Dinge des Lebens

Unter dem Titel „Dinge des Lebens“ erscheinen im Residenz Verlag wunderbare kleine Bücher, in denen ausgewählte Autor:innen über ein Ding, das aus ihrem Leben nicht wegzudenken ist, schreiben.

Im vorliegenden ersten Fall ist es Michael Köhlmeier, der uns seine Liebe zur Gitarre und der Musik näherbringt. Von den Anfängen seiner musikalischen Karriere im Schülerheim, der Entdeckung der Beatles gemeinsam mit seinem engsten Freund Reinhold Bilgeri, mit dem er musizierte und seinen Gitarrenheroes, von Django Reinhardt bis zu Robert Johnson erzählt uns der Autor. Nicht nur, wenn er Riffs und Gitarren beschreibt, nein, in jedem Satz ist seine Liebe zur Gitarre les- und fühlbar.

Inzwischen umfasst Köhlmeiers Sammlung 37 Gitarren, doch seine Antwort auf die Frage, wieviele es denn seien, lautet: „Immer eine zuwenig.“

Das zweite Schmuckstück aus dieser Reihe, das ich gelesen habe, hat der Philosoph Konrad Paul Liessmann verfasst und hier dreht sich alles um den Plattenspieler!

Ähnlich wie im ersten Buch steht auch hier die Musik im Mittelpunkt, in diesem Falle aber als Zuhörer. Der Autor erinnert sich noch genau an den Tag, an dem sein Vater den ersten Plattenspieler seines Lebens mit nach Hause brachte, dem der junge Konrad Paul sogleich verfiel. Auch heute noch dreht sich bei ihm der Plattenteller. Gerade zur Zeit erlebt dieser ja eine Renaissance. Konrad Paul Liessmann erzählt nicht nur von seinen persönlichen Erinnerungen und Musikerfahrungen, er gibt auch eine Einführung in die Kulturgeschichte des Hörens und zeigt den Weg von den ersten Versuchen, eine Stimme zu speichern und wiederzugeben bis zu modernen Streamingdiensten.

Auch dieses Buch eine Liebeserklärung an ein Ding des Lebens, in diesem Fall des Plattenspielers!

Beide Büchlein sind wirklich sehr schön und hochwertig gestaltet und sie in Händen zu halten und zu lesen ist ein richtiger Genuss!

Bettina Armandola

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