Was wir wissen können und was wir glauben müssen

Volker Ladenthin
Was wir wissen können und was wir glauben müssen
Eine kleine Erkenntnistheorie für den Alltag

Es gibt eine einfache Frage: Worauf kann man sich felsenfest verlassen?
Wer gibt dieses Wissen vor? Oder wer bestimmt was richtig oder falsch ist?
Wie kann man sich seiner Sache sicher sein bzw. wie erkennt man sie?

Diese einleitenden Fragen stellt sich selbst der Autor und startet damit sein Buch. Aufgeteilt in 7 Kapiteln führt er uns von der Frage: „Nichts als die Wahrheit“ zu „Gibt es die Wahrheit?“, daraus resultierend „Wie man sich täuschen kann“ über die „Wahrheitssuche“ zum wichtigen Punkt „Wann kommt die Wahrheit zur Sprache“. Das 6. Kapitel gibt auch den Titel für dieses Buch vor und den Schluss macht das Kapitel: „Was heißt handeln“.

Wie man sieht, sind diese Themen keinesfalls weit hergeholt sondern ein Teil unseres Alltags. Der Autor erzählt in klarer Sprache über das Thema, baut Alltagsthemen ein, bringt einen zwischendurch sogar zum Schmunzeln und das Wichtigste überhaupt, er bringt den Leser zum Nachdenken.

Über den Autor:
Volker Ladenthin ist Professor für Historische und Systematische Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn.

Verlag: echter 
Erscheinungsdatum:
Broschur, 216 Seiten
ISBN: 978-3-429-04493-0
UVP: € 17,40

Elisabeth Schlemmer

How to fix the future

Andrew Keen
How to fix the future
Fünf Reparaturvorschläge für eine menschlichere digitale Welt

Die digitale Welt hat auch seine Schattenseiten.
Prophezeit wurde es schon lange, aber langsam sickert es auch in das Bewusstsein jedes Benutzers.
Angefangen von Internet Kriminalität, Datenklau, Fake News, Jobverluste …
Es geht aber nicht nur alleine um die digitale Welt, es geht mehr darum, wie wir damit umgehen. Das 20. Jahrhundert war bezeichnend für die Industriewirtschaft, das 21. Jahrhundert sollte der Sprung in die digitale Wirtschaft sein. Aber wir sind noch nicht soweit. Derzeit ist der Stand der Dinge, dass das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich immer größer wird, digitale Technologien Jobs vernichten, anstatt sie zu bereichern, die digitalen Möglichkeiten nehmen derzeit mehr weg, als dass sie helfen und unterstützen.

Der Autor hat in seinem fabelhaften Buch dieses Thema von allen Seiten beleuchtet. Er ist rund um die Welt gereist und hat mit verschiedensten Menschen und Regierungen darüber gesprochen, wie man das Fiasko digitale Welt retten kann. Das Resultat ist dieses Buch, es beinhaltet Vorschläge, wie wir die Zukunft besser gestalten können.
Vielleicht sollte man jeder Regierung auf der Welt, inklusive der Internetriesen wie Google & Co, davon je ein Exemplar zukommen lassen, damit sie wissen, was sie angerichtet haben …

Über den Autor:
Andrew Keen, 1960 in Hampstead geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in London, Sarajevo und an der University of California. Er lehrte an mehreren US-amerikanischen Universitäten und gründete 1995 ein erfolgreiches Internetunternehmen im Silicon Valley. Der britisch-amerikanische Autor, Redner und Unternehmer zählt weltweit zu den einflussreichsten Kritikern des Internets. Andrew Keen lebt mit seiner Familie in Berkeley, er veröffentlicht einen stark frequentierten Weblog.

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt 
Originaltitel: How to fix the future
Originalverlag: Grove Atlantic Inc., New York 2018
Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
Erscheinungsdatum: 27. August 2018
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-421-04805-9
UVP: € 22,70

Elisabeth Schlemmer

Das Ziel ist im Weg

Ina Schmidt
Das Ziel ist im Weg
Eine philosophische Suche nach dem Glück

Eines wollen wir irgendwie alle gemeinsam – glücklich sein.

