Geniale Belletristik

Ich bin ja der Meinung, dass man von richtig guten Büchern nie genug bekommen kann. Und deswegen bin ich auch immer wieder auf der Suche nach neuen Themen, neuen Autoren. Lesen ist eine großartige Möglichkeit um den Horizont zu erweitern oder auch sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen.

Heute habe ich euch 5 tolle Bücher herausgesucht, die mich schon auf den ersten Blick sehr neugierig gemacht haben und die ich unbedingt lesen musste.

Hiroshima von Marina Perezagua erschienen bei Klett Cotta

Dies ist ein sehr bewegendes Buch über ein Schicksal unter vielen, die mit Hiroshima in Berührung kamen. Allen Aussenstehenden ist Hiroshima ein Begriff, aber welche Tragödien sich hier wirklich abgespielt haben und wie lange die Reihe ist, die sich auch heute noch damit auseinandersetzen müssen, dass wagt niemand zu sagen.

Unglaublich gut geschrieben gibt die Autorin berührende Einblicke und schildert offen, ehrlich und authentisch das Schicksal einer Frau. Absolut lesenswert. Gänsehaut garantiert!

Zum Inhalt:

Wir sind die mit der Bombe in uns. »Hiroshima« ist das Zeugnis einer Frau, die von der Atombombe körperlich wie seelisch gebrandmarkt wurde. Doch statt sich entmündigen zu lassen, führt H. einen lebenslangen Kampf für das Recht auf Weiblichkeit und das Recht auf Leben.

Als H. in New York auf den Kriegsveteran Jim trifft, haben beide die Hölle auf Erden bereits durchschritten. Während H. von der Atombombe in Hiroshima entstellt wurde, ist Jim gezeichnet von den Traumata, die ihm in der japanischen Kriegsgefangenschaft zugefügt wurden. Zwei versehrte Liebende, die sich am anderen Ende der Welt zu einer Einheit verbinden. Doch trotz ihrer Erfahrungen kann sie nichts auf das vorbereiten, was ihnen noch bevorsteht. Um Jims Adoptivtochter zu finden, begeben sich H. und Jim auf eine Suche rund um den Globus, die ihnen die Abgründe menschlicher Gewalt mit jeder Station deutlicher vor Augen führt. Bis dann, eines Tages, aus der Finsternis ein Lebenszeichen der verlorenen Tochter zu ihnen dringt. In »Hiroshima« gelingt Marina Perezagua die unglaubliche Verschmelzung von fundamentaler Weiblichkeit und den Schrecken des Krieges. Bilder vollkommener Schönheit fließen mit grausamen Realitäten zusammen und erschaffen eine eigentümliche, eine andere Perspektive auf die Welt.

Cafe Morelli von Giancarlo Gemin erschienen bei Königskinder

Dies ist ein wundervolles Buch zum Thema Familienzusammenhalt und Liebe.
Bewegend schildert der Autor die Geschichte von Joe und seiner Familie und dem großen Wunsch nach der Rettung des Cafes, das zur Familie gehört, wie die Mitglieder selber. Wunscherschön geschrieben, macht hier wirklich jede Seite Freude und man genießt dieses Buch, gemütlich die Beine hochliegend und lässt sich treiben. Großartig!

Zum Inhalt:

Als der vierzehnjährige Joe erfährt, dass das Café seines geliebten nonno geschlossen werden soll, ist er entsetzt! Und schwört sich, alles zu tun, damit das nicht passiert. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die glorreichen Zeiten des „Morelli“ scheinen vorüber. Zum Glück aber hat Joe nicht nur den italienischen Dickkopf seines Großvaters geerbt, sondern in seiner Cousine Mimi auch eine raffinierte Köchin, die mit ihren großartigen Gerichten die gesamte Straße in Verzückung versetzt. So weht durch das kleine walisische Viertel bald schon ein Hauch Dolce Vita. Und Joe muss feststellen: Familie, Freunde und die beste Pasta der Welt – manchmal braucht es einfach nur die richtigen Zutaten.

Kühn hat Ärger von Jan Weiler erschienen bei Piper

Dieses Buch hat seine ganz eigene Sprache, den unverkennbaren Schreibstil des Autors. Man liebt ihn von der ersten Sekunde an. Das Buch und die Geschichte darin hat seinen ganz eigenen Stil und ist beschwingt und spannend. Man möchte es eigentlich gar nicht aus der Hand legen und pausieren, was man aber muss, weil das Buch eine gute Länge hat. Ein sehr spannendes Thema, gut erzählt, ein Buch, dass die Leser in einem andere Welt eintauchen lässt und begeistert.

Zum Inhalt:

Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage, seine Frau Susanne benimmt sich seltsam, und er selbst ist dabei, einen amourösen Fehltritt zu begehen. Auch der heutige Tag beginnt wechselhaft, denn Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist.

Fische von Melissa Broder erschienen bei Ullstein

Dies ist ein wahrhaft unglaublich fesselndes und zugleich verstörendes Buch. Es rüttelt auf, zeigt Liebe und Grausamkeiten und haut einen schlichtweg um. Selten habe ich so ein polarisierendes Buch gelesen und in Händen halten dürfen. Mich hat es begeistert und es war großartig dem einzigartigen Stil der Autorin folgen zu können.

Zum Inhalt:

Fische ist ein Roman über eine obsessive Liebe, der Unwirkliches so selbstverständlich in einen Gegenwartskontext einbettet, dass es heutiger nicht sein könnte. Lucy verliebt sich in Theo, den Meermann, dessen Fischschwanz unterhalb der Lenden beginnt. Als Undine 4.0 zwingt er sie, alles, was sie über Liebe, Lust und die Bedeutung des Lebens zu wissen geglaubt hat, neu zu ordnen.

Ein phänomenales literarisches Debüt, das schlichtweg elektrisiert.

Wenn Martha tanzt von Tom Saller erschienen bei List

Dieses Buch ist eine wundervolle Reise in die Vergangenheit. Als Leser begleitet man Martha auf ihrem Weg und erfährt durch Rückblicke viel spannendes über ihr Leben. Es ist eine Zeit, in der es für Frauen nicht einfach war, schon gar nicht mit einem unehelichen Kind. Ein bewegendes und wunderschön zu lesendes Buch.

Zum Inhalt:

Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby’s versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar – ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert – für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur …

Viel Freude beim Lesen!
Barbara

 

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