Buch des Monats – November

Mein Buch des Monats:

Generation Selfie
von Eva Oer und Christian Cohrs 

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Dieses Buch kam mir persönlich wie gerufen. Ich bin trotz meines Alters (gehöre zu den Millennials) kein Freund der digitalen Medien, kein Facebook, kein Instagram, kein Twitter – nichts!

Ich hab ein Handy und verwende es auch, aber zum „normalen“ Gebrauch, sprich telefonieren, Nachrichten schreiben oder E-Mails checken. Aber diese digitalen Medien wie Facebook, Twitter und Co. sind mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Es gibt sicher auch gute Seiten (z.B Hilfs – oder Suchaufrufe), aber mir wird täglich vor Augen geführt, wie sich die Menschen dadurch verändert haben.

Auf dem Weg zur Arbeit durchquere ich einen Park, da sehe ich jeden Tag, jede Menge Menschen, die während des Gehens in ihr Handy starren. Ich muss dazu sagen, der Park ist wunderschön, aber warum bitte starren alle in ihr Handy?
Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und habe in der Zwischenzeit gelernt auf diese gehenden, in die Handys starrenden Menschen aufzupassen. Sie sehen nicht wohin sie gehen, sie marschieren stoisch vor sich hin, gut, dass ich eine laute Klingel habe 😉

Vor diesen digitalen Süchtigen (in meinen Augen, sind sie nichts anderes) ist man leider nirgendwo mehr gefeit. Egal ob im Alltag oder im Urlaub. Wo sie einen fast mit den Selfie Stangen erschlagen, ständig Selfies machen, aber NIE richtig hinsehen.

Es ist aber nicht nur das Selfie machen selbst, was „danach“ kommt ist das Tragische: das Foto wird dann schnell hochgeladen, mit einem Kommentar versehen und der oder diejenige wartet dann sehnsuchtsvoll auf den ersten Kommentar / Likes seiner virtuellen Freunde. Fallen die nicht so aus, wie sich das der oder diejenige vorgestellt hat, ist große Verzweiflung angesagt. Wie wäre es mit einfach „nichts“ posten, dann gibt es auch keine negativen Kommentare – einfache Rechnung.

Diese online-fixierten Menschen geben sowieso viel zu viel auf die Meinung anderer, und das, obwohl sie die meisten gar nicht persönlich kennen. Irgendwie stimmt hier das Selbstbild nicht.

Das ehrlich gesagt einzig Gute daran ist, wenn alle immer in die Handys starren: es ist ruhig geworden in den öffentlichen Räumen. Ihr müsst nur mal hinsehen und hören …

Wie ihr lesen könnt, geht mir das Thema nahe. Ich bin immer wieder überrascht oder besser gesagt macht es mich traurig, wenn ich sehe, wie junge Mütter ihrem Kind das Handy in die Hand drücken, damit es still ist, oder wenn ein Paar, beide mit Handys bewaffnet, sich anstelle von unterhalten, auf ihre Handys eintippen.

Hat uns das Handy die Fähigkeit genommen, sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten ?

 

In diesem Sinne, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht ab und zu das Handy weglegen und die tatsächliche Welt wahrnehmen. Kann auch nicht schaden.

 

Eure Elisabeth

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