Tania Blixen
„Eins der schönsten Bücher unseres Jahrhunderts“ (Truman Capote)
„Ich hatte eine Farm in Afrika …“
In ihrem epochalen Werk „Jenseits von Afrika“ erzählt die Dänin Tania Blixen in epischen Bildern und einem höchst langsamen Erzähltempo von ihrer Zeit in Britisch-Ostafrika (heute weitestgehend Kenia), wo es sie 1913 hinverschlug. Um zu heiraten und eine Kaffeeplantage zu leiten.
Der weltberühmte gleichnamige Film erzählt in erster Linie von dieser Ehe bzw von der außerehelichen Leidenschaft, die Blixen mit dem Großwildjäger Denys Finch-Hatton verband. Diese macht im Buch allerdings einen vergleichsweise kleinen Anteil aus. Das ist kein Liebesroman, zumindestens nicht nur. Blixens Leben auf der Plantage, ihre Kontakte zu den Einheimischen, ihre Freundschaften und ihr Alltag mit seinen Höhen und Tiefen sind das Thema dieses Buches. Wenn, dann ist es eine Liebeserklärung an Afrika. Die atemberaubende Landschaft, die wilde Tierwelt, die fremden und doch so liebenswürdigen Einheimischen und ihre Kultur.
„Ich hatte in meinem Leben eine wirklich wilde, verzehrende Leidenschaft, nämlich meine Liebe für die Einheimischen von Ostafrika – auch für ihr Land, aber besonders für die Menschen“, schrieb Blixen folgerichtig seinerzeit an ihren Verleger. Dabei war sie, wenn nicht die erste, so doch eine der ersten, die die Afrikanische Bevölkerung als menschliche Personen wahrnahm und nicht als zu kultivierende und zivilisierende Wilde.
„Jenseits von Afrika“ entführt in eine fremde, manchmal auch befremdliche Welt, aber es saugt einen auf eine ganz weiche, schwer zu beschreibende Weise ein, wenn man es denn zulässt. Über Blixens Mann-Frau-Bilder und einiges andere darf man sich dabei nicht weiter aufregen. Wie gesagt, wir hatten 1913, da durften wir Österreicherinnen noch nicht mal wählen 😉
Meiner Meinung nach ein Klassiker, ein großartiges, wichtiges Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf!
Über die Autorin
Die Dänin Tania Blixen, 1885 in Rungstedlund bei Kopenhagen geboren, wanderte nach dem Studium der Malerei in Kopenhagen, Paris und Rom 1914 nach Kenia aus, wo sie den schwedischen Baron Blixen-Finecke heiratete und zu schreiben begann. Die gemeinsame Kaffeeplantage führte sie nach der Scheidung alleine weiter, bis sie wegen der Weltwirtschaftskrise und nach dem tödlichen Unfall ihres Geliebten Denys Finch Hatton 1931 gezwungen war, in ihre Heimat zurückzukehren. Für «ihre» Kikuyus hatte sie ein Bleiberecht auf der Farm erwirkt. Der Vorort von Nairobi, in dem die Hütten standen, trägt noch heute ihren Namen. 1962 starb sie in Rungstedlund. Mit ihrem autobiografischen Roman, der 1937 unter dem Titel „Den afrikanske Farm“ auf Dänisch und „Out of Africa“ auf Englisch erschienen ist, wurde Blixen weltberühmt. Sie zählt heute zu den populärsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.
Details zum Buch:
Verlag: Menasse/Randomhouse
Mit Nachwort von Ulrike Draesner
Originaltitel: Den afrikanske Fam
Originalverlag: Gyldendalske Boghandel
Aus dem Dänischen von Gisela Perlet
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 688 Seiten,9,0 x 15,0 cm
Jackie Hechmati
