Young China

Zak Dychtwald

Der Unterschied zwischen chinesischen Millenials und denen in anderen Teilen der Welt besteht darin, dass sie in einem Land aufgewachsen sind, das sich um ein Vielfaches schneller verändert hat als die Länder überall sonst.

Die nach 1990 geborenen Chinesen sind in ihrer Kindheit oft „kleine Kaiser“, bekommen also von ihren Eltern, was ihre Ausbildung und Konkurrenzfähigkeit im späteren Berufsleben betrifft, soviel wie möglich mit- hier kommt auch der Begriff der Tigermütter ins Spiel, die ihre Kinder zu Höchstleistungen antreiben. Doch auch die Last auf die jungen Chinesen ist immens, wenn sie an die Zukunft denken: im Zuge der Einkindpolitik sind sie die einzigen künftigen potentziellen Unterstützer ihrer Eltern und Großeltern. Das zeigt auch, dass ein guter Schulabschluss, ein Studium und ein guter Job nicht nur der Imagepflege dienen!

Gleichzeitig wollen viele junge Chinesen im Jetzt leben und sich etwas gönnen, was sich besonders am Singles Day bemerkbar macht, an dem die Onlineplattform Alibaba Milliardenumsätze mit den Wünschen und Träumen Young Chinas macht. Die Generation der Millenials ist aber zwischen Moderne und Tradition gefangen: was das Heiraten und die Partnerfindung betrifft, ist die Einstellung noch immer sehr traditionell, der Unternehmergeist und die Lust am Reisen wiederum ist in dem großen Land extrem ausgeprägt. Die junge Generation versteht unter Freiheit keinen Sturz des Regimes, viele halten ihre Regierung für effektiv, haben aber die Zensur satt.

Der Autor dieses Buches hat über Jahre das junge China erkundet und viel über Schönheitsideale, den harten Wettbewerb am Job- und Wohnungsmarkt und die Einstellung der Bevölkerung gelernt, die China zu einer erfolgreichen Wirtschaftsmacht werden liess. Um China zu verstehen, muss man so wie Zak Dychtwald im Land leben und erkennen, was die chinesische Jugend antreibt und dass der Westen nicht mehr das Vorbild ist, das er lange Zeit war. Das macht uns der kalifornische Millenial auf sehr unterhaltsame Art und Weise klar und gibt tiefe Einblicke in das Leben der chinesischen Jugend. Seine eigenen Eindrücke und Erfahrungen teilt er in dieser hochgelobten Reportage mit seinen Lesern und hilft uns sehr authentisch, zu verstehen, wie Young China tickt!

Über den Autor:

Zak Dychtwald wurde 1990 in Kaliforniern geboren. Mit 20 kam er als Student erstmals nach China und verbringt dort jedes Jahr mehrere Monate. Er ist Schriftsteller, Consultant und Keynote-Speaker und arbeitet als CEO und Leiter der Forschungsabteilung der Young China Group. Der Autor lebt in New York.

Details zum Buch:

Berlin 2020

Econ bei Ullstein Buchverlage

ISBN 978-3-430-21025-6

Bettina Armandola

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