Die Mauer zwischen uns

Jesper Bugge Kold
Die Mauer zwischen uns

Aus dem Dänischen von Patrick Zöller

Ostberlin, 1975
Zum Mauerfall ist es noch lange hin, die Staatssicherheit arbeitet fleißig an der Überwachung ihrer eingesperrten Bewohner, und ein besonders fleißiger Mitarbeiter ist Peter. Er ist mit Haut und Haaren ein getreuer Genosse. Nimmt seine Arbeit ernst und scheut auch nicht davor, seine eigenen Freunde anzuschwärzen. Nur einmal hat er etwas Unerlaubtes getan.

Berlin 2006.
Andreas erfährt durch ein Anwaltsschreiben, dass sein leiblicher Vater Peter verstorben ist, und ihm seine Wohnung hinterlassen hat. Mit einem unguten Gefühl macht er sich auf dem Weg nach Berlin. In Dänemark hält ihn nichts, keine Freundin, kein Job, er als Ewigstudent hat alle Zeit der Welt. Vielleicht wir ihn im Berlin endlich klar, was er mit seinem Leben anfangen will. In Berlin erwartet ihn mehr als gedacht. Andreas findet dort nicht nur Familie, sondern er erfährt auch etwas über seinen Vater und dessen Vergangenheit. Die vielleicht ein Grund für seiner Ermordung war.

Dieses Buch strahlt etwas Düsteres aus. Ich fühlte mich während des Lesens, als würde ich vor der Berliner Mauer stehen und mir passiert diese Geschichte.  Vermutlich ein beabsichtigtes, aber keinesfalls angenehmes Gefühl. Ich möchte nicht wissen, wie viele Töchter & Söhne so von der Vergangenheit ihrer Eltern erfahren haben.

Über den Autor:
Jesper Bugge Kold, geboren 1972, arbeitete zunächst als Journalist und ist heute Bibliothekar in Svendborg auf Fünen.
»Die Mauer zwischen uns« basiert auf umfangreichen Recherchearbeiten, in deren Verlauf der Autor unter anderem Zugang zu den Archiven der Stasi erhielt. In deutscher Sprache ist bereits Jesper Bugge Kolds Debütroman »Wintermänner« erschienen.

Verlag: AmazonCrossing 
Erscheinungsdatum: Dezember 2016
Taschenbuch, 316 Seiten
ISBN: 978-1503943483
UVP: € 9,99

 

Elisabeth Schlemmer

 

In Liebe, Layla

Anne Barrows
In Liebe, Layla

Aus dem Amerikanischen von Beate Brammertz

West Virginia, 1938.
Layla Beck, Senatorentochter aus Washington, muss das gesellschaftliche Parkett von Washington verlassen und wird nach West Virginia strafversetzt. Und das alles nur, weil sie einer Hochzeit mit dem schrecklichen Nelson nicht zugestimmt hat. Sie soll dort im Zuge des Writers Projects die hiesige Bevölkerung interviewen und deren Geschichte aufschreiben.
Layla findet eine Unterkunft bei der Familie Romeyn. Diese Familie hat es aber in sich. Der gut aussehende Vater Felix verschwindet ständig für längere Zeit, die drei Schwestern leben auch im Haus und kümmern sich um die Töchter Bird und Willa.
Es dauert seine Zeit bis sich Layla mit der neuen Situation und den hiesigen Bewohnern zurechtfindet. Aber dann fängt es ihr an Spaß zu machen, die Geschichten der Menschen aufzuschreiben und findet das eine und andere Geheimnis heraus. Und ganz nebenbei bringt ihre Anwesenheit die hiesige männliche Bevölkerung gehörig durcheinander. Und zwischendurch schreibt sie fleissig Briefe an ihre Freunde, damit die ja nichts von ihrem neuen, aufregenden Leben verpassen.

Es ist kein Buch zum „einfach“ drüber lesen, es kommen sehr viele Charaktere darin vor, es findet ein reger Perspektivenwechsel statt, es sind immer wieder Briefe eingestreut. Dieses Buch muss man sehr aufmerksam lesen. Aber trotz allem ist es eine gelungene Geschichte.

Über die Autorin:
Annie Barrows, geboren 1962 in San Diego, Kalifornien, schrieb gemeinsam mit ihrer Tante den Überraschungserfolg »Deine Juliet«. Der charmante Roman über den Briefwechsel der temperamentvollen jungen Schriftstellerin Juliet und dem Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf entwickelte sich zum Longseller. Annie Barrows lebt in Berkeley, Kalifornien.