Doch bei all den Zielen, die wir uns stecken, „DIE“ Liebe des Lebens finden, „DEN“ perfekten Job, „DAS“ perfekte Haus / Wohnung, bleibt das eigene Glück oft auf der Strecke.

Die Frage ist auch, wollen wir das wirklich oder wird uns das nur vorgelebt, dass wir das wollen. Und was brauchen wir eigentlich zum glücklich sein?

Die Autorin geht dieses Thema sehr sachlich an, keineswegs esoterisch, wie anfangs von mir befürchtet. Das Glück ist ein heißes Thema, die Meinungen sehr verschieden. Manch einer sucht sein Leben lang nach dem großen Glück, dem anderen reicht ein Sonnenaufgang. Und hier sehen wir auch schon das Dilemma. Unter Glück versteht jeder etwas anderes. Aber müssen wir eigentlich nach diesem Glück suchen? Haben wir es nicht bereits in uns, und es wartet nur darauf, dass wir es erkennen? Vielleicht sollten wir uns öfter nach innen richten, unserer inneren Stimme zuhören, vielleicht weist sie uns dem Weg zum Glück. Auch wenn sie manchmal etwas sagt, was uns nicht gefällt, sie hat, zumindest in meinem Fall, doch meistens Recht.

Über die Autorin:
Ina Schmidt, geboren 1973 in Flensburg, studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und promovierte dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin über den Einfluss der Lebensphilosophie auf das Denken Martin Heideggers. 2005 gründete Ina Schmidt die denkraeume, eine Initiative, in der sie in Vorträgen, Workshops und Seminaren philosophische Themen und Begriffe für die heutige Lebenswelt verständlich macht. Sie ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis und Referentin an der modern life School in Hamburg. Sie ist Autorin verschiedener Bücher und schreibt außerdem für Zeitschriften und Magazine.

Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 2017
Hardcover mit Schutzumschlag, 236 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2583-2

Elisabeth Schlemmer

Die Ehre der Prätorianer

Uwe Klausner
Die Ehre der Prätorianer
Historischer Kriminalroman

Der zweite Fall für Gaius Aurelius Varro.
Wir schreiben das Jahr 313 n. Christus.

Gaius Aurelius Varro, seines Zeichen Anwalt und Ratsmitglied, kann sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Die Klienten laufen ihm die Türe ein, dann kommt auch noch seine Schwester Aurelia und bittet ihn ein Wort mit seinem ungestümen Neffen Publius zu wechseln.
Beim Frühstück erfährt er dann auch noch von einem neuen Mordfall, tunlichst will er sich hier raushalten. Er hat genug mit seiner Arbeit zu tun.
Aber Fortuna meint es nicht gut mit ihm. Bei einem Besuch in der Badeanstalt wird er Zeuge, wie ein junger Mann von der Stadtknechte gejagt wird, er soll angeblich der Mörder sein. Für Varro steht fest, er muss sich diesen Mordfall genauer ansehen, damit nicht irgendein Unschuldiger dafür ins Gefängnis muss.

Ein Lob an den Autor, die Geschichte ist so „echt“ erzählt, dass man glaubt, selbst ein Teil davon zu sein. Die Namen der Protagonisten sind anfangs eine kleine Herausforderung, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Über den Autor:
Uwe Klausner wurde in Heidelberg geboren und wuchs dort auf. Sein Studium der Geschichte absolvierte er in Mannheim und Heidelberg, die damit verbundenen Auslandsaufenthalte an der University of Kent in Canterbury und an der University of Minnesota in Minneapolis/USA. Heute lebt er mit seiner Familie in Bad Mergentheim. Neben seiner Tätigkeit als Autor hat er bereits mehrere Theaterstücke verfasst, darunter »Figaro – oder die Revolution frisst ihre Kinder« (2007). Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation wurde sein Einakter »Mensch, Martin!« im Rahmen einer Freileichtaufführung erstmals dem Publikum präsentiert.

Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum:
Klappenbroschur, 279 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2299-7
UVP: € 13,-

Elisabeth Schlemmer

Buch des Monats – August

Ein ewig heißes Thema und daher passend für mein Buch des Monats August:

Frauen brauchen Männer
(und umgekehrt)

Couchgeschichten eines Wiener Psychiaters.

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Dieses Buch mag zwar einen klischeehaften Titel habe, aber nach den ersten Seiten weiß frau/man, es entspricht „leider“ der Wahrheit. 😉

Wir Frauen sind nun mal so wie wir sind und nicht anders. Und die Männer eben auch. Dass wir anders denken, fühlen, handeln und vor allem wahrnehmen bestätigen uns wieder einmal diese Couchgeschichten.
Der Autor beweist Geschicklichkeit in dem er dieses heikle Thema mit teilweise sehr amüsanten Fallgeschichten, Blockbustern aus Hollywood (50 Shades of Grey) erklärt, spannende Thesen und neuen Erkenntnissen dazwischen streut.

Was mich vor allem hier fasziniert hat, die heute so „emanzipierte“ Frau, wird von vielen Männer gar nicht „gewollt“. Sie wollen Frauen wie früher haben (was Männer halt darunter verstehen). Aber wollen wir einen Mann von früher an unserer Seite haben? Anscheinend doch, denn auch Frauen wünschen sich einen richtigen Mann an ihrer Seite, der Macho feiert sein Comeback!

Sind das wirklich unsere Frauen- Wünsche?
Zurück zu Heim und Herd oder ist das auch wieder eine Generationenfrage?

Gerade in meiner Altersklasse ist und war die finanzielle Unabhängigkeit das Wichtigste im Erwachsenenleben, aber neulich, hat mir doch tatsächlich meine Arbeitskollegin gesteckt: sie würde, wenn es sich finanziell ausgehen würde, zu Hause bleiben… mir fehlten die Worte.

Aber vielleicht gibt es hier wieder einen neuen Trend, von dem ich noch nichts mitbekommen habe, mir soll’s recht sein, solange ich meine Unabhängigkeit behalten darf 😉

Ich kann euch hier nur sagen, viel Spaß beim Lesen, der Sommer dauert ja noch ein bisschen, die perfekte Lektüre für heiße Sommertage!

Eure Elisabeth.


Frauen brauchen Männer

Raphael M. Bonelli
Frauen brauchen Männer
(und umgekehrt)

Couchgeschichten eines Wiener Psychiaters

Die Beziehung zwischen Frau und Mann ist nicht mehr das, was sie einmal war. Frauen sind emanzipierter geworden, als sich die Männer wünschen, Frauen nehmen das Heft in die Hand, wo Männer sich eine zurückhaltendere Frau wünschen, Frauen machen Karriere, Männer bleiben zu Hause.

Eigentlich brauchen die Frauen die Männer nicht mehr, oder doch?

Wie es scheint doch, denn gerade diese Frau-Mann, Mann – Frau Beziehung oder besser gesagt Ansichten sind es, wobei es bei vielen dieser Couchgeschichten geht.

Frau glaubt, der Mann wünscht sich eine erfolgreiche Frau, die nebst Jobst, Karriere, Kinder, eine Modelfigur aufweist, perfekt gestylt durch die Gegend läuft und das Aushängeschild für den Mann ist.
Der Mann aber wünscht sich eigentlich eine Frau, die fürsorglich ist, Zeit für ihn hat, ihn umsorgt usw…  (hat bei Frau-Ansicht keinen Platz mehr) und da geraten die beiden Fronten aneinander.

