Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen

Von Menschen, Zellen und WaschmaschinenRenée Schroeder

mit Ursel Nendzig

Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen

Anstiftung zur Rettung der Welt

 

Was haben Bakterienkulturen mit der Menschheit gemein und was bedeutet die Sättigungskurve für die Explosion der Einwohnerzahlen auf unserer Erde?

Die Biochemikerin Renée Schroeder zeigt interessante Vergleiche von Ergebnissen aus dem Laboralltag und der Forschung mit der rasanten Entwicklung der Bevölkerungszahlen, dem zügellosen Wirtschaftswachstum und dem Verlust der Qualität zugunsten der Quantität in unserem Leben.

Ihre Forderung: Verantwortung übernehmen! Und das heißt in erster Linie Denken und auf der Suche nach der Wahrheit sein. Sich nicht einlullen zu lassen von den Massenmedien, der Politik, der Religion! Selbst zu überlegen, was wir für eine lebenswerte Zukunft tun können, nicht nur unser eigenes Wohl vor Augen zu haben, sondern das der gesamten Menschheit…

Ich habe dieses Buch als wichtige Denkaufgabe verstanden. Die Parallelen zwischen unserer Gesellschaft und der Biochemie, was Selbstregulation von Populationen oder den kontrollierten Zelltod betreffen, sind faszinierend und fordern auf, daraus Schlüsse für die Gesellschaft zu ziehen und radikal umzudenken, wenn wir unseren Planeten retten wollen!

Wie die Autorin in ihrem Buch schreibt: „Ich bin mir sicher: Wir können ein Zusammenleben schaffen, bei dem für alle genug da ist. Auch wenn wir diesen evolutionären Schritt noch nicht gemacht haben. Aber dazu müssen die meisten Menschen erkennen, wie die Welt funktioniert. Wir müssen uns die Folgen unserer Handlungen vergegenwärtigen. Und die Verantwortung für diese Folgen übernehmen.“

Dieses Buch ist wirklich lesenswert, die Biochemie wird für Normalsterbliche verständlich gemacht und die Faszination über bisher nicht wahrgenommene Zusammenhänge entwickelt sich bei jedem Kapitel weiter und gibt viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken!

 

Über die Autorin:

Renée Schroeder wurde 1953 in Brasilien geboren und studierte Biochemie in Wien. Seit 2005 leitet sie das Department für Biochemie und Zellbiologie an der Universität Wien. Sie erhielt den Wittgenstein- und den Eduard Buchner- Preis und war Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres 2002.

Ursel Nendzig wurde 1980 geboren und studierte Wirtschaft. Sie lebt als freie Autorin in Wien.

 

Details zum Buch:

2014

Residenz Verlag

ISBN 978-3-7017-3328-6

 

Bettina Armandola

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