Verlag: btb
Erscheinungsdatum: 11. April 2016
Paperback, Klappbroschur
ISBN: 978-3-442-71376-9
UVP: € 13,40

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Das Kind in dir muss Heimat finden

Stefanie Stahl
Das Kind in dir muss Heimat finden
Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

Das die eigene Kindheit uns prägt, ist weitläufig bekannt, aber welche Auswirkungen sie auf unser Erwachsenes-Ich hat, wird oft unterschätzt.

Dieses Buch hilft, unser Kind in uns zu „finden“ und viele Verhaltensweisen dadurch aufzuklären.

Die Autorin hat es geschafft, kein Selbsthilfe Buch daraus zu machen, sondern sie erklärt sachlich und vor allem verständlich, wie unsere Kindheit unser jetziges Leben beeinflusst. Warum wir sind, wie wir sind, ohne dadurch die Eltern schlecht dastehen zu lassen. Auch unsere Eltern waren mal Kinder! Dh. auch sie wurden von ihren Eltern geprägt.

Ein Erwachsener hört nicht gerne, wenn man seine jetzigen Fehler in der Kindheit sucht, er glaubt es auch oft nicht. Aber gerade bei machthungrigen Menschen oder extrem schüchternen Menschen liegt der Schlüssel zur Lösung zumeist in der Kindheit.

Auch wenn man sich selbst als „gesunden“ Erwachsenen sieht, kann es nicht schaden, das Buch zu lesen. Das innere Kind wird immer präsent sein, solange wir leben.
Ich weiß jetzt zum Beispiel, warum ich einen Putzfimmel habe, oder mächtig sauer werde, wenn mir einer mein Essen weg isst 😉

Über die Autorin:
Stefanie Stahl ist Diplom-Psychologin und arbeitet in freier Praxis in Trier. Im deutschsprachigen Raum hält sie regelmäßig Seminare zu Bindungsangst, Liebe und Selbstwertgefühl. Mit ihren Büchern wie „Das Kind in dir muss Heimat finden“ oder „Vom Jein zum Ja“ erreicht sie eine riesige Leserschaft. Die Autorin ist eine häufig angefragte Expertin in Presse und Medien.

Verlag: Kailash
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Paperback, Klappbroschur
ISBN: 978-3-424-63107-4
UVP: € 15,50

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Buch des Monats – November

Mein Buch des Monats:

Generation Selfie
von Eva Oer und Christian Cohrs 

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Dieses Buch kam mir persönlich wie gerufen. Ich bin trotz meines Alters (gehöre zu den Millennials) kein Freund der digitalen Medien, kein Facebook, kein Instagram, kein Twitter – nichts!

Ich hab ein Handy und verwende es auch, aber zum „normalen“ Gebrauch, sprich telefonieren, Nachrichten schreiben oder E-Mails checken. Aber diese digitalen Medien wie Facebook, Twitter und Co. sind mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Es gibt sicher auch gute Seiten (z.B Hilfs – oder Suchaufrufe), aber mir wird täglich vor Augen geführt, wie sich die Menschen dadurch verändert haben.

Auf dem Weg zur Arbeit durchquere ich einen Park, da sehe ich jeden Tag, jede Menge Menschen, die während des Gehens in ihr Handy starren. Ich muss dazu sagen, der Park ist wunderschön, aber warum bitte starren alle in ihr Handy?
Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und habe in der Zwischenzeit gelernt auf diese gehenden, in die Handys starrenden Menschen aufzupassen. Sie sehen nicht wohin sie gehen, sie marschieren stoisch vor sich hin, gut, dass ich eine laute Klingel habe 😉

Vor diesen digitalen Süchtigen (in meinen Augen, sind sie nichts anderes) ist man leider nirgendwo mehr gefeit. Egal ob im Alltag oder im Urlaub. Wo sie einen fast mit den Selfie Stangen erschlagen, ständig Selfies machen, aber NIE richtig hinsehen.

Es ist aber nicht nur das Selfie machen selbst, was „danach“ kommt ist das Tragische: das Foto wird dann schnell hochgeladen, mit einem Kommentar versehen und der oder diejenige wartet dann sehnsuchtsvoll auf den ersten Kommentar / Likes seiner virtuellen Freunde. Fallen die nicht so aus, wie sich das der oder diejenige vorgestellt hat, ist große Verzweiflung angesagt. Wie wäre es mit einfach „nichts“ posten, dann gibt es auch keine negativen Kommentare – einfache Rechnung.

