Vom Fischen und von der Liebe

Vom Fischen und von der Liebe

Benoite Groult

Verlag Ullstein

Benoite Groult war eine sehr selbstbewußte und emanzipierte Frau. Sie wußte jederzeit ihre große Lebenslust mit Feminismus zu verbinden. Diese Art zu leben begleitete sie ihr ganzes Leben.

Sie hat aber erst nach vielerlei Verletzungen und Umwegen zu sich selbst gefunden. Aber es hat sie zu dieser interessanten Frau gemacht und gelohnt.

Ich habe all ihre Bücher gelesen und jedes einzelne hat mir gefallen. Das Buch „Salz auf unserer Haut“ hat mich am meisten begeistert.

Mit ihrer Schwester Flora hat sie weitere drei Bücher publiziert.

Im vorliegenden Buch findet man einige wenige, schmerzvolle Momente im Bezug auf das Älterwerden. Sie hat die abnehmende Vitalität trotz Sehnen und Verlangen in ihren Passagen als sehr schmerzlich niedergeschrieben.

Es geht aus diesem Werk hervor, daß die Schriftstellerin den Herausforderungen des Lebens, als unabhängige Frau, immer wieder dem Leben die Stirn bietet.

Das Schreiben bewahrte sie vor etwaigen Selbstmitleid sowie ihr Humor, den sie nie verlor.

Bei ihren Männern hat sie dies immer vermißt. Sie beteuerte, daß Altsein nicht bedeutet, daß alles beim Alten bleibt. Jeder Tag ist für Überraschungen gut..

Sie fuhr mit ihrem Mann 26 Jahre nach Irland, wo sie ein Haus hatten und regelmäßig den Sommer verbrachten. Dort wurde unter anderem viel auf See gefische.

2016 starb sie im Alter von 96 Jahren.

Auf der Innenseite sowie am Ende des Buches sieht man in schwarz/weiß zwei wunderschöne Fotos, die man in die Geschichte miteinbeziehen kann.

Zum Inhalt:

Jahre der Wunder und Dämonen – unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen einer der Galionsfiguren des Feminismus

Sechsundzwanzig Sommer lang führte Benoîte Groult in Irland Tagebuch, wo sie mit ihrem Mann, dem Autor Paul Guimard („Die Dinge des Lebens“), ein Haus besaß. Man begegnet der französischen Schriftstellerin und feministischen Galionsfigur in diesen Aufzeichnungen aus nächster Nähe, sie lassen eine Frau erkennen, die nach etlichen Umwegen und Verletzungen zu sich selbst gefunden hat – eine sehr freie Frau, auch nach heutigen Maßstäben. Unbefangen schreibt Groult über geistiges und sinnliches Begehren, über ihre jahrzehntelange Ménage à trois, an der sich ihr Weltbestseller „Salz auf unserer Haut“ inspirierte. Zu den schönsten, wenngleich wehmütigsten Momenten des Buches gehören die Gedanken der Autorin in Bezug auf das Älterwerden: das als schmerzhaft empfundene Missverhältnis zwischen abnehmender Vitalität und gleichbleibendem Sehnen und Verlangen – wunderbar gespiegelt in den Passagen, die sie in der archaischen Rolle der Jägerin beim Hochseefischen zeigen.


„Dieses Buch ist das Zeugnis einer unabhängigen Frau, die den Herausforderungen des Lebens und des Alters in bewundernswerter Weise die Stirn bietet.“ Le Nouvel Observateur

„Eine wunderbare Lektion in Lebensfreude.“
Le Figaro Littéraire

„Ihre letzte literarische Geste zeugt von einer außergewöhnlichen Energie und echtem Lebensstil.“
L’Express

Ich wünsche den Leserinnen viel Vergnügen bei diesem Buch einer sehr emanzipierten und ehrlichen Frau.

Brigitte H. Schild

2 Kommentare zu „Vom Fischen und von der Liebe

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