Buntes Mischmasch

Heute habe ich ein buntes Lesemischmasch für euch vorbereitet. Krimi, Literatur, Sachbuch und Bellestristik halten sich die Waage. Lauter tolle Bücher mit spannenden Themen und einem garantierten Lesespaß!

Kein Platz mehr von Margit Schreiner erschienen bei Schöffling & Co

Gerade in einer Zeit, in der Hygge und Weniger ist mehr – große Themen sind, kommt dieser Roman gerade recht. Eine herrliche Satire an Sammler und Horter, der zum Lachen bringt und voller schwarzem Humor ist. Grandios und amüsant!

Zum Inhalt:

Zettel, Tagebücher, Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Fotos, Nippes aller Art: »Allein die Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln!«

Gewohnt überspitzt und mit reichlich schwarzem Humor wettert Margit Schreiner über die Fülle, mit der wir uns tagtäglich umgeben. Dabei bleibt niemand verschont: Bruno stapelt Unterlagen in seiner neu hinzugemieteten (um Platz zu schaffen!) Bibliothek, Hans und Maria kaufen zwar nichts Neues, schmeißen aber auch nichts weg, Rudi und Franca leben in einem vollgestellten Schloss am Lago Maggiore und selbst bei Willi auf dem Land wird es eng. Da hilft nur das Aus- und Aufräumen – wenngleich dies noch mehr zutage fördert.

Ein so amüsanter wie treffender Roman über den Mangel an Platz, über Schriftsteller, die wie Messies leben, sowie über die problematische Müllentsorgung in Italien. Am Beispiel Japans geht Margit Schreiner der weltweiten Platzfrage nach, zeigt die irrwitzigen Folgen des Platzmangels und des Lärms auf ganze Gesellschaftsstrukturen. Wer glaubt, dass da nur noch die Flucht in den Himalaya oder den kanadischen Urwald bleibt, irrt sich. Denn ganz gleich, wie man es dreht und wendet: Es gibt keinen Platz mehr.

Palmyra von Michael Sommer erschienen bei Philipp von Zabern

Dies ist ein extrem spannend geschriebenes historisches Buch über die syrische Palmyra zu ihrer Blütezeit vom 1. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. Genial geschrieben wird Geschichte hier lebendig. Sommer führt uns charmant in die Vergangenheit und zeigt uns eine bisher nicht gekannte Welt! Ein wundervolles Buch, bei dem man tief in die Vergangenheit eindringt und diese fast selber erleben kann.

Zum Inhalt:

Als Karawanenstadt an der Handelsroute zwischen östlichem Mittelmeer und dem Arabischen Meer gelegen, nahm das syrische Palmyra während seiner Blütezeit vom 1. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. eine überragende politische und kulturelle Stellung ein. Dann verlor die Stadt an Bedeutung und geriet schließlich fast in Vergessenheit, bis sie im 17. Jahrhundert von einem italienischen Reisenden wiederentdeckt wurde. Schon im 18. Jahrhundert waren die Ruinen von Palmyra zu einem der am häufigsten gemalten Motive des Nahen Ostens geworden. Bis heute begeistert die Wüstenstadt Geschichtsinteressierte und Wissenschaftler gleichermaßen.

Michael Sommer, einer der führenden Spezialisten für den östlichen Mittelmeerraum, erzählt die Geschichte Palmyras von den Anfängen der Stadt über ihre Blütezeit und den allmählichen Niedergang bis hin zur heutigen Bedrohung dieses einzigartigen UNESCO-Weltkulturerbes. Eine bisher einzigartige Studie, hochgelehrt und brillant geschrieben.

Meine algerische Familie von Alice Schwarzer erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Alice Schwarzer erlaubt uns mit diesem sehr sympathischen Buch einen tiefen Einblick in ihr Privatleben und ihre Verbindung zu einer algerischen Familie. Diese ist so vielfältig und über viele Jahre erhalten geblieben, dass sich in diesem Buch zahlreiche Seite mit Leben füllen lassen, an denen die Leser sehr gerne teilhaben. Super geschrieben, in einem flüssigen Stil, lässt uns Schwarzer Grenzen vergessen und einfach Mensch sein.

Zum Inhalt:

Seit Jahrzehnten hat Alice Schwarzer eine enge und liebevolle Beziehung zu einer Familie in Algerien, die in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit ein Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne ist, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen. Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 Djamila, eine algerische Journalistin, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem Bürgerkrieg in den 90er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte.

Djamilas Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten lernte Alice Schwarzer später in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben. Diese Familie lässt Alice Schwarzer zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner lebendig werden: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, die Generation, die die »schwarzen Jahre« des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte, und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation.

Das größte Abenteuer der Menschheit von Lawrence M. Krauss erschienen bei Knaus

Dieser Autor schafft es ein extrem komplexes Thema auf den Punkt zu bringen und auch für Laien zu erklären. Genial geschrieben, machen wir mit diesem Buch eine Reise zum Ursprung des Universums und elementaren Fragen des Lebens. Er schafft eine Mischung aus Geschichte, Physik und dem Kosmos und erklärt grandios sehr schwere Inhalte. Die Natur ist voller Wunder und auch hierauf wird eingegangen und gezeigt, was es alles geniales zu bestaunen gibt. Absolut lesenswert!

Zum Inhalt:

Warum sind wir hier? Diese Frage steht hinter dem jahrtausendealten Versuch der Menschen, die Welt, in der wir leben, zu begreifen. Lawrence Krauss, einer der bekanntesten Astrophysiker der Gegenwart, erzählt die Geschichte dieses größten geistigen Abenteuers der Menschheit: Schritt für Schritt zu entschlüsseln, wie das Universum entstanden ist, woraus es besteht, wie es funktioniert und welche Rolle wir darin spielen, kurz, die Entdeckung der verborgenen Welt hinter der wahrnehmbaren Realität im Großen wie im Kleinen. Packend und anschaulich schildert er die Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse bis hin zu dem faszinierenden Bild, das die Physik unserer Zeit von den rätselhaften Strukturen und Kräften des Universums zeichnet.

Commissaire Le Floch & Das Geheimnis der Weißmäntel von Jean-Francois Parot erschienen bei Blessing

Witzigerweise habe ich den ersten Band nach einem Folgeroman gelesen, was aber eigentlich keinen Unterschied macht, da man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann und sie einfach genial sind. Die Schreibweise von Parot liegt mir sehr und der ganze Roman ist ein Genuss. Die Mischung aus Krimi und Geschichte und die Chance für die Leser in eine spannende Vergangenheit einzutauchen ist absolut gelungen und für mich genial. Mehr braucht es nicht. Eine absolut lesenswerte Reihe.

Zum Inhalt:

Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?

Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.

Viel Freude beim Lesen!
Barbara

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