Sechzehn Wörter

Nava Ebrahimi

Sechszehn Wörter

Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als wären sie immer schon hier gewesen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden.
Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut schien, wissen wir so gut wie nichts.

Mona ist in zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Ihre Eltern wanderten nach Deutschland aus, doch ihre ursprüngliche Heimat Iran hat sie immer wieder besucht. So ist es für sie selbstverständlich zur Beerdigung ihrer Großmutter zu fahren. Immer wieder muss sie die Unterschiede in den Kulturen erkennen. Oft wird sie auch ihre Kindheit und an die Geschichte ihrer Familie erinnert. 16 Worte haben für sie eine große Bedeutung. So entstand rund um diese Worte der Roman, der von den Ereignissen der Beerdigung mit der anschließenden Fahrt nach Bam und der Familiengeschichte erzählt. Diese Reise verlangt von Mona einiges ab, bei der sie ihrer Mutter und der restlichen Verwandtschaft wieder näher kommt. Alte Bräuche werden wieder gelebt und Familiengeheimnisse werden gelüftet. Auch die Beziehung zu ihrem Langzeitgeliebten scheint in einem anderen Licht.  Für den Leser ist dies ein Eintauchen in eine fremde Welt, allerdings mit Familienanschluss.

Über die Autorin:
Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln. Sie arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland und der Kölner StadtRevue. Nava Ebrahimi veröffentlichte bereits verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. 2007 war sie Finalistin des Open Mike, 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens teil. Nava Ebrahimi lebt mit ihrer Familie in Graz. »Sechzehn Wörter« ist ihr erster Roman.

Details zum Buch:
Gebundens Buch, 315 Seiten
ISBN: 978-3-442-75679-7
btb

Christina Burget

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