Wir wollen es nochmal wissen!

Wir wollen es nochmal wissen!

Frauen, die kein Alter kennen

Nicole Andries

Felix Broede (Fotografie)

Elisabeth Sandmann Verlag

Die Autorin stellt Frauen in diesem Buch vor, die in der Lebensphase 65 plus entweder einen Neuanfang gewagt habe oder nicht aufhören wollten, was sie beruflich schon immer begeisterte. Die Damen erzählen über ihre Lebensfreude, Risikobereitschaft und Selbstverwirklichung. Sie machen Mut, das Älterwerden als Chance zu sehen.

Der Fotograf Felix Broede hat hervorragende und sehr sensible Fotografien zuwege gebracht und diese haben mich sehr begeistert.

Diese Frauen haben keine Angst vor dem Altsein, keine Angst vor dem Älterwerden und sie brauchen kein Lifting oder Diverses, um aus dem Haus zu gehen. Sie wollen das Leben neu erkunden, Entdeckungen machen und sich auch im Spiegel ansehen und sich so akzeptieren. Sie wollen nicht sofort wegen ihrer Falten zur nächsten Botox-Behandlung laufen. Ihr Selbstbewusstsein liegt im Inneren und ist nicht von Äußerlichkeiten abhängig. Dies ist eine neue Generation.

Ich habe dieses Buch gelesen und jede einzelne Frau gibt ein großartiges Beispiel ab. Jede auf ihre Art und Weise. Diese innere Bewegung, dass man sich über etwas Neues freut und neugierig ist. Das ist auch im Alter absolut unverändert. Nur die Inhalte und der Umgang damit ändern sich. Auch das „Darüber denke ich später nach“ hört auf. Nichts tun ist das Schlechteste, was man machen kann.

Zurücktreten, auch das muss man im Alter lernen. Lernen, dass man bald fortgeht und dass es nach dem eigenen Leben einen Fortgang geben wird. Aber ich möchte diese Welt nicht verlassen, bevor ich nicht eine Antwort darauf gefunden habe, warum Menschen anderen helfen wollen – dies sind die Worte der Autorin Donata Elschenbroich.

Brigitte Fahlisch, eine Baufrau, sagt „Eine Frau darf niemals aufhören, ihren Traum zu leben.“

Barbara Glaunig, die Allrounderin, erzählt über sich „Ich habe es mir im Laufe der Jahre verdient, dass ich da arbeiten kann, wo es Spaß macht.“

Die Reiseveranstalterin Rena Kahle sagt: „In meinem Leben ist mir am wichtigsten, dass ich selbst entscheiden kann, wie ich lebe und was ich mache“.

Die Bildhauerin Ursula Sax sagt: „Jeder von uns hat eine Fähigkeit, die keiner sonst je hatte und im Moment hat. Und die herauszufinden und zu leben ist der größte Beitrag, den man machen kann. Vielleicht gehe ich einen weiblichen Weg. Es war nicht der leichte Weg. Ich hätte mehr Erfolg haben können.“

Heidi Schumacher, die Tangolehrerin, ist sich sicher, dass wir im Tanz Dinge über uns erfahren, die wir sonst nie erfahren würden!

Die Unternehmerin Gisele-Elisabeth Winkler, ist sich sicher, dass mit dem Alter alles dichter und intensiver wird. Ich kann und muss etwas tun, was bedeutungsvoll ist und was mir und vielleicht auch für die Gesellschaft wichtig ist.

Christine Telger, war Model und ihr ist es wichtig zu zeigen, dass es ältere Frauen überhaupt gibt. Etwas aussagt, dass man überhaupt etwas macht und nicht sagt, okay, jetzt bin ich bald 80, jetzt ist bald Schluss“.

Lianne Kolf, Literaturagentin, war immer aufmüpfig und ist der Meinung, alles was ihr Leben verändert, muss sie daraufhin ansehen, ob es zum Positiven gewendet werden kann.

Die Liedermacherin, Bettina Wegner und ihr Ziel wäre, grade klare Menschen wären ein schönes Ziel, Leute ohne Rückgrat haben wir schon zu viele. Schreiben und singen war für mich immer eine Art zu überleben.

Annette Sawatzki, ist Stilberaterin und sie sagt, dass im Alter zurück an den Quell des Lebens – mit Babys und Müttern arbeiten – thät keeps me going! Wie man sein Leben lebt, so altert man!

Wera Bunge, die Lebenskünstlerin ist sich ganz sicher, dass sie mit Ruhestand nichts anfangen kann. Warum soll ich stehen bleiben? Warum soll ich ruhen? Ich bin nicht müde, der Motor läuft!

Die Politikerin, Renate Schmidt, sagt „Nicht nur eine Partei, auch der Mensch braucht Visionen, etwas, wohin er strebt“.

Petra Schramm, die Bohemienne, hat als Kind ihr Gesicht im Mondlicht gebadet, weil sie dachte, dass sie der Mond schön macht, Sie freue sich heute noch, wenn Vollmond ist. Sie konnte lesen, lesen und lesen – die ganze Weltliteratur aus Ost und West.

Lily Honegger-Schaad, eine PR-Spezialistin, hat in ihrem Leben sehr viel Rücksicht genommen. Heute will sie einfach nur noch genießen, das, was schön ist, schauen, entdecken – und tauchen. Großmütter sollten die Enkel bestimmte Sachen lehren. Mütter haben dafür oft keine Kraft mehr.

Über jede einzelne Frau gibt es in diesem Buch einen sehr lesenswerten Artikel. Mit sehr schönen Fotos bestückt und jedes Leben dieser Damen ist äußerst interessant.

Es war so schön dieses Buch zu lesen und ich würde mich freuen, dass dieses vielen Frauen in die Hände fällt, um es zu lesen und zu studieren, denn es ist voller Optimismus.

Viel Freude damit!

Brigitte H. Schild

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