Wenn der Mond stirbt

Cover_MondStirbtWenn der Mond stirbt

Richard Crompton
Aus dem Englischen von Claudia Feldmann

Mollel, Massai und alleinerziehender Vater, ist bei seinen Vorgesetzten in der Kriminalpolizei Nairobi in Ungnade gefallen. Er nimmt es mit den Gesetzen zu genau und tritt im etablierten System der Freunderlwirtschaft jedem auf die Füße. Der Tod seiner Frau hat seine Hartnäckigkeit nur verstärkt. Viele sehen in ihm einen Helden, da er nach einem Bombenanschlag etliche Menschenleben gerettet hat, und so wird er lediglich zur Verkehrsstreife versetzt. Dort sind seine Arbeitsmöglichkeiten jedoch eingeschränkt, denn er besitzt keinen Führerschein. Als im Uhuru Park, nicht weit vom Rotlichtviertel in der K-Street, eine junge Massai tot aufgefunden wird, holt man ihn zurück und er wird gemeinsam mit einem jungen Kollegen, den Kikuyu Kienga, auf den Fall angesetzt.

Der fiktive Kriminalfall spielt vor einem realen Hintergrund: die sozialen und ethnischen Unruhen rund um die Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007. Der Autor treibt die Geschichte, die sich in 9 Tagen ereignet, in schnellem Tempo und mit viel Witz voran. In Rückblenden erfahren wir mehr über den tragischen Helden Mollel und die Lebensumstände bei den traditionell lebenden Massai. Richard Crompton hat die beiden Massai-Sagen „Der Ursprung des Todes“ und „Der Honiganzeiger“ in seinen Roman eingebaut. Im englischen Original trägt das Buch auch den Titel „The Honey Guide“. Diesen Krimi gibt man erst wieder aus der Hand, wenn man ihn fertig gelesen hat!

Über den Autor
Richard Crompton hat als Journalist und Produzent für die BBC gearbeitet. 2007 ging er mit seiner Frau, die als Menschenrechtsanwältin bei den Völkermordprozessen von Ruanda tätig war, nach Afrika. Er lebt mit seiner Familie in Nairobi.

Details zum Buch
dtv premium
Erschienen im Mai 2014
Paperback, 384 Seiten
ISBN 978-3-423-26015-2
€ 15,40

Rezensiert von Marlies Presser

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