Ashby House

Cover_AshbyHouseAshby House
V. K. Ludewig

Die Schwestern Lucille und Laura Shalott ziehen in die Abgeschiedenheit der englischen Provinz. Ihre neues Heim ist das herrschaftliche Ashby House. Nach und nach entdecken die beiden Schwestern mit Hilfe ihres Butlers Steerpike die wahre Größe und das gruselige Eigenleben des alten Gemäuers.
Die Geschwister haben ein sehr zwiespältiges Verhältnis zueinander. Lucille, die ältere Schwester, ist eine weltweit bekannte und gefragte Fotografin. Seit einem Unfall ist sie jedoch auf einen Rollstuhl und die Hilfe ihrer Schwester angewiesen. In Ashby House will sie ungestört von Presse und Jet Set für ihr neuestes Projekt recherchieren.
Die jüngere Schwester Laura wird seit dem Unfall ihrer Schwester von ihrem Freundes- und Bekanntenkreis gemieden, da alle der Meinung sind, dass sie an Lucilles Unfall schuld wäre. Frustriert darüber und über den Umzug in die Einöde, freut sie sich umso mehr, als sie den charmanten Hector Slasher, Besitzer des Kaffeehauses im Nachbarort, kennenlernt.

Das Buch ist spannend geschrieben. Man möchte wissen wie es weiter geht und was hinter den unerklärlichen Ereignissen im Ashby House steckt. Ich musste auch immer wieder schmunzeln, da die Figuren vom Erzähler durchaus ironisch beschrieben werden. Dazwischen gibt es Erklärungen und Rückblenden zu den einzelnen Charakteren, die nicht direkt mit der Handlung zu tun haben. Ich empfand diese, vor allem zu Beginn, als irritierende Unterbrechungen des Handlungsflusses. Insgesamt ist Ashby House ein kurzweiliges Lesevergnügen für Gruselfans.

Über den Autor
V. K. Ludewig betätigte sich nach seinem Anglistikstudium u.a. als Ghostwriter, Übersetzer, Redakteur, Fernseh- und Buchautor. Sein Ratgeber ›Nur nicht aus Liebe weinen‹ wurde zu einem Klassiker der schwulen Selbsthilfeliteratur. 2012 debütierte er mit seinem Grusel-Fantasy-Roman ›Ashby House‹ bei dtv, 2013 erscheint die Fortsetzung, ›Oper der Phantome‹.

Details zum Buch
Deutscher Taschenbuch Verlag
März 2012
Paperback, 320 Seiten
ISBN 978-3-423-21351-6
€ 10,30

Rezensiert von Marlies Presser

Die Seelenquelle

die seelen quelleDie Seelenquelle

Stephen R. Lawhead

 

 

Kit sitzt fest. Eigentlich sucht er mit seiner Freundin Mina nach den Stücken der zerteilten Karte der Parallelwelten. Dafür reisen die beiden auf den Ley-Linien durch Raum und Zeit. Doch nun ist Kit gestrandet — in der Steinzeit. Er muss schnell zu Mina zurückfinden, denn auch andere sind unerbittlich auf der Jagd nach der Karte. Und Kit weiß, wieso: Sie weist den Weg zur Seelenquelle. Einem Ort von unglaublicher Kraft, wo Tote wieder ins Leben gerufen werden können.
Von der Steinzeit ins Oxford des Mittelalters, von Spanien nach Ägypten … an all diese Orte führt die Suche nach einem Preis jenseits aller Vorstellungskraft.
Die Ley-Reisen Roman von Lawhead sind wirklich in den Bann ziehend. Man erlebt verschiedene Kulturen, Jahrhunderte, Personen, Bräuchte und Abenteuer…und das mit eigentlich nur wenigen Hauptakteuren. Faszinierend wie unterschiedliche Handlungsstränge und Personen erzählt werden, ohne, dass es für den Leser verwirrend wird. Man lebt mit jeder einzelnen der Personen mit und genießt die Abenteuer. Gerade für dunkle Herbsttage eine ideale Flucht in eine schöne Traumwelt!
Über den Autor:
Stephen R. Lawhead wurde 1950 in Kearney, Nebraska, geboren. Seine ersten Romane waren Fantasy-Sagas um König Artus und die keltische Mythologie. Um den Quellen seiner Inspiration näher zu sein, zog er mit seiner Familie nach England. Der erste Band seiner Kreuzzugs-Trilogie, Der Sohn des Kreuzfahrers, machte ihn international auch als Autor historischer Romane bekannt. Steve Lawhead lebt heute nach Aufenthalten in Österreich und den USA wieder in der Nähe von Oxford, England. Und auch literarisch hat er zu seiner ersten Liebe, der Fantasy, zurückgefunden.
Details zum Buch:
Bastei Lübbe Verlag
übersetzt von Dr. Arno Hoven
Paperback, 415 Seiten
Ersterscheinung: 11.01.2013
ISBN: 978-3-404-20690-2
Maria Rainer