Diese online-fixierten Menschen geben sowieso viel zu viel auf die Meinung anderer, und das, obwohl sie die meisten gar nicht persönlich kennen. Irgendwie stimmt hier das Selbstbild nicht.

Das ehrlich gesagt einzig Gute daran ist, wenn alle immer in die Handys starren: es ist ruhig geworden in den öffentlichen Räumen. Ihr müsst nur mal hinsehen und hören …

Wie ihr lesen könnt, geht mir das Thema nahe. Ich bin immer wieder überrascht oder besser gesagt macht es mich traurig, wenn ich sehe, wie junge Mütter ihrem Kind das Handy in die Hand drücken, damit es still ist, oder wenn ein Paar, beide mit Handys bewaffnet, sich anstelle von unterhalten, auf ihre Handys eintippen.

Hat uns das Handy die Fähigkeit genommen, sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten ?

 

In diesem Sinne, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht ab und zu das Handy weglegen und die tatsächliche Welt wahrnehmen. Kann auch nicht schaden.

 

Eure Elisabeth

Generation Selfie

Christian Cohrs, Eva Oer
Generation Selfie

Was treibt junge Leute dazu, ständig und überall das Handy zu zücken und von sich und der restlichen Welt ein Foto zu machen?

Die Generation Selfie lebt bzw. zeigt ihr Leben durch Selfies, ohne Selfie hat die Geschichte keinen Wahrheitsgehalt. Früher zeigt man Fotos und Dias von einer Reise, heute werden in Windeseile Selfies hochgeladen und landen sekundenschnell in der virtuellen Welt.

Egal ob Facebook, Twitter oder Instagram, das Ansehen in der digitalen Welt ist vor allem für die spät geborenen Millennials (grob gesagt alle, die zwischen 1980 und der Jahrtausendwende geboren wurden) das A und O ihres Lebens.

Aber der Hype um das perfekte Selfie flaut nicht ab, egal ob im Sport, beim Essen, alles wird fotografiert und dokumentiert, online gestellt, damit man ein paar Likes oder sonstige Kommentare einsackt.

Dieses Leben kann aber auch Geld bringen, wie es viele Youtube-Stars zeigen, sie vermarkten sich und ihr Leben online, kassieren dadurch viel Geld und müssen keinen reguläre Job nachgehen. Diese Lebensform ist für viele Jüngere Leute schon ein Berufsziel!?

Alles in allem zeigt und dieses Buch auf, was / wie sich unsere heutige Welt von der „damaligen“ Welt (bevor Handys das Leben bestimmt haben) unterscheidet. Ein Leben ohne Handy scheint für diese Generation nicht mehr vorstellbar zu sein. Ein Leben ohne posten, twittern, Facebook checken gehört für diese jungen Leute zum Leben dazu wie das Atmen. Ich frage mich nur, was mit ihnen passiert, wenn das auf einmal nicht mehr möglich ist…

Über die Autoren:
Eva Oer hat in Bochum und Perpignan Germanistik und Französisch studiert. Sie lebt in Berlin und arbeitet als Journalistin, unter anderem für die taz.die tageszeitung.
Christian Cohrs ist Textchef des Berliner Wirtschafts- und Lifestylemagazins Business Punk. Vor seiner Tätigkeit als Journalist hat er in Bochum Theaterwissenschaft und Germanistik studiert und beschäftigt sich seit Jahren mit Schein und Wirklichkeit menschlicher Selbstinszenierung.

Verlag: riva 
Erscheinungsdatum: September 2016
Softcover, 240 Seiten
ISBN: 978-3-86883-923-4
UVP: € 16,99

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Ein Tag in aller Liebe

Francoise Dorner
Ein Tag in aller Liebe

Übersetzung aus dem Französischen von Ulrike Werner

Violette wird auf der Beerdigung ihrer Schwiegermutter einfach von ihrem Mann Richard vergessen. Ein junger Mann hilft ihr in ihrer Not. Doch der junge Mann will nicht nur helfen, er führt einen Racheplan aus. Er will sich an Richard, seinen leiblichen Vater, rechen. Und dafür braucht er Violette.
Was der junge Mann aber nicht bedacht hat, dass er sich in Violette verlieben könnte.
Was Richard nicht bedacht hat, als der junge Mann ihm mit dem Vatersein konfrontiert, dass er immer noch Gefühle für die Mutter des jungen Mannes in sich trägt.
Was Violette nicht wusste, was es heißt zu lieben.

