Miese kleine Morde

MieseKleineMordeJens sollte man nicht als Langweiler bezeichnen. Seine Frau bringt ihn nämlich durch diese Aussage und weil sie ihn daraufhin verlässt zu einem ungewohnten Lebenswandel. Er lässt sich in einem Schönheitssalon optisch verändern und kommt dabei auf die Idee Auftragsmörder zu werden. Er geht bei seinen Beauftragungen sehr gewieft vor und verdient mit seinen Kunden und Kundinnen viel Geld. Doch leider kommen die vielen Todesfälle seinem Friseur komisch vor und eine Tat geht nach hinten los.

Der unterhaltsame, leicht zu lesende Krimi ist eine kurzweilige Geschichte mit überraschendem und spannendem Ende. Die Idee ist großartig und auch die Umsetzung gefällt mir gut. Ebenso ist die Aufmachung gelungen. Erstaunlich finde ich wie Fakten aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden und so eine neue Wahrheit entsteht.
Wer einen kurzen schnell lesbaren Krimi sucht und überraschende Wendungen liebt, ist mit diesem sehr gut beraten.

Über den Autor:
Jussi Adler-Olsen wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Mit seiner Thrillerserie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q und seinen Romanen „Das Alphabethaus“, „Das Washington-Dekret“ sowie „Takeover. Und sie dankte den Göttern“ stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über vierzig Ländern und werden verfilmt.

Details zum Buch:
dtv-Verlag
Hardcover, 127 Seiten
ISBN: 978-3-423-21762-0

Eure Sonja

Das Stille Nacht Geheimnis

DasStilleNachtGeheimnisBernardo liegt nach einem Unfall auf der Intensivstation eines Salzburger Krankenhauses. Seine Mutter reist eigens aus Portugal an. Sie glaubt nicht an einen Unfall aus eigenem Verschulden, denn zu viel deutet darauf hin, dass jemand anderer daran beteiligt war. Sie ermittelt in Eigenregie und mit der Polizei und erfährt dabei auch sehr viel über das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“. Bernardo war nämlich dabei für eine Zeitung eine Reportage zum 200-Jahr-Jubiläum zu schreiben, weshalb auch Stella an die Orte des berühmten Liedes kommt. Eines Nachts wird auch sie verfolgt und brutal überfallen. Plötzlich verschwindet ein paar Tage vor Weihnachten die Gitarre aus dem Stille Nacht-Museum, mit der die Melodie komponiert und uraufgeführt worden ist. Es überschlagen sich die Ereignisse.

Wenn das Werk auch als Krimi klassifiziert wird, hält sich die Spannung und die für einen Krimi typische Ermittlungsarbeit in Grenzen. Dennoch ist es eine sehr schöne Erzählung rund um das wohl berühmteste Weihnachtslied. Perfekt zum Jubiläum kann man interessante Details zum Lied in angenehmer Form lesen, ohne ein wissenschaftliches Geschichtsbuch hernehmen zu müssen. Dem Autor ist eine stimmige Lektüre gelungen mit einem weihnachtlich-kitschigem Schluss.

Über den Autor:
Manfred Baumann, geboren 1956 in Hallein/Salzburg, war 35 Jahre lang Autor, Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF (Österreichischer Rundfunk). Heute lebt er als freier Schriftsteller, Kabarettist, Regisseur und Moderator in der Nähe von Salzburg. Der Krimi »Drachenjungfrau« wurde vom ORF für die Reihe »Landkrimi« verfilmt. Manfred Baumann ist auch bei facebook.

Details zum Buch:
Gmeiner-Verlag
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8392-2339-0

Eure Sonja Stummer

Die Brüder Sass – geliebte Ganoven

Horst Bosetzky
Die Brüder Sass – geliebte Ganoven
Biografischer Kriminalroman

Berlin 1926.
Die Brüder Franz und Erich Sass machen es sich zur Aufgabe mit wenig Arbeit viel Geld zu scheffeln. Ihr Hauptaugenmerk liegt hier beim perfekten Bankraub. Die Ansätze sind nicht die schlecht, einen Tresor mit einem Schneidbrenner zu öffnen, doch leider nicht durchdacht. Ohne viele Kohle ergaunert zu haben, müssen sie viele Coups abbrechen, doch ab und an gelingt auch den Brüdern ein Glücksfall und sie schwimmen kurze Zeit wieder in Geld.

