Mein Buch der Kunst

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Ich sehe was, was du nicht siehst!
Text: Doris Kutschbach
Große Kunst für kleine Findefüchse: In den Meisterwerken der Kunst gibt es schon für kleinere Kinder viel zu entdecken. Berühmte Kunstwerke aus aller Welt laden quer durch die Jahrhunderte zu einer spielerischen Beschäftigung mit Farben, Formen und Detailbildern ein – gemeinsam mit Erwachsenen, aber auch allein. Die Kunst-Wimmelbilder begeistern die kleinen Entdecker. Ein riesiger Such-Spiel-Spaß für alle Kinder ab dem Kindergartenalter.
Das Konzept dieses Buches ist ebenso simpel wie überzeugen: ohne große Theorie und Erklärungen werden Werke bekannter Künstler in Rätselbilder verwandelt: Es gilt, in den Abbildungen ganz unterschiedlicher Kunstwerke diverser Epochen bestimmte Elemente zu finden oder zu zählen. Da sind z.B. klitzekleine Personen, Tiere, Formen, Farben oder Bildausschnitte in Werken von Kandinsky, Breugel, Renoir oder Haring versteckt. Aber auch indische Miniaturen, altägyptische Wandmalereien und japanische Holzschnitte sind zu sehen.
Fazit: Es gibt nicht viele Bücher, die Kindern so einfach, spielerisch und intuitiv Kunst näherbringen. Insgesamt ein sehr gelungenes Werk. Schade, dass es nicht als Serie erschienen ist.
Auf den letzten Seiten findet man dann die Auflösungen sowie kurze Erläuterungen zu Künstler und Werk.
Übrigens, passend dazu gibt es auch „Mein großes Buch der Farben“.

Prestel Junior, Prestel Verlag (ab 4 Jahren)

ISBN 978-3-7913-7141-2 (gebundene Ausgabe)

€ 14,99

Linnéa im Garten des Malers

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Text: Christina Björk
Illustration: Lena Anderson
Linnéa fährt nach Paris! Aber nicht wegen des Eiffelturms. Nein, sie besucht mit ihrem Freund, dem Gärtner Blümle, den Garten des Malers Claude Monet. Dort entstanden die einzigartigen Seerosenbilder, die den impressionistischen Künstler weltberühmt gemacht haben. Linnéa erfährt alles über Monets Leben, über seine Familie und lernt nebenbei ein bisschen von Paris kennen.
In dieser wunderbaren Geschichte steckt so viel mehr als nur eine Vorstellung von Monets Garten in Giverny: Es steht für eine Freundschaft, die kein Alter kennt, die Atmosphäre einer Stadt, die Magie des Reisens, Monets Kunst und dafür wie die Lebensgeschichte eines Malers sein Werk prägen.
Meine Tochter liebt dieses Buch und liest es immer wieder gerne. Die beiden Mädchen würden sich sicherlich gut verstehen 🙂
Natürlich entdeckt Linnéa, die so gerne gärtnert, auch viele Pflanzenarten, die im Laufe der Geschichte eingestreut werden.
Fazit: Eine Geschichte, ganz so wie wir sie am liebsten haben: wertvoller Inhalt, eine warmherzige Sprache und liebevoll gestaltete Illustrationen.

Verlagsgruppe Random House

ISBN 978-3-570-22556-1 (Taschenbuch-Ausgabe, 56 Seiten)

€ 7,99

Monsieur Matisse und seine fliegende Schere

von Annemarie van Haeringen

51KCqq2NGRL._SX414_BO1,204,203,200_Monsieur Matisse ist ein Maler mit sonnigem Wesen – alle werden fröhlich, die seine farbigen Bilder sehen. Aber dann wird er krank …

Als er nach einer Operation in einem kahlen, weißen Zimmer erwacht, verlangt er nach Farben. ‚Bringt mir meine Zeichenstifte! Bringt mir Farben!‘, ruft er. Doch auf einem Bettlaken kann man nicht malen. ‚Bringt mir eine Schere!‘, fordert er. Monsieur Matisse schneidet eine Schwalbe aus. Die Schwalbe wird an die kahle, weiße Wand geheftet. Jetzt gibt es kein Halten mehr: Die Schere fliegt und er schneidet und schneidet und schneidet…

Dieses wunderbar illustrierte Kinderbuch erzählt liebevoll und kindgerecht eine Episode aus den letzten Lebensjahren des berühmten Künstlers Henri Matisse: 1941 erkrankte der Maler schwer und wandte sich dadurch dem Scherenschnitt zu – da es ihm nicht mehr möglich war, seine großflächigen Werke zu erschaffen. Ein paar Jahre darauf, 1948, gab er die Malerei übrigens komplett auf.

Das Buch spiegelt immer wieder die Farben und Formen wider, welche der Fantasie des Künstlers entspringen.

