Was wäre Gin ohne Tonic

Kim Walker & Mark Nesbitt

„Die Geschichte des prickelnden Erfrischungsgetränks“ von der Medizin gegen Malaria bis zum heutigen Kultdrink wird in diesem aufwändig gemachten Band mit vielen historischen Illustrationen dargestellt.

Von der Entdeckung Chinins, das aus der Rinde des in den südamerikanischen Anden beheimateten Cinchona-Baumes gewonnen wird, wissen die Autoren ebenso detailliert zu berichten wie von der Gewinnung von Eis oder der Entwicklung des Soda, des karbonisierten Wassers, das im Drink unverzichtbar ist. Mit zahlreichen Bildern versehen, ist dieses Buch nicht nur lehrreich, sondern auch ein richtiger Eyecatcher und ausgesprochen unterhaltsam, denn es beschreibt nicht nur die historischen Zusammenhänge und die Bedeutung der Kolonialisierung, sondern präsentiert auch so manche Geschichten und Anekdoten, die sich hinter den Fakten verbergen.

In diesem Buch steht ganz klar das Tonic Water im Mittelpunkt, denn die Autoren sind der Meinung, dass sowohl über Gin als auch Chinin selbst bereits viel geschrieben wurde. Besonders beeindruckend fand ich die botanische Sammlung der Royal Botanic Gardens in Kew, die etwa 1000 Bündel Chinarinde in ihren Beständen hat, die aus der Zeit zwischen 1780 und 1930 stammen und die vielen historischen Fundstücke in diesem Buch, insbesondere auch den alten Werbungen.

Wer sich heute also einen Feierabendcocktail mit Tonic gönnt oder sich ein Glas Bitterlemon oder Tonic Water pur genehmigt, sollte an die reiche Geschichte denken, die hinter jedem Schluck des heute wieder kultigen Getränks steht!

Details zum Buch:

1.Auflage 2020

Gerstenberg Verlag

ISBN 978-3-8369-2172-5

Bettina Armandola

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