Mann denkt, Frau wünscht sich einen Mann, der Gefühle zeigen kann, fürsorglich ist, auch beruflich zurücksteckt, damit sie Karriere machen kann.
Aber eigentlich hätte die Frau gerne einen Mann an ihrer Seite, der mehr Geld als sie nach Hause bringt, seine Ansichten lautstark kundtut und auf die Gefühle der anderen pfeift!

Wie man/frau hier schon sieht, die Ansichten sind grundverschieden, der Autor erzählt uns hier warum das so ist.

Viel Spaß beim Lesen, das ist die perfekte Lektüre für den Sommer, mit diesem Buch kann frau/man einige hitzige Diskussionen führen (mein Partner kann davon ein Lied singen)  😉

Über den Autor:
Raphael M. Bonelli, geboren 1968, ist Neurowissenschaftler an der Sigmund Freud Universität Wien sowie Psychiater und systemischer Psychotherapeut in eigener Praxis. Forschungsaufenthalte an der Harvard-Universität, der University of California (Los Angeles) und der Duke University mit zahlreichen Publikationen im Bereich der Gehirnforschung und Habilitation im Fach Neuropsychiatrie.
www.bonelli.info

Verlag: Kösel
Erscheinungsdatum: 3. September 2018
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten
ISBN: 978-3-466-34687-5
UVP: € 22,70

Elisabeth Schlemmer

Habt’s mich gern

Wolfgang Böck
Habt’s mich gern
On the Road. Mein Leben
Aufgezeichnet von Christoph Frühwirth.

Wer kennt ihn nicht, wer hat ihn nicht schon im TV gesehen…
Aber was die wenigsten TV-Zuseher wissen: Wolfgang Böck hat eine klassische Theaterausbildung gemacht, ist auf der Bühne zu Hause, hat jahrelang am Theater Erfolge gefeiert bis er eher zufällig zum Fernsehen kam. Seine Paraderollen in Kaisermühlen Blues und der Trautmann haben ihn jahrelang begleitet und doch ist er wieder auf die Bühne zurückgekehrt und ist inzwischen auch selbst Intendant.
Über sein Leben, sein Weg zum Theater, und seine Leidenschaft über Motoren erzählt er in diesem Buch.

Ich hatte die ganze Zeit die Stimme von Wolfgang Böck im Kopf, der mir, gemütlich bei einem 1/8 Wein seine Lebensgeschichte erzählt hat. Und ich kann nur sagen, trefft euch auch mit Wolfgang Böck auf ein Achterl und lasst euch seine Geschichte erzählen. 😉

Über den Autor:
Wolfgang Böck, geboren 1953 in Linz, Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz, Engagements in Bregenz, Linz, Zürich, am Renaissance-Theater Berlin, am Volkstheater Wien und Theater in der Josefstadt. Bekannt als TV-Polizist »Trautmann«, Auszeichnungen u. a. Skraup-Preis, Kainz-Medaille, ROMY. Seit 15 Jahren Intendant der Schlossspiele Kobersdorf. Zuletzt bei Amalthea erschienen: »Am besten echt« (mit Günther Schatzdorfer, 2010)

Verlag: Amalthea
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2018
Gebundene Ausgabe, mit zahlreichen Abbildungen, 240 Seiten
ISBN: 978-3-99050-117-7
UVP: € 25,-

