Ein Tag in aller Liebe

Francoise Dorner
Ein Tag in aller Liebe

Übersetzung aus dem Französischen von Ulrike Werner

Violette wird auf der Beerdigung ihrer Schwiegermutter einfach von ihrem Mann Richard vergessen. Ein junger Mann hilft ihr in ihrer Not. Doch der junge Mann will nicht nur helfen, er führt einen Racheplan aus. Er will sich an Richard, seinen leiblichen Vater, rechen. Und dafür braucht er Violette.
Was der junge Mann aber nicht bedacht hat, dass er sich in Violette verlieben könnte.
Was Richard nicht bedacht hat, als der junge Mann ihm mit dem Vatersein konfrontiert, dass er immer noch Gefühle für die Mutter des jungen Mannes in sich trägt.
Was Violette nicht wusste, was es heißt zu lieben.

Kleines Buch mit großer Wirkung.
Das Buch, oder besser gesagt Büchlein, misst gerade mal 12 x 17,6 cm, die es aber in sich haben. Liebe, Leidenschaft und unerfüllte Liebe, alles in 140 Seiten reingepackt, bescheren dem Leser eine unerwartete Geschichte.

Über den Autor:
Françoise Dorner, geb. 1949, lebt und arbeitet in Paris. Sie schreibt Drehbücher und Bühnenstücke und ist Romanschriftstellerin. 2004 erhielt sie den Prix Goncourt du Premier Roman für ihr Debüt ›La fille du rang derrière‹, (dt. Die Frau in der hinteren Reihe, erschienen bei Diogenes). Weitere Veröffentlichungen folgten.

Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 11. November 2016
Hardcover, 140 Seiten
ISBN: 978-3-431-03951-1
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
UVP: € 12,-

 

Elisabeth Schlemmer

 

Friesenherzen und Winterzauber

Tanja Janz
Friesenherzen und Winterzauber

Wenn es eine Hamburgerin im Winter nach St. Peter-Ording verschlägt, dann muss es einen guten Grund geben.
Im Fall von Ellen sind es Liebeskummer und der baldige Abgabetermin zu ihrem Buch.
Ihr Freund hat diesmal zu weit getrieben, seine Weigerung ihre Beziehung auf die nächste Ebene anzuheben, hat Ellen das Herz gebrochen und nun hat sie endgültig die Nase voll von bindungsscheuen Männer. Sie will sich nun ganz ihrer Arbeit widmen. Da kommt die Einladung ihrer Mutter, sie in St. Peter-Ording zu besuchen, gerade Recht. Sie findet noch ein nettes Gästezimmer oberhalb von einem Teeladen, dessen Besitzerin ihr schon nach kurzer Zeit ans Herz wächst. Bei ihren Spaziergängen entdeckt sie einen alten Briefkasten beim Leuchtturm. Kurzerhand verfasst sie eine Nachricht und schreibt sich ihre Sorgen von der Seele, schmeißt den Brief ein und geht. Am nächsten Tag, schaut sie durch Zufall wieder rein und da findet sie eine Antwort – vom Leuchtturmwärter.

Die Geschichte geht einem wirklich ans Herz. Und die Idee mit dem Briefkasten finde ich schon seit dem Film Das Haus am See mit Sandra Bullock und Keanu Reeves genial. Und die Autorin hat es auch mit ihrer St. Peter-Ording Geschichte sehr gelungen umgesetzt und durch den zweiten männlichen Protagonisten etwas spannender gemacht, wer denn nun der Leuchtturmwärter ist. Ein herzerwärmender Roman perfekt geeignet für die kommenden kalten Wintertage.

Über die Autorin:
Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Verlag: mtb
Erscheinungsdatum: 7. November 2016
Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 9783956496547
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Wenn das Leben Looping dreht

Theresia Graw
Wenn das Leben Loopings dreht

Franziska erhält eines Tages per Post Briefe, die an eine Laura adressiert sind. Der Absender Alex erzählt mit so viel Hingabe und Leidenschaft von seiner Liebe zu Laura, dass Franziskas Herz übergeht. Denn die Romantik ist in ihrer Ehe schon lange dahin. Seit Jahren verheiratet, die zwei Kinder so gut wie erwachsen, bleibt jetzt nur mehr der schnöde Alltag übrig.
Wider der Vernunft, beschließt Franziska Alex zu suchen, sie möchte ihn unbedingt kennenlernen, und das Wichtigste ihm die Briefe zurückgeben.
Doch es kommt alles ganz anders als geplant und Franziska muss sich entscheiden.

Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für Paare, die mit / ohne Ehering schon lange ein gemeinsames Leben führen. Meistens sind es die Frauen, die „mehr“ wollen und nicht nur den Alltag leben wollen. Sich durch das Fehlen der Romantik dann in ein Abenteuer stürzen, um den Alltagstrott zu entgehen.
Romantik stirbt nie aus, man / frau kann auch mit 80 noch romantisch sein. Dieses Buch sollten eigentlich die Männer lesen, damit sie wissen, was in ihren Frauen vorgeht. Von sich aus fragen, tun sie ja nicht. 😉

Über die Autorin:
Theresia Graw, geboren 1964, studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaften. Als Journalistin war sie für verschiedene Radiosender tätig und arbeitet heute als Nachrichtenredakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München. Außerdem hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Bei Blanvalet sind von ihr bereits die Romane »Das Liebesleben der Suppenschildkröte«, »Glück ist nichts für schwache Nerven« und »Wenn das Leben Loopings dreht« erschienen.

Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21. November 2016
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-7341-0246-2
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

Warum mir echte Freunde wichtig sind

Warum mir echte Freunde wichtig sind
50 Prominente erzählen, was Freundschaft für sie bedeutet

Was macht Freundschaft aus?

Wie definiert man Freundschaft?

Was ist ein richtiger Freund?

50 Promis wurden dazu befragt und haben handschriftlich dazu Stellung bezogen. Leider manchmal etwas schwer zu lesen, viele neigen zu einer Arztschrift, aber mit ein bisschen Übung, geht’s.
Witzig bei den Politikern unter den Promis, sie haben immer Freundinnen und Freunde geschrieben 😉 Als könnten „Freunde“ nicht auch weiblich sein…., soviel zu political correctness.
Aber dieses Buch birgt auch 50 gute Gründe, seine eigenen Freunde wieder etwas mehr Zeit zu schenken. Denn wahre Freunde sind rar gesät, Bekanntschaften gibt es wie Sand am Meer. Oder wie Mark Twain geschrieben hat, und Eckart von Hirschhausen in seinem Vorwort anführt: Bevor man versucht, seine Feinde zu lieben, kann man versuchen, seine Freunde besser zu behandeln.

In diesem Sinne: Auf geht’s und Freundschaften pflegen!

Über den Herausgeber:
Clemens Dreyer, geb. 1975, ist Kommunikationsexperte und arbeitet seit vielen Jahren in Münchner Agenturen. Früher spielte er in diversen Bands.

Verlag: Ars Edition
Erscheinungsdatum: 3. September 2015
Gebundene Ausgabe, 112 Seiten
ISBN: 978-3760795614
UVP: € 13,40

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Cordoba

Waltraud Lewin
Cordoba

Spanien 16./17. Jahrhundert.
Cordoba ist eine tolerante und offene Stadt, bis jetzt – den die Inquisition hat die Stadt übernommen. Nach dem Tod des Bürgermeisters gibt es kein Halten mehr. Andersgläubige werden verjagt, eingesperrt und rennen um ihr Leben.
Maria, die Tochter des Bürgermeisters lebt seitdem in ständiger Angst. Sie ist zwar eine Witwe und hat dadurch mehr Freiheiten als eine Unverheiratete, trotzdem prangern ihre Nachbarinnen ihr Tun bei der Kirche an.
Aber wie soll sie ihr Tun zurückhalten, wenn es um Liebe geht?
Diego, der Bruder ihrer Freundin Reina, ist der Mann ihrer Träume, aber nicht nur bildlich gesprochen. Sie hat ihn tatsächlich in ihren Träumen gesehen und jetzt steht er tatsächlich vor ihr.
Ihre Gabe, Vorhersagen zu treffen, versucht sie zwar tunlichst zu verbergen, aber manchmal erweisen sie sich als sehr nützlich. Daher weiß sie aber auch, wenn Diego der Mann ihres Traumes ist, ist der restliche Traum auch wahr, und dass heißt – Cordoba wird brennen.

