Der Geschmack von Salz und Honig

Hannah Tunnicliffe
Der Geschmack von Salz und Honig

Aus dem Englischen von Hanne Hammer

Der große Tag, ihre Hochzeit, war nur mehr wenige Tage entfernt, so lange hat sie auf diesem Augenblick gewartet. Doch anstatt ihm in der Kirche entgegenzuschreiten, schreitet sie hinter seinem Sarg her.
Das Leben ist nicht gerecht, es hat ihr Alex genommen. Die Liebe ihres Lebens.
Francesca kann es einfach nicht glauben, sie kann nicht zurück in ihre gemeinsame Wohnung, sie kann nicht arbeiten, sie muss Alex irgendwie nahe sein. Und so fährt sie in eine alte Fischerhütte, wo er einst viel Zeit mit seinem Großvater verbracht hat.
Dort angekommen, noch in Trauerkleidung, vergräbt sie sich in ihrer Trauer. Die Minuten werden zu Stunden, die Zeit zieht unbemerkt bei ihr vorbei. Doch der Schmerz bleibt. Warum musste er ausgerechnet an diesem Wochenende surfen gehen? Keiner kann ihr das beantworten, die Schuldfrage bleibt ungeklärt.
Doch lange bleibt sie nicht unbemerkt in der Hütte, der Verwalter und seine Tochter sehen nach dem Rechten, das aufgeweckte Mädchen lässt Francesca wieder lächeln. Dann taucht auch noch ihre Familie auf, angefangen mit ihrer Schwester Bella, die einfach auf und davon ist und jetzt nicht mehr verschwinden will. Dann kommen auch noch ihr Vater und die Tanten. Nie hat man Ruhe von der ganzen Sippschaft. Ganz unrecht ist es Francesca aber nicht. Die Familie hilft ihr, bei sich zu bleiben, nicht in der Trauer zu versinken.
Doch dann lernt sie ein Mädchen kennen, ein Mädchen, das ihren Alex sehr gut gekannt hat – besser als ihr lieb ist.

Trauer ist nie schön, egal, in welcher Form darüber geschrieben wird und was nachher noch kommt. Ich muss immer aufpassen, dass ich bei solchen Büchern genügend Taschentücher dabei habe (und hoffentlich sitze ich nicht gerade in der S-Bahn, wenn „DAS“ passiert). Aber die Autorin hat in ihrer Geschichte dieses Thema sehr feinfühlig behandelt. Und auch, dass wir die Verstorbenen kurz nach dem Tod gerne zu Göttern hochstilisieren, doch sie waren auch nur Menschen wie du und ich.

Über die Autorin:
Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien. Nach Der Duft von Tee ist Der Geschmack von Salz und Honig der zweite Roman der Autorin im Diana Verlag.

Verlag: Diana
Erscheinungsdatum: 11. April 2016
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-453-35894-2
UVP: € 10,30

 

Elisabeth Schlemmer

 

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