Elisabeth Schlemmer

Der Tempel der magischen Tiere

Carl von Siemens
Der Tempel der magischen Tiere

Der erste Teil führt uns nach Australien zu den Aborigines.
Dort erwartet uns ein seltsamer Mix zwischen Aberglauben und Realität, fast vergessenen Traditionen und ein stetiger Überlebenskampf. Die Aborigines sind ein uraltes Volk, doch in der jetzigen Zeit ist ihr Überleben ungewiss. Die jungen Leute haben wenig Perspektive, die Älteren versuchen soweit wie möglich die Traditionen weiter zu geben. Doch an wen, wenn die Nachkommen teilweise kein Interesse haben?
Die einzelnen Völker fangen an sich zusammen zu schließen, versuchen gemeinsam ihre Vergangenheit, ihre Traditionen wieder aufleben zu lassen. Doch das ist ein weiter Weg.
Die zweite Reise führt auf die Cookinseln. Die einstigen Inselbewohner hatten ihre eigenen Götter,  bis die ersten Missionare kamen und ihnen ihren Glauben aufgezwungen haben. Heute sind nur mehr sehr wenige Spuren vom einstigen Kult zu finden. Doch das Wissen über sie ist noch nicht ausgestorben, es schlummert in den Bewohner weiter.
Und in der dritten Reise führt uns der Autor von Berlin nach Amazonien, wo er die Medizin näher kennenlernen will. Aber auf diesem Trip lernt er nicht nur die geheimnisvolle Medizin besser kennen, sondern er lernt auch sich selbst, seine tiefsten Ängste und Sorgen kennen. Was ihm im Unterbewusstsein beschäftigt, was ihn blockiert und was ihn zurückhält. Die Medizin wird ihm Zuge einer geführten Mediation eingenommen, sie wirkt bei jeder Anwendung anders, der Prozess geht über mehrere Stufen und arbeitet sich langsam vor. Bis hoffentlich eines Tages der Durchbruch, das Erwachen, da ist.

Ich muss gestehen, der Titel des Buches hat mich etwas anderes erwarten lassen.
Aber diese 3 Reisen gehen trotzdem unter die Haut, vor allem die erste und dritte Reise. Teilweise etwas verwirrend geschildert, zieht es den Leser aber trotzdem in ihren Bann.

Über den Autor:
Carl von Siemens, Urururenkel des Firmengründers Werner von Siemens, studierte Philosophie, Politologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre am Trinity College in Oxford, der London School of Economics und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1992, am Ende seines Studiums, reiste er über Land von Helsinki durch Finnland, Estland, Russland, die Mongolei, China, Tibet, und Nepal nach Bombay. Er war Unternehmensberater, Journalist sowie Gründer und Geschäftsführer einer Web-Agentur in Hamburg. Seine Reportagen, Essays und Kurzgeschichten erschienen u.a. in „Rolling Stone“, „Lettre International“, „Der Freund“ und „Das Magazin“. Bei Fischer veröffentlichte er sein Debüt „Kleine Herren. Ein Deutscher in Oxford“, über das Christian Kracht schrieb: „Kann man die Geister von Evelyn Waugh und Kingsley Amis auf Deutsch beschwören? Carl von Siemens ist eben dies mit Aplomb, Geist, großartigem Humor und einem besonders feinen Gespür für Dialoge gelungen.“

Für das vorliegende Buch suchte Carl von Siemens Australien, die Cook-Inseln und Peru auf. 2014 besuchte er zum ersten Mal seit Langem wieder die Hauptversammlung der Siemens AG. Er erfuhr von schweren ökologischen Bedrohungen für das Amazonasgebiet im brasilianischen Belo Monte durch ein Staudammprojekt, dem drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt, an dem die Siemens AG über ein Joint Venture beteiligt ist. Carl von Siemens reiste in den Amazonas; er schrieb im Folgenden unter anderem in der „WELT am SONNTAG“ und wies auf die Zerstörung des Regenwalds und die Bedrohung der Ureinwohner hin.