Der Kriminalsekretär Max Fabich kommt den beiden auf die Spur, doch dingfest machen kann er sie nicht. Er weiß, dass sie bei den Einbrüchen dahinterstecken, doch ohne Beweise kein Haftbefehl.

Als die Nazis die Macht in Deutschland an sich reisen, wird es den Brüdern in Berlin zu gefährlich, sie machen sich auf nach Dänemark. Doch ihr Glück haben sie in Berlin zurückgelassen.

Anfangs dachte ich mir, welche Halunken! Doch je länger man in dieser Biografie schmökert, desto symphytischer werden einem die Brüder. Sie haben oft mehr Glück als Verstand, wirken aber durch ihre Art sehr liebenswert und keinesfalls gefährlich.

Über den Autor:
Dr. Horst Bosetzky (ky) wurde 1938 in Berlin geboren. Der emeritierte Professor für Soziologie veröffentlichte neben etlichen belletristischen und wissenschaftlichen Arbeiten zahlreiche, zum Teil verfilmte und preisgekrönte Kriminalromane. 1992 erhielt er den Ehren-Glauser des SYNDIKATS für das Gesamtwerk und die Verdienste um den deutschsprachigen Kriminalroman. 2005 wurde ihm der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Zehn Jahre lang war Horst Bosetzky Sprecher des SYNDIKATS und Gründungsmitglied von QUO VADIS. Besuchen Sie: http://www.horstbosetzky.de

Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: Juli 2017
Paperback mit Farbschnitt
ISBN: 978-3-8392-2102-0
UVP: € 12,-

Elisabeth Schlemmer

Von Zimtsternen und Zimtzicken

Ella Danz, Isabel Morf, Friederike Schmöe, Jennifer B. Wind
Von Zimtsternen und Zimtzicken
Vier todbringende Storys zum Genießen

Das Krimi – Weihnachtsmenü ist angerichtet!

Die Antipasti von Friederike Schmöe führt den Leser in die TV-Szene, wo zu Garnelen Koks serviert wird und sich der vermeintliche Saubermann als Koksnase outet.

Die Vorspeise von Isabel Morf serviert einen toten Nikolaus, der sich gegen die Tradition gestellt hat und dafür büßen muss.

Das Hauptgericht von Jennifer B. Wind hinterlässt einen schalen Geschmack, serviert sie doch den Lesern eine teilweise wahre Geschichte, über einen Mitarbeiter einer Lebensmittelkette, der kurz vor Weihnachten gemeinsam mit zig Anderen seinen Job verloren hat.

Das Dessert, serviert von Ella Danz, lässt den Leser an einem Weihnachtsessen teilnehmen, welches einen unerwarteten tödlichen Ausgang hat.

Jede dieser Geschichten bietet dem Leser einen Krimikurzgenuss und man „freut“ sich schon auf das nächste Weihnachten 😉

Über die Autorinnen:
Ella Danz, gebürtige Oberfränkin, lebt seit ihrem Publizistikstudium in Berlin. Ihr spezielles Interesse gilt der genauen Beobachtung von Verhaltensweisen und Beziehungen ihrer Mitmenschen. Außerdem wird in ihren Büchern stets ausgiebig gekocht und gegessen sowie das Zusammenleben ihrer Protagonisten mit Genuss und Ironie durchleuchtet. Ella Danz ist aktiv bei Slow Food und sie hat Kommissar Georg Angermüller erfunden, einen sympathischen Oberfranken im Lübecker Exil, der nicht nur gegen das Verbrechen, sondern auch gegen schlechtes Essen kämpft. Die Geschichten um den Genießer im Polizeidienst haben ihr bei der Kritik den Titel »Agatha Christie des Gourmetkrimis« eingebracht.

