Nephilim

nephilimGesa Schwartz

Nephilim
Die Chroniken der Schattenwelt I

„Wie war es möglich, dass es diese Welt gab, diesen Kosmos an Vielfalt, und er sein gesamtes bisheriges Leben lang nicht davon geahnt hatte? Er war hin- und hergerissen zwischen dunkler Faszination, Entsetzen und Ungläubigkeit.“

Verlagsinfo: „Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.“

 

Gesa Schwartz hat hier einen fulminanten Auftakt zu ihrer Schattenwelt-Trilogie abegeliefert. Das ist Fantasy at it’s best. Bei aller Düsternis humorvoll, bei allem Schrecken hoffnungsfroh. Bunt, fantasievoll, großartig.

Der junge Nando ist ein lieber Kerl, aber auch zerissen und von einem schweren Schicksal gezeichnet: Nicht nur hat er seine Eltern früh bei einem Autounfall verloren und laboriert seitdem an den Schuldgefühlen der Überlebenden, sondern dann stellt sich auch noch heraus, dass er ein Magie- und Flügelbegabtes Zwischenwesen ist, ein Nephilim. Und nicht nur das, sondern sogar auch noch „Sohn“ des Teufels, Luzifer himself. Oha!

„Es gibt Dinge, die man erfahren muss, um sie zu begreifen.“

Kann es noch schlimmer kommen? Definitiv. Engel und Dämonen sind urplötzlich hinter ihm her und beide wollen nur das Eine: Nando umbringen.
In der Menschenwelt kann er nicht bleiben, also nimmt ihn sein Mentor, der abtrünnige Engel Antonio mit in die Schattenwelt. Aber dort ist er auch nicht gerade beliebt. Zu schlimm die Untaten, die andere Teufelssöhne vor ihm über die Community der Nephilim in der Schattenweltstadt Bantoryn gebracht haben.

Nando selbst gerät immer wieder in Gefahr, von der dunklen Seite in ihm selbst, aus dem Tritt gebracht zu werden: „Dein Zweifel ist deine Größte Schwäche, und er ist das Tor, durch das Luzifer zu dir spricht. Vertraue dir selbst, Nando!“
Selbstvertrauen vs Selbstzweifel – nicht nur für den heranwachsenden Nando leichter gesagt als getan.

Gesa Schwartz entwirft ihre Protagonist/innen – auch die Bösewichter – mit großer Zärtlichkeit. Ihr Erzählstil ist dabei poetisch und wortgewaltig. Was ihre Kritiker – deren es auch einige gibt – ihr durchaus ankreiden. Und es stimmt, Gesa Schwartz liefert hier keine leichte Kost ab. Sowohl sprachlich, als auch inhaltlich fordert dich das Buch, prüft deine inneren Einstellungen und verlangt Auseinandersetzung. Es drückt dich runter, bringt dich zum lachen (Danke für die Figur der Kaya und des Morpheus!) und zum Weinen (Silas!!), um dich schließlich hochzuheben und fast schweben zu lassen.

„Das wirklich Böse ist die Furcht. Nichts hat gerade über die Menschen so große Macht wie sie.“

Wie gesagt – hat mir hervorragend gefallen und ist genau das richtige für mich. Wie schön, dass Band 2 (Angelos) und Band 3 (Daimon) der Trilogie bereits erschienen sind. Jippieh 🙂

 

 

Über die Autorin
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Nach ihrem Abschluss reiste sie ein Jahr auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler durch Europa. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen. Mit ihrer Trilogie um den Gargoyle Grim gelang ihr der große Durchbruch.

 

Details zum Buch
Erschienen am 07.10.2011
608 Seiten
ISBN 978-3-8025-8457-2
Ausgabe: broschiert mit Klappe, Trade Paperback
Verlag: Egmon-Lyx-Verlag

 

Jackie Hechmati

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