Sehr schön gemacht. Ein Bilderbuch für alle kleinen und großen Kunstfreunde!

Details zum Buch:

Verlag Freies Geistesleben

ISBN 13: 978-3772527692

Preis: € 14,90

Die Biene, die sprechen konnte

Die wunderbare Welt von Belle und der Biene

von Al MacCuish und Rebecca Gibbon

519GOHLz7tL._SX380_BO1,204,203,200_Belle ist ein richtiges Stadtkind aus Paris. Jeden Sommer fährt sie zu ihren Großeltern aufs Land. Dieses Jahr erhält sie ein besonderes Geschenk: Opa hat das alte Rad ihrer Mutter wieder instand gesetzt.
Belle macht einen Ausflug. Doch schon nach Kurzem stürzt sie und schlägt sich ein Knie auf. Bestürzt stellt sie fest, dass sie sich verirrt hat. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch ruft sie um Hilfe – und erhält Antwort von einer sprechenden Biene. Die beiden freunden sich an.
Die Biene zeigt Belle die Pflanzen, die den Schmerz am Knie lindern, und stellt ihr die Tiere des Waldes vor, und sie zeigt ihr einen Bienenstock und erklärt ihr, wie wichtig die Arbeit der Bienen ist.
Nach diesem Erlebnis verbringt Belle so viel Zeit wie möglich im Wald und hält all ihre Entdeckungen in ihrem Tagebuch fest. Als sie nach diesem schönen Sommer wieder heimfährt, weiß sie, dass es ohne die Bienen keinen Honig und keine Früchte gäbe und dass in der Natur alles seinen Platz hat und der Mensch ein Teil davon ist.

Dieses entzückende Buch ist vom Leben des Biologen Bernard Chevilliat inspiriert, der in der Stadt aufwuchs und erst als Erwachsener das Landleben kennenlernte, wo er mit seinem Bruder schließlich eine Bienenfarm aufbaute.

Es ist eine Geschichte über die Vielfältigkeit der Natur, das Teilen, das gemeinsame Miteinander sowie Offenheit und Freundschaft (ja, auch mit einer sprechenden Biene). Ganz hinten im Buch wird noch eine Liste jener Pflanzen angeführt, die durch Bienen bestäubt werden: z.B. Obstsorten wie Äpfel, Himbeeren oder Zitronen, aber auch Gemüse wie Brokkoli oder Tomaten. Aber auch Vanilleschoten, Kürbisse und Avocados verdanken wir diesen kleinen fliegenden Tierchen!

Ein wirklich liebevoll gestaltetes und warmherzig geschriebenes Buch.

Details zum Buch:
Orell Füssli Verlag

ISBN-13978-3-280-03476-1

Gebundene Ausgabe, 32 Seiten

Preis: € 14,95

Hummelflug und Bärentanz

Die schönsten Tiermotive der klassichen Musik

Marko Simsa und Silke Brix

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Es zwitschert fröhlich in Haydns „Vogelquartett“, es schwirrt und surrt bei Rimski-Korsakows „Hummelflug“, in Rossinis „Katzenduett“ wird kräftig miaut, es watscheln „Die Pinguine“ bei Duit, es flattert Griegs „Schmetterling“, es springt der „Floh“ bei Beethoven, es brummt „Der Bär“ bei Bartok und Saint-Saens lässt sogar die Fische im „Aquarium“ tanzen.

Dieses großformatige und liebevoll gestaltete Vorlesebuch bettet die berühmtesten tierischen Musikstücke der Klassik in eine kleine Geschichte ein – ganz ähnlich wie man es von „Peter und der Wolf“ kennt (hierzu gibt es übrigens ebenfalls ein Buch von Marko Simsa).

Zu jedem inhaltlichen Abschnitt auf das passende Lied auf der beigefügten CD verwiesen. Angetanzt kommt dabei eine ganze Tierparade: trompetende Elefanten, die im Titel erwähnten Bären und Hummeln, bunte Vögel und blubbernde Wasserbewohner. Natürlich dürfen auch die Schwäne nicht fehlen! Dementsprechend vielfältig sind auch die Musikstücke.

Mir persönlich ist der Text von Buch und CD etwas zu technisch bzw. auf die Wissensvermittlung fokussiert. Ich hätte mir gewünscht, dass die Melodien spielerischer eingebunden würden. In dieser Form ist das Buch auf der anderen Seite für versierte Eltern oder auch für den Unterricht sehr gut geeignet.

Übrigens, auf der Website des Verlages gibt es auch noch Ausmalbilder, die heruntergeladen werden können. Das kommt immer sehr gut an!

Details zum Buch:
Jumbo Verlag

ISBN-13 978-3-8337-3483-0

Gebundene Ausgabe mit CD, 32 Seiten

Preis: € 19,99