Verlag: Malik
Erscheinungsdatum: 1. März 2018
Hardcover, 288 Seiten
ISBN: 978-3-89029-491-9
UVP: € 20,60

Elisabeth Schlemmer

Der Pflanzen-Messias

Carlos Magdalena
Der Pflanzen-Messias
Abenteuerliche Reisen zu den seltensten Arten der Welt

Aus dem Englischen von Kerstin Fricke,
Barbara Neeb und Katharina Schmidt

Carlos Magdalena ist kein Gärtner im herkömmlichen Sinne, sein Beruf, oder besser gesagt seine Berufung ist es, Pflanzen die kurz vor dem Aussterben stehen, zu retten. Und diese Arbeit führt ihn rund um den Globus.
Ob es Seerosen in Australien sind, oder Palmen auf Mauritius, oder zu Hause im Royal Botanic Gardens in Kew, England. Es gibt immer etwas zu tun. Die rigorose Zerstörung von Lebensräumen hat bereits vielen Pflanzenarten das Leben gekostet und viele weitere werden noch folgen.
Vielen Versuche glücken, doch ebenso viele funktionieren nicht. Viel Geduld und Wissen sind hier gefragt, Carlos Magdalena bringt beides mit, aber vor allem eines: die Liebe zur Pflanzenwelt.

Das Cover mag am Anfang etwas abschrecken, aber nach den ersten Zeilen spürt man direkt, mit welcher Leidenschaft hier ans Werk gegangen wird. Und das bringt mein „Pflanzen“herz zum Höher schlagen.

Über den Autor:
Carlos Magdalena wurde 1972 in Spanien geboren und arbeitet als botanischer Hortikulturist in den Kew Gardens in London. Er hält weltweit Vorträge und ist Vorsitzender der International Waterlily and Water Gardening Society. Seine einzigartigen Fähigkeiten und sein Engagement für den Erhalt vom Aussterben bedrohter Pflanzen haben ihm den Spitznamen „The Plant Messiah“ eingebracht. Er ist von Pflanzen fasziniert, von der Art wie sie leben, atmen, und von der bedeutenden Rolle, die sie für die Menschheit spielen.

Verlag: Malik
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2018
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten,
mit 29 farbigen Fotos und 13 Schwarz-Weiß-Illustrationen
ISBN: 978-3-89029-503-9
UVP: € 22,70

Elisabeth Schlemmer

Länger leben – anders arbeiten

Elisabeth Michel-Alder
Länger leben – anders arbeiten
Erwerbstätige im demografischen und digitalen Wandel

Wir Menschen werden immer älter, werden immer länger arbeiten und wir sollten, nein müssen, dementsprechend langsam unser Leben daran anpassen.

Die alten Zeiten sind vorbei, wo Mann/Frau mit knapp 60 Jahren in Pension gehen kann. Heute muss bis Mitte 60 gearbeitet werden, und manch einer arbeitet freiwillig noch länger.

Die heutige Arbeitswelt ist darauf noch nicht eingestellt, auch wir haben uns noch nicht angepasst oder besser gesagt, nicht daran gewöhnt, bis dahin ist ja noch viel Zeit?! Mitnichten! Der Wandel findet jetzt schon statt und auch wenn es einen derzeit noch nicht direkt betrifft, werden wir die Änderungen spätestens im Alltag oder in der Arbeit sehen, wenn unsere arbeitenden Mitmenschen auch noch jenseits der 60 aktiv im Arbeitsalltag stehen.

Dieses Buch bietet viele praktische Tipps und anschauliche Beispiele, wie wir uns auf diesen Wandel vorbereiten können. Nicht von den Laufschuhen am Cover ablenken lassen, Sport macht zwar einen großen Anteil aus, damit wir es gesund ins hohe Alter schaffen, aber nicht nur 😉

Über die Autorin:
Elisabeth Michel-Alder, Sozialwissenschaftlerin, führt seit 20 Jahren eine Unternehmensberatung in Zürich. Sie ist auf Systementwicklung, Weiterbildung und Personalförderung spezialisiert. Als Mitgründerin des Netzwerkes Silberfuchs befasst sie sich mit Erwerbsarbeit in einem langen Leben, Generationenmanagement und den Chancen von Ü50 in der Arbeitswelt.

Verlag: orell füssli 
Erscheinungsdatum: 20. April 2018
Broschur, 272 Seiten
ISBN: 978-3-280-05675-2
UVP: € 23,-

Elisabeth Schlemmer