Geheime Quellen

Gestern habe ich den 29. Band von Donna Leon „Geheime Quellen“ beendet. Das Buch ist im Diogenes Verlag erschienen und ergänzt meine bisherige Donna Leon Reihe einfach wundervoll. Unglaublich, aber wahr habe ich bisher alle 29 Bände gelesen und kann mich nicht erinnern, dass mir eines der Bücher nicht gefallen hat. Ich finde die angesprochenen Themen einfach toll und mache mir auch selber darüber immer Gedanken.

Auch in diesem 29. Buch wird ein sehr wichtiges Thema ansgesprochen – Umweltschutz und die Verschmutzung der Gewässer. Sympathisch und authentisch gehen wir mit Commissario Brunetti wieder einen Schritt in seinem Leben und begleiten ihn bei einem neuen Fall. In dieser Geschichte spielt seine Familie nur eine untergeordnete Reihe und seine berühmten Schwiegereltern werden nicht einmal erwähnt, gefühlt das erste Mal in einem Buch. Auch die Kindern und Paolo werden nur am Rande wahrgenommen. Dafür wird seine Beziehung zu den Kollegen ein bisschen intensiver geschildert und man erfährt viel über Brunettis Gefühlwelt. Hier handelt es sich um einen Fall, der einen nicht loslässt und das Gewissen in Frage stellt. Oft stelle ich mir die Frage, wie ich handeln würde und es gibt nicht immer eine eindeutige Entscheidung.

Mit Commissario Brunetti und den Büchern durch Venedig zu wandern ist wie eine Gedankenreise in diese verzauberte und wundervolle Stadt. Ich bin sehr oft Brunettis Meinung und würde mir ein Venedig ohne den Massentourismus wünschen, so wie ich es schon erleben durfte. Ich hoffe sehr, dass sich hier durch die präkere Situation in Italien etwas ändern wird und nicht alles zum Alten zurückfindet. Dieses Buch ist wie ein Gespräch mit einem guten Freund und es war wunderschön jede Seite zu lesen, der Geschichte zu folgen und eine Reise im Kopf nach Venedig zu machen. Donna Leon schafft es die Figuren so authentisch zum Leben zu erwecken, dass ich und wahrscheinlich mit mir viele Leser glauben Brunetti und seine Familie zu kennen und mit ihnen befreundet zu sein. Einfach herrlich! Ich hoffe es kommen noch ganz viele Brunetti Bücher heraus, die ich meiner Sammlung hinzufügen kann.

Zum Inhalt:

Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz

Als Vittorio Fadalto in einer Sommernacht auf dem Rückweg von der Arbeit mit dem Motorrad verunglückt, glauben alle an einen Unfall. Nur nicht seine Frau, die Brunetti um Hilfe bittet. Wollte tatsächlich jemand Fadalto etwas Böses? Oder sind das nur Hirngespinste seiner schwerkranken Frau? Brunetti braucht all seine Intuition – und enthüllt schließlich ein Verbrechen größeren Ausmaßes mit Folgen für die Gewässer des ganzen Veneto.

Viel Freude beim Lesen!
Barbara

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