Eine mitreisende Geschichte über Liebe, Verrat und die Macht der Kirche.
Bei solchen Geschichten kommt mir immer der nackte Graus, welche Macht die Kirche damals innehatte und wie blindlings die Menschen ihr gehorcht haben. Aber so war es nun mal, und wir müssen froh sein, dass wir Menschen uns seit damals (zumindest in vielen Teilen der Welt) weiterentwickelt haben und gelernt haben zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was einer/eine von sich gibt.

Über die Autorin:
Waldtraut Lewin, 1937-2017. Ihre besondere Vorliebe galt historischen Stoffen. Sie arbeitete als Operndramaturgin und Regisseurin und verfasste Drehbücher, Hörspiele und Rockopern. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Verlag: Gerstenberg 
Erscheinungsdatum: 2016
Gebunden Ausgabe, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8369-5458-7
UVP: € 17,50

Elisabeth Schlemmer

 

 

Willkommen in der Bürohölle!

Heike Abidi und Anja Koeseling
Willkommen in der Bürohölle!
Von schrecklichen Chefs, fiesen Kollegen und unfähigen Untergegebenen

Der Büroalltag ist / kann die Hölle auf Erden sein, die beiden Autorinnen haben in diesem Buch viele witzige Geschichten zusammengefasst.

Angefangen von den nervigen „Chefs“ bis hin zu Kollegen mit lästigen Ticks, über das Leben im Familienbetrieb, wo Ehefrau gleich Sekretärin, Mutter gleich Chefin ist.

Aber auch die Chefs kommen zu Wort und dürfen über ihre Mitarbeiter „lästern“.

Der Büroalltag ist kein Zuckerschlecken, vor allem wenn man die neuen und ach so beliebten (aber nur unter Chefs, weil die sitzen ja im eigenen Büro) Großraumbüros hernimmt. Wo sich doch jeder (ich zumindest) nur Ruhe wünscht, um endlich seine Arbeit machen zu können.
Aber das verstehen die Chefs dann wieder nicht 😉
Eines bietet das Buch auf jeden Fall: viel Lachen und die Einsicht, dass man nicht der Einzige ist, der unter der Bürohölle zu leiden hat 🙂

Über die Autorinnen:
Heike Abidi ist freiberufliche Werbetexterin und Autorin. Sie schreibt vor allem Unterhaltungsromane für Erwachsene sowie für Jugendliche und Kinder. Mit Mann, Sohn und Hund lebt sie in der Pfalz bei Kaiserslautern.
Anja Koeseling war als Journalistin und Publizistin tätig, bevor sie 2008 die Literaturagentur Scriptzz mit Sitz in Berlin gründete. Heute schreibt sie Sachbücher.

Verlag: Eden Books
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016
Taschenbuch, 353 Seiten
ISBN: 978-3-959100-45-8
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Das verbotene Haus

Annette Dutton
Das verbotene Haus

Melbourne 1871:
Nach einer langen und beschwerlichen Reise von England nach Australien, ist sich die deutsche Auswanderin Caroline nicht sicher, was sie und ihrem Ehemann hier in Melbourne erwartet.
Der erste Eindruck ist nicht gerade der Beste.
Und leider soll sie recht behalten. Die großspurigen Reden von ihren Mann sind nichts als heiße Luft, sie leben am Rande des Existenzminimums, gerade genug um zu überleben. Aber mehr auch nicht. Als ihr Mann Caroline verlässt, muss sie selbst sehen, wie sie zurechtkommt. Ind da kommt ihr Idee ein Bordell zu eröffnen, welches seinesgleichen sucht. Als Madame Brussel führt sie das Bordell, doch es gibt auch ein Geheimnis in ihrem Leben, und ausgerechnet eine Frau der Kirche ist die einzige die davon weiß.