Isabel Morf wurde in Graubünden geboren und wuchs im Kanton Glarus und im Mittelland auf. Seit vierzig Jahren lebt sie in Zürich, mit Ausnahme eines Jahrs, das sie während ihres Studiums der Germanistik in Wien verbrachte, wo ihr Lieblingskaffeehaus das „Jelinek“ war. Einige Jahre schrieb sie als freie Journalistin über Gesellschaftsthemen, unter anderem – und mit besonderem Interesse – Berichte über Gerichtsprozesse am Obergericht Zürich, was sich im Nachhinein als nützliche Weiterbildung erweist. Heute arbeitet sie Teilzeit als Protokollführerin und Online-Redakteurin für das schweizerische Parlament in Bern. Das lässt ihr Zeit, sich allerhand Kriminelles auszudenken, das sie dann aber nicht durchzieht, sondern lediglich niederschreibt. www.isabelmorf.ch

Geboren und aufgewachsen in Coburg wurde Friederike Schmöe früh zur Büchernärrin – eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute beruflich frönt. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt Bamberg verfasst sie seit dem Jahr 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten. Sie gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst u.a. die Krimireihe um die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und eine Krimiserie mit der Münchner Ghostwriterin Kea Laverde als Hauptfigur.

Jennifer B. Wind wurde 1973 in Leoben geboren und wohnt mit ihrer Familie bei Wien. Die ehemalige Flugbegleiterin schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene, Drehbücher und Kurztexte. Zahlreiche Kurzgeschichten, Ratekrimis, Rezensionen und Gedichte hat Jennifer B. Wind in Literaturzeitschriften, Zeitungen, Anthologien und Magazinen veröffentlicht. Ihre Texte wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie ist auch als Rezensentin und Jurorin tätig und führt eine erfolgreiche Bücherkolumne im Blog-Stil auf dem online Portal der Frauenzeitschrift WOMAN. In ihrer spärlichen Freizeit liest, taucht, klettert, walkt, zeichnet oder malt sie. Umwelt- und Tierschutz ist ihr Steckenpferd. Sie startet stets gutgelaunt mit Yoga, Qi Gong und grünen Smoothies in den Tag.

Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Paperback, 279 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1955-3
UVP: € 9,99

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Lavendelbitter

LavendelbitterElinor Bicks
Lavendelbitter
Ein Gartenkrimi

Der Lavendel und seine tödlichen Seiten.

Lore Kukuk, kämpft schon ihr Leben lang mit der üblen Nachrede Männer ein frühes Ende zu bringen. Die Anzahl der Toten die ihren Lebensweg säumen ist in der Tat nicht unerquicklich, und jetzt ist ein weiterer Toter aufgetaucht, der auch noch nach Lavendel roch.
Lavendel, der in Lores Garten prächtig wächst und gedeiht, und sie soll ja auch das Wissen haben, den Lavendel tödlich einzusetzen. Außerdem war sie mit dem Toten in der Mordnacht tanzen, die Beweise sprechen nicht gerade für Lore, im Gegenteil es sieht sehr düster für sie aus.

Doch der ermittelnde Kommissar Roland Otto glaubt nicht, dass Lore die Täterin ist. Es passt einfach nicht zu ihr. Sein Assistent befürchtet schon der Kommissar hat sich von der Lavendelfrau beeinflussen lassen, doch er hat seinen Chef unterschätzt und er bringt den wahren Täter in einem fulminanten Finale zur Strecke.

Hoffentlich hat die Autorin noch weitere Bücher geplant, denn sie hat das Zeug dazu. Ihr Kommissar ist äußerst symphytisch, die Geschichte ist gut erzählt und die Protagonisten gut durchdacht.
Ein großes Lob auch an den Verlag: das Flexicover mit Lesebändchen ist DER HIT. Nie mehr Lesezeichen verlieren 😉

Über die Autorin:
Elinor Bicks wurde 1966 in Darmstadt geboren und wuchs zum Teil im Odenwald auf. Sie studierte Romanistik in Heidelberg und Bogotá, Kolumbien. Nach Ausflügen in den Journalismus und als Sprachlehrerin landete sie in der Werbung, wo sie viele Jahre als Texterin und Strategin in internationalen Agenturen für bekannte Marken tätig war. Die Autorin lebt heute als Freiberuflerin in der Mainmetropole Frankfurt und besucht immer wieder gerne den Odenwald. Zur Recherche hat sie sich tief in die Welt der Heilpflanzen eingegraben.

Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: März 2015
Flexicover mit Lesebändchen, 285 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1643-9
UVP: € 12,99

Elisabeth Schlemmer