
Die schüchterne June Jones lebt in dem kleinen englischen Dorf Chalcot und arbeitet dort in der Bibliothek. Gewissenhaft ordnet sie die Bücher in die Regale, gibt Leseempfehlungen aus, hilft bei Computerproblemen und ist die gute Seele der Bibliothek. Eigentlich ist sie glücklich mit ihrem einfältigen Leben. Doch eines Tages erkennt June, wie wenig sie erst erlebt hat und dass es vielleicht interessanter wäre sich abseits ihres Jobs nicht nur zu Hause hinter Büchern zu verstecken.
Als die Bibliothek aufgrund von Sparmaßnahmen schließen soll, wächst June über sich hinaus: Sie entwickelt ein selbstbewusstes Auftreten, öffnet sich, findet Freundschaften, verliebt sich in einen ehemaligen Schulkollegen, verlässt ihren Heimatort und schafft es dennoch – oder gerade deswegen – ihre geliebte Bücherei für die Dorfbewohner*innen zu retten.
Der warmherzige Roman handelt von Freundschaften und dem Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft. Die einzelnen Charaktere sind sehr verschieden, teils skurril, aber stets liebenswert. Die Handlungen sind zwar vorhersehbar, aber dennoch interessant und man freut sich über die vielen Happy ends.
Ich habe das Werk sehr gerne gelesen, da es mir gefallen hat, wie June über ihre Routine und Scheu hinauswächst und immer mutiger handelt und neue Facetten ihres Lebens entdeckt. Es ist ein klassischer „feel good“-Roman, der eine Fortsetzung verdient.
Über die Autorin:
FREYA SAMPSON hat in Cambridge Geschichte studiert, ist Fernsehproduzentin und war u. a. an zwei Dokumentationen über die britischen Royals beteiligt. Bei DuMont erschien 2021 ihr Debütroman ›Die letzte Bibliothek der Welt‹, der auf der Shortlist für den Exeter Novel Prize stand, und 2023 ›Menschen, die wir noch nicht kennen‹. Freya Sampson lebt mit ihrer Familie in London.
Details zum Buch:
Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
Originaltitel: The Last Library
Übersetzung: Lisa Kögeböhn
Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Seiten: 368
ISBN: 978-3-8321-6651-9
Eure Sonja
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