Kleines Buch mit großer Wirkung.
Das Buch, oder besser gesagt Büchlein, misst gerade mal 12 x 17,6 cm, die es aber in sich haben. Liebe, Leidenschaft und unerfüllte Liebe, alles in 140 Seiten reingepackt, bescheren dem Leser eine unerwartete Geschichte.

Über den Autor:
Françoise Dorner, geb. 1949, lebt und arbeitet in Paris. Sie schreibt Drehbücher und Bühnenstücke und ist Romanschriftstellerin. 2004 erhielt sie den Prix Goncourt du Premier Roman für ihr Debüt ›La fille du rang derrière‹, (dt. Die Frau in der hinteren Reihe, erschienen bei Diogenes). Weitere Veröffentlichungen folgten.

Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 11. November 2016
Hardcover, 140 Seiten
ISBN: 978-3-431-03951-1
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
UVP: € 12,-

 

Elisabeth Schlemmer

 

Friesenherzen und Winterzauber

Tanja Janz
Friesenherzen und Winterzauber

Wenn es eine Hamburgerin im Winter nach St. Peter-Ording verschlägt, dann muss es einen guten Grund geben.
Im Fall von Ellen sind es Liebeskummer und der baldige Abgabetermin zu ihrem Buch.
Ihr Freund hat diesmal zu weit getrieben, seine Weigerung ihre Beziehung auf die nächste Ebene anzuheben, hat Ellen das Herz gebrochen und nun hat sie endgültig die Nase voll von bindungsscheuen Männer. Sie will sich nun ganz ihrer Arbeit widmen. Da kommt die Einladung ihrer Mutter, sie in St. Peter-Ording zu besuchen, gerade Recht. Sie findet noch ein nettes Gästezimmer oberhalb von einem Teeladen, dessen Besitzerin ihr schon nach kurzer Zeit ans Herz wächst. Bei ihren Spaziergängen entdeckt sie einen alten Briefkasten beim Leuchtturm. Kurzerhand verfasst sie eine Nachricht und schreibt sich ihre Sorgen von der Seele, schmeißt den Brief ein und geht. Am nächsten Tag, schaut sie durch Zufall wieder rein und da findet sie eine Antwort – vom Leuchtturmwärter.

Die Geschichte geht einem wirklich ans Herz. Und die Idee mit dem Briefkasten finde ich schon seit dem Film Das Haus am See mit Sandra Bullock und Keanu Reeves genial. Und die Autorin hat es auch mit ihrer St. Peter-Ording Geschichte sehr gelungen umgesetzt und durch den zweiten männlichen Protagonisten etwas spannender gemacht, wer denn nun der Leuchtturmwärter ist. Ein herzerwärmender Roman perfekt geeignet für die kommenden kalten Wintertage.

Über die Autorin:
Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Verlag: mtb
Erscheinungsdatum: 7. November 2016
Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 9783956496547
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Wenn das Leben Looping dreht

Theresia Graw
Wenn das Leben Loopings dreht

Franziska erhält eines Tages per Post Briefe, die an eine Laura adressiert sind. Der Absender Alex erzählt mit so viel Hingabe und Leidenschaft von seiner Liebe zu Laura, dass Franziskas Herz übergeht. Denn die Romantik ist in ihrer Ehe schon lange dahin. Seit Jahren verheiratet, die zwei Kinder so gut wie erwachsen, bleibt jetzt nur mehr der schnöde Alltag übrig.
Wider der Vernunft, beschließt Franziska Alex zu suchen, sie möchte ihn unbedingt kennenlernen, und das Wichtigste ihm die Briefe zurückgeben.
Doch es kommt alles ganz anders als geplant und Franziska muss sich entscheiden.

Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für Paare, die mit / ohne Ehering schon lange ein gemeinsames Leben führen. Meistens sind es die Frauen, die „mehr“ wollen und nicht nur den Alltag leben wollen. Sich durch das Fehlen der Romantik dann in ein Abenteuer stürzen, um den Alltagstrott zu entgehen.
Romantik stirbt nie aus, man / frau kann auch mit 80 noch romantisch sein. Dieses Buch sollten eigentlich die Männer lesen, damit sie wissen, was in ihren Frauen vorgeht. Von sich aus fragen, tun sie ja nicht. 😉

Über die Autorin:
Theresia Graw, geboren 1964, studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaften. Als Journalistin war sie für verschiedene Radiosender tätig und arbeitet heute als Nachrichtenredakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München. Außerdem hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Bei Blanvalet sind von ihr bereits die Romane »Das Liebesleben der Suppenschildkröte«, »Glück ist nichts für schwache Nerven« und »Wenn das Leben Loopings dreht« erschienen.

Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21. November 2016
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-7341-0246-2
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

Warum mir echte Freunde wichtig sind

Warum mir echte Freunde wichtig sind
50 Prominente erzählen, was Freundschaft für sie bedeutet

Was macht Freundschaft aus?

Wie definiert man Freundschaft?

Was ist ein richtiger Freund?

50 Promis wurden dazu befragt und haben handschriftlich dazu Stellung bezogen. Leider manchmal etwas schwer zu lesen, viele neigen zu einer Arztschrift, aber mit ein bisschen Übung, geht’s.
Witzig bei den Politikern unter den Promis, sie haben immer Freundinnen und Freunde geschrieben 😉 Als könnten „Freunde“ nicht auch weiblich sein…., soviel zu political correctness.
Aber dieses Buch birgt auch 50 gute Gründe, seine eigenen Freunde wieder etwas mehr Zeit zu schenken. Denn wahre Freunde sind rar gesät, Bekanntschaften gibt es wie Sand am Meer. Oder wie Mark Twain geschrieben hat, und Eckart von Hirschhausen in seinem Vorwort anführt: Bevor man versucht, seine Feinde zu lieben, kann man versuchen, seine Freunde besser zu behandeln.

In diesem Sinne: Auf geht’s und Freundschaften pflegen!

Über den Herausgeber:
Clemens Dreyer, geb. 1975, ist Kommunikationsexperte und arbeitet seit vielen Jahren in Münchner Agenturen. Früher spielte er in diversen Bands.

Verlag: Ars Edition
Erscheinungsdatum: 3. September 2015
Gebundene Ausgabe, 112 Seiten
ISBN: 978-3760795614
UVP: € 13,40

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Cordoba

Waltraud Lewin
Cordoba

Spanien 16./17. Jahrhundert.
Cordoba ist eine tolerante und offene Stadt, bis jetzt – den die Inquisition hat die Stadt übernommen. Nach dem Tod des Bürgermeisters gibt es kein Halten mehr. Andersgläubige werden verjagt, eingesperrt und rennen um ihr Leben.
Maria, die Tochter des Bürgermeisters lebt seitdem in ständiger Angst. Sie ist zwar eine Witwe und hat dadurch mehr Freiheiten als eine Unverheiratete, trotzdem prangern ihre Nachbarinnen ihr Tun bei der Kirche an.
Aber wie soll sie ihr Tun zurückhalten, wenn es um Liebe geht?
Diego, der Bruder ihrer Freundin Reina, ist der Mann ihrer Träume, aber nicht nur bildlich gesprochen. Sie hat ihn tatsächlich in ihren Träumen gesehen und jetzt steht er tatsächlich vor ihr.
Ihre Gabe, Vorhersagen zu treffen, versucht sie zwar tunlichst zu verbergen, aber manchmal erweisen sie sich als sehr nützlich. Daher weiß sie aber auch, wenn Diego der Mann ihres Traumes ist, ist der restliche Traum auch wahr, und dass heißt – Cordoba wird brennen.

Eine mitreisende Geschichte über Liebe, Verrat und die Macht der Kirche.
Bei solchen Geschichten kommt mir immer der nackte Graus, welche Macht die Kirche damals innehatte und wie blindlings die Menschen ihr gehorcht haben. Aber so war es nun mal, und wir müssen froh sein, dass wir Menschen uns seit damals (zumindest in vielen Teilen der Welt) weiterentwickelt haben und gelernt haben zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was einer/eine von sich gibt.

Über die Autorin:
Waldtraut Lewin, 1937-2017. Ihre besondere Vorliebe galt historischen Stoffen. Sie arbeitete als Operndramaturgin und Regisseurin und verfasste Drehbücher, Hörspiele und Rockopern. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Verlag: Gerstenberg 
Erscheinungsdatum: 2016
Gebunden Ausgabe, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8369-5458-7
UVP: € 17,50

Elisabeth Schlemmer