
Die fünfzehnjährige Charlie ist unzufrieden mit ihrem Leben. Ist sie zuhause, will sie weg. Ist sie weg, möchte sie daheim sein. Sie hat nur eine Freundin und mit der zerstreitet sie sich. Sie ist verliebt, aber als sie den Auserwählten dann näher kennen lernt, ist sie doch nicht mehr so sicher über ihr Verliebt sein. Außerdem ist hat Vater die Familie verlassen und ihre Mutter einen neuen Freund. Nirgends ist sie willkommen, meint sie. Außer bei ihrer Oma und die stirbt dann zu ihrem Leidwesen. Charlie sagt, dass ihr Leben so trist ist, weil sie selbst so komisch sei. Zum Psychologen sollte sie einmal. Charlie klagt und jammert. Bis eines Tages ein neuer Schüler in ihre Klasse kommt, der all ihre Gedanken durcheinander bringt und ihr den Mut gibt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Er redet mit ihr und lässt sie weniger traurig sein. Er erklärt ihr, dass nur sie allein für ihr stilles, langweiliges Leben verantwortlich ist. Durch Pommes, so wird der neue Junge genannt, lernt sie die schönen Seiten des Daseins kennen und schrammt somit gerade an einer Depression vorbei.
Die Handlung ist eher ruhig. Es passiert nicht viel, aber das passt ganz gut zur Geschichte. Ein Höhepunkt oder Spannung sind nicht zu erwarten. Die zentralen Themen sind Selbstzweifel, Identitätssuche und die verschiedenen Arten von Freundschaft. Insgesamt ist es ein warmer Roman mit liebevollen Charakteren. Die vielen kurzen Kapitel sind praktisch. Vom sprachlichen her ist das Werk leicht und schnell lesbar. Zum Schluss möchte ich noch mitteilen, dass es ein sehr angenehm zu lesender Roman war, den ich auch sehr gerne weiterempfehle.
Über die Autorin:
Julia Engelmann, geboren 1992 in Elmshorn, ist Sängerin, Schauspielerin und Bestsellerautorin mehrerer Lyrikbände. Bekannt wurde sie durch ihren Poetry-Slam-Text ›Eines Tages, Baby‹, der 2014 viral ging und bisher 14 Millionen Views hat. Julia Engelmann lebt in Berlin.
Über das Buch:
Verlag: Diogenes Verlag AG Zürich
Leinenband mit Schutzumschlag
336 Seiten
ISBN: 978-3-257-07323-2
Eure Sonja
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