Berlin 2014:
Nina Neubacher, Journalistin, wird für ein halbes Jahr nach Melbourne versetzt, sie soll vor Ort über den grausamen Missbrauchsskandal der katholischen Kirche berichten. Für Nina ist dieser Auslandsaufenthalt, nicht nur die Möglichkeit ihren beruflichen Horizont zu erweitern, sondern sie möchte auch in privater Hinsicht die Reise nützen und die Geschichte ihrer Familie recherchieren. Angeblich ist eine ihrer Verwandten ursprünglich aus Melbourne, bevor es sie nach Deutschland verschlagen hat. Da Nina keine Eltern mehr hat, nur mehr ihre Großmutter, ist ihr Bedürfnis nach Familie besonders groß. Doch was sie da vor Ort herausfindet übersteigt all ihr Erwartungen.

Die Autorin hat es geschafft, das Leben zweier Frauen so zu verknüpfen, dass es für den Leser auch verständlich und übersichtlich erscheint. Die Geschichte der real-historischen Madama Brussel hätte ruhig noch ausführlicher sein können, da sie sehr viel Zündstoff bietet 😉
Alles in allem ein gelungener Roman, der dem Leser einige entspannte Lesestunden bietet und den Geist auf eine Reise nach Berlin und Melbourne mitnimmt.

Über die Autorin:
Annette Dutton, 1965 in Deutschland geboren, studierte Geisteswissenschaften in Mainz. Seither arbeitet sie als Fernsehproducerin und Autorin, zuletzt für ein Australien-Special der Wissenschaftsserie »Galileo« sowie die zweiteilige Australien-Reportage »Der Zug der Träume«. Ihre Romane wurden von Presse und Leserinnen begeistert aufgenommen, »Die verbotene Geschichte« war ein SPIEGEL-Bestseller, für »Das geheime Versprechen« wurden sie 2015 mit der DeLiA ausgezeichnet, dem Preis für den besten deutschsprachigen Liebesroman. Annette Dutton lebt mit ihrem Mann John und Sohn Oscar in Australien.

Verlag: Knaur 
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2016
Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN: 978-3-426-52006-2
UVP: € 9,99

 

Elisabeth Schlemmer

 

Der Spion des Dogen

Stefan Maiwald
Der Spion des Dogen

Venedig 1568.
Der Geschäftsmann Davide Venier verdankt einer Intrige seinen gesellschaftlichen Untergang mit anschließendem Aufenthalt im Staatsgefängnis. Dort landet er in einer Zelle mit dem Osmanen Hasan. Der nicht nur seine Schachkünste verfeinert, sondern mit der Zeit auch seine Kampfkünste verbessert. Die ihm für seinen nächsten Job als Spion des Dogen sehr zugute kommen.
Davide und Hasan werden freigelassen, und beziehen ein unauffälliges Häuschen in einer unauffälligen Gegend. Wichtig für Davide, weit weg von seinem ehemaligen Viertel. Er muss sich erst neu orientieren, bis er seinen ehemaligen Weggefährten gegenübertreten kann. Die Intrige hat er nicht vergessen. Aber bevor er zum Gegenangriff schreiten kann, braucht er Informationen. Und da hilft ihm seine Geliebte Veronica, die mit einem Mitglied des Großen Rats verheiratet ist. Informationen sind in der Serenissima alles.

Ich hatte Glück und habe dieses Buch kurz nach einem Venedig Aufenthalt gelesen und dadurch sind einem die Plätze, Stätten viel vertrauter und machen das Geschehen im Buch umso realer.
Dem Autor muss man Respekt zollen, er hat es geschafft, einem historischen Roman mit Schwung und Aktion zu schreiben, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich hoffe doch sehr, dass wir noch mehr von Davide Venier zu lesen bekommen.

Über den Autor:
Stefan Maiwald, geboren 1971, ist mit einer Italienerin verheiratet, lebt mit seiner Familie in Italien und schreibt u. a. für ›GQ‹, ›Freundin‹, ›Merian‹, das ›SZ-Magazin‹ und das ›Golf Journal‹.

