Wie Viren die Welt verändern
Philipp Kohlhöfer

Anfang 2020: ein neues Coronavirus taucht im weit entfernten Wuhan auf. Zu diesem Zeitpunkt interessiert das nur Wissenschafter, darunter auch Christian Drosten von der Berliner Charité, mit seinem Team Experte auf dem Gebiet. Doch es wird nicht lange dauern, bis gefühlt die Hälfte der Bevölkerung sich selbst als Immunologen sieht.
Vor dem Hintergrund von SARS-CoV-2 erklärt der Wissenschaftsjournalist Philipp Kohlhöfer, warum und wie Pandemien entstehen. Obwohl er selbst das Buch als Pop- Wissenschaft bezeichnet, ist es das Anliegen und der Anspruch, wissenschaftlich basierte Fakten greifbar und lesbar zu machen und das Thema von Mythen, Verschwörungstheorien und Glauben zu befreien. Die Geschichte von Seuchen wird anhand von Einzelschicksalen erzählt, wodurch sie nahbar werden und sich von rein theoretischem Wissen zu einprägsamen Ereignissen wandeln.
Tatsächlich liest sich dieses Buch wie ein Thriller! Selbst wenn wir alle Teil dieser letzten Pandemie waren und jeder sie anders erlebt hat, eint uns doch hoffentlich die Erkenntnis, dass die Geschichte der Wissenschaft die Waffe ist, die wir im Kampf gegen Seuchen einsetzen müssen. Ich habe dieses Buch beeindruckend gefunden und mich an die zurückliegende Zeit während diverser Lockdowns, die Ungewissheit und Angst erinnert, die uns wohl alle zu Beginn der Pandemie betroffen hat. Die Rolle der Viren und ihre Übertragungswege waren damals Thema Nummer 1 in der Gesellschaft und Politik und wir haben gelernt, mit dem Virus zu leben und umzugehen. Geschichte und Zukunft der Pandemien sind in diesem Wissenschaftspunk-Thriller in jedem Fall enorm spannend und informativ aufbereitet, eine tolle Leseerfahrung!
Über den Autor:
Philipp Kohlhöfer wurde 1973 geboren und arbeitet u.a. für das Forschungsnetz Zoonotische Infektionskrankheiten. Er ist Autor und Kolumnist unter anderem für GEO. Sein Anliegen ist es, Wissenschaft selbst zu erleben und dann erlebbar zu machen.
Details zum Buch:
2021
ISBN 978-3-10-397089-0
Bettina Armandola
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