Der Archivar der Welt

Lia Tilon

Die Welt in Bildern festzuhalten, sich ein Bild von den Fremden zu machen und damit ein Projekt zu schaffen, um die Völker der Erde einander näherzubringen, ist der Plan des reichen Pariser Bankiers Albert Kahn. Als seinen ersten Fotografen hat er den jungen Chauffeur Alfred Dutertre auserkoren, den er in die Kunst der Fotografie einweisen lässt. Das technische Geschick des jungen Mannes soll sich auch auf den langen Reisen mit seinem Arbeitgeber auszahlen. Und so bereist das ungleiche Paar Japan, Hawaii und die Mongolei, besucht New York und Norwegen, Marokko und Syrien und fängt die fremde Umgebung mit ihren Bewohnern zum Teil bereits in Farbaufnahmen ein.

Die Reisen beginnen bereits im jungen 20. Jahrhundert und rund um das Jahr 1910 war das Fotografieren noch eine kostspielige Kunst, die nur von wenigen ausgeübt wurde. Einen Weltkrieg später hat Kahn sein Vermögen bei der Weltwirtschaftskrise verloren, der Zweite Weltkrieg droht bereits und der Bankier zieht sich schwer krank in seine Villa zurück, wo er mit über siebzigtausend Bildern und Hilfe von Dutertre, der noch immer an seiner Seite ist, sein Archiv der Welt geschaffen hat.

Diese Lebensgeschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt nicht nur die Geschichte eines großen Projekts des Friedens sondern auch die einer Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern. Neben Fragmenten aus den Tagebüchern Dutertres, finden wir am Ende des Buches auch einige ausgewählte Fotografien, die ich besonders faszinierend finde! Eine interessante Schilderung einer gar nicht so lange zurückliegenden Zeit, die trotzdem- zumindest was das Reisen und Fotografieren betrifft- so verschieden war von der heutigen Welt der Smartphone-Generation!

Über die Autorin:

Lia Tilon wurde 1965 in Broek in Waterland geboren. Heute lebt die Autorin in Spanien.

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2019

dtv

ISBN 978-3-423-28196-6

Bettina Armandola

2 Kommentare zu „Der Archivar der Welt

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    1. Ich habe manche Aspekte interessant gefunden, aber es war für mich schon sehr sperrig zu lesen. Ich hätte mir mehr Fotos als Begleitung zu den Schilderungen gewünscht, um das Ganze lebendiger zu machen. Also, ich würde es nicht nochmal lesen…

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