Verlag: dtv premium
Erscheinungsdatum: 11. November 2016
Taschenbuch mit Broschur
ISBN: 978-3-423-26124-1
UVP: € 15,90

 

Elisabeth Schlemmer

 

 

Himbeeren mit Sahne im Ritz

Zelda Fitzgerald
Himbeeren mit Sahne im Ritz
Erzählungen

Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Eva Bonné
Nachwort von Felicitas von Lovenberg

Den Anfang macht die Leinwandkönigin Grace, die fest daran glaubt, dass sie eines Tages ganz groß rauskommt. Den Titel der Erzählungen verdanken wir der zweiten Geschichte, die den Anfang im Ritz nimmt, und über Gay der Revuetänzerin handelt. Einer Frau die das Leben, die Schönheit für sich gepachtet hat, bis es Zeit war, stilvoll den Abgang zu machen. Die nächste Geschichte führt uns in die Südstaaten, ein weiteres Mädchen, welches mit dem Schicksal zu hadern hatte.

Eines haben alle Geschichten gemeinsam, sie handeln von Frauen, die sich mit dem Schicksal anlegen. Die nicht den einfachen Weg einschlagen, sondern etwas aus sich machen wollen, und dadurch Wege einschlagen, die von der Norm abweichen und in manchen Gesellschaftsschichten als anrüchig angesehen werden. Diese Frauen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und warten nicht darauf, bis der Ritter in der glänzenden Rüstung erscheint.
Für die damalige Zeit sind es äußerst wagemutige Geschichten. Aber auch wenn diese Geschichten vor fast 100 Jahren geschrieben worden sind, haben sie immer noch ihre Gültigkeit.
Zelda Fitzgerald hätte sich nicht hinter den Namen ihres Mannes verstecken müssen. Sie hätte, wenn sie sich an ihren Protagonistinnen orientiert hätte, in den Vordergrund drängen, und denen zeigen sollen, dass auch Frauen schreiben können.

Über die Autorin:
Zelda Fitzgerald, geb. Sayre, wird im Jahr 1900 in Montgomery geboren. Sie macht eine Ballettausbildung und zieht nach der Heirat mit Francis Scott Fitzgerald 1920 nach Frankreich. Am 26. Oktober 1921 bringt sie ihr einziges Kind zur Welt, die Tochter Frances Scott („Scottie“). Zelda Fitzgerald veröffentlicht in der „Chicago Sunday Tribune“ einige Kurzgeschichten, die allerding unter dem Namen ihres Mannes erscheinen. Sie setzt ihre mit achtzehn abgebrochene Ballettausbildung fort, parallel dazu nimmt sie Kunstunterricht. Seit 1930 Schizophrenie diagnostiziert wird, lebt sie in einer Nervenklinik, wo sie 1948 bei einem Brand ums Leben kommt.

Verlag: Manesse Verlag Zürich
Erscheinungsdatum: 26. September 2016
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7175-2400-7
UVP: € 25,70

 

Elisabeth Schlemmer

 

Buch des Monats – September

Mein Buch des Monats:

Miss you
von Kate Eberlen 

Die vollständige Rezension findet ihr hier:

Bei diesem Buch war mir von Anfang an klar, das hat Buch des Monats Charakter.

Nicht nur das die Geschichte stimmt, sondern es hat auch die Fähigkeit, nach den ersten Worten den Leser in den Bann zu ziehen. Man sieht sich in Florenz stehen, man fühlt die Schmerzen mit Tess, als ihre Mutter stirbt. Jedes Mal wenn die beiden sich wieder „nicht“ treffen, möchte man am liebsten das Buch anschreien, dreh Dich um, dort hinten steht der Mann/ Frau Deiner Träume! Um dann enttäuscht den Kopf zu schütteln, wenn die Protagonisten was anderes machen. Und als es dann endlich soweit ist und die beiden sich treffen, möchte man am liebsten eine Flasche Wein aufmachen und anstoßen, dass es doch noch geklappt hat.

Für mich hat dieses Buch eine Seele, mag zwar für viele kitschig klingen, aber diesen Zauber haben nicht viele Bücher. Es gibt tausende tolle Geschichten, aber dieses bestimmtes Etwas haben nur einige wenige.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen.

Eure Elisabeth