Irene Diwiak

1943 werden Hans und Sophie Scholl an der Universität München verhaftet. Als geheime Organisation „Weiße Rose“ haben sie sich dem Widerstand gegen Nazideutschland verschrieben und gemeinsam mit Freunden und Sympathisanten Flugblätter im ganzen Reich verteilt. Diesen Teil der Geschichte kennen wir wohl alle.
Der vorliegende Roman jedoch erzählt die Vorgeschichte der Geschwister Scholl und ihres Freundes, des Halbrussen Alexander Schmorell, der Hans Scholl bei einer Wehrsportübung aufgefallen ist. Seit diesem Tag im Jahre 1941 verbindet die beiden jungen Männer eine tiefe Freundschaft und bald auch das gemeinsame gefährliche Engagement gegen den Krieg und Hitler. Auch die Zeit in Russland, wo beide stationiert sind, führt ihnen die Sinnlosigkeit des Krieges und die brutale Willkür Nazideutschlands vor Augen. Während Alex seine russischen Wurzeln immer stärker spürt, gewinnt bei Hans Scholl der christliche Gedanke gegen die Unmenschlichkeit Überhand. Die Idee bleibt bestehen, dass es zu handeln gilt und ihre vor der Einberufung begonnenen Flugblattaktionen weiterzuführen, wobei sich auch Sophie Scholl, Hans Schwester, engagiert…
Ein wunderbarer Roman, der die Geschichte der Familie Scholl und ihrer Mitstreiter von einem anderen Blickwinkel aus beleuchtet. Berührend und intensiv liest sich diese Geschichte von Krieg, Freundschaft, großem Mut und Widerstand: eine ganz besondere Lektüre mit einem eigenen Klang!
Über die Autorin:
Irene Diwiak wurde 1991 in Graz geboren. Ihr Debütroman „Liebwies“ stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Drei Jahre später folgte ihr zweiter Roman „Malvita“.
Details zum Buch:
1.Auflage 2023
ISBN 978-3-570-10468-2
Bettina Armandola
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