Erzählungen und Aphorismen

Erzählungen und AphorismenMarie von Ebner-Eschenbach

Erzählungen und Aphorismen

 

Wenn wir „Marie von Ebner-Eschenbach“ hören, fällt vielen von uns „Krambambuli“ ein, doch bei den meisten ist es dann auch schon vorbei. Im Band 4 der Leseausgabe der 1830 geborenen Autorin sind ihre Erzählungen und Aphorismen versammelt.

Die Themen bezog die Künstlerin aus ihrem eigenen Leben: die Schwierigkeiten eines Künstlers, anerkannt zu werden, aristokratische Verbohrtheiten, Feminismus und Moral in der Ehe waren ihr Inspiration für ihre Novellen.

Ihre Erzählungen sind mit großem Einfühlungsvermögen geschrieben und zeugen von der Pein, kreative Schöpfungen der Kritik preiszugeben und Anerkennung zu finden. So wird der Protagonist in der Künstlernovelle „Ein Spätgeborener“ zum Spielball eines gehässigen Kritikers und geht daran zugrunde.

Besonders beeindruckend ist für mich Marie von Ebner-Eschenbachs kritische Einstellung zur Stellung der Frau, den sie in folgendem Aphorismus auf den Punkt bringt: „Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt“.

Marie von Ebner-Eschenbach gilt als eine der wichtigsten Autorinnen ihrer Zeit, die Essenz ihrer Erzählungen und Aphorismen ist noch heute gültig und beeindruckt auch in der Gegenwart ihre LeserInnen. Ich jedenfalls habe einen faszinierenden Einblick in das erzählerische Schaffen der Schriftstellerin erhalten!

 

Details zum Buch:

Herausgegeben und mit einem Vorwort von

Evelyne Polt-Heinzl, Daniela Strigl und Ulrike Tanzer

2015

Residenz Verlag

ISBN 978-3-7017-1631-9

 

Bettina Armandola

 

 

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