als Grundlage des Überlebens. So befinden sich wichtige landwirtschaftliche Produktionsgebiete plötzlich im benachbarten Ausland und die Versorgung der Bevölkerung ist gefährdet. Die Hungers- und Wohnungsnot erreicht einen neuen Höhepunkt.

Trotz der fragilen Lage sind die Gründungsjahre der Ersten Republik auch ein Aufbruch Richtung Moderne. Die Rolle der Frau, der Einfluss der Kirche, neue Gesetze zur Regelung von Arbeitsverhältnissen: vieles kommt in Bewegung. Auch der Streit um die Frage „Helden oder Opfer?“ oder der grassierende Judenhass werden zum Thema.

In drei Teilen (Niederlagen, Aufbrüche und Kulturkämpfe) beschreiben die Autoren akribisch und umfassend die formativen Jahre der Republik Österreich. Zum Hundert-Jahr- Jubiläum leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Identität Österreichs und zeigt Aspekte auf, die im Schulunterricht nicht oder zu wenig behandelt wurden. Erschütternde Zeitzeugenberichte, Zeitungsausschnitte und zeitgenössische Karikaturen bringen uns diese Jahre nahe und machen Geschichte lebendig.

So ist dieses akribisch recherchierte und interessant geschriebene Buch nicht nur Geschichtsinteressierten ans Herz zu legen, sondern auch allen anderen, die verstehen wollen, was sich in den Jahren 1918-1922 in unserem Land zugetragen und das Fundament für eine soziale Demokratie gelegt hat!

 

Über die Autoren:

Alfred Pfoser wurde 1952 in Wels geboren und studierte Germanistik, Geschichte und Publizistik. Er war Leiter der Büchereien Wien und Leiter der Druckschriftensammlung und stv. Direktor der Wienbibliothek im Rathaus und verfasste zahlreiche Publikationen zur österreichischen Kultur- und Literaturgeschichte.

Andreas Weigl wurde 1961 in Wien geboren und ist Privatdozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien sowie Vorsitzender des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung. Zahlreiche Publikationen zur Bevölkerungs-, Stadt- und Konsumgeschichte.

 

Details zum Buch:

2017

Residenz Verlag

ISBN 978-3-7017-3422-1

 

Bettina Armandola

 

 

 

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