Unser nächstes Interview ist mit dem DuMont Buchverlag – viel Spaß beim Lesen!
Was macht ihren Verlag aus und wodurch unterscheidet er sich von anderen Verlagen?
Der DuMont Buchverlag ist ein traditionsreiches Familienunternehmen und besteht seit 1956. Der Verlag war in den Anfangsjahren ausschließlich Kunstbuchverlag und wegweisend mit wichtigen Standardwerken zur klassischen Moderne. Seit den 70er Jahren bildeten für drei Jahrzehnte Reiseliteratur und Reiseführer einen wesentlichen Programmbereich. 1998 präsentierte DuMont ergänzend sein erstes literarisches Programm. Heute verbindet der DuMont Buchverlag die Programmbereiche Literatur, Sachbuch und illustriertes Sachbuch. Das Literaturprogramm schließt deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur sowie gehobene Spannungs- und Unterhaltungsliteratur ein. Im Sachbuch finden sich Biografien, Kulturgeschichte und Populärwissenschaftliches sowie zahlreiche Text- und Bildbände aus dem Bereich Kunst, Design und Lebensart. Seit 2010 gibt es ein eigenes DuMont Taschenbuchprogramm. Ein Großteil der Bücher erscheint parallel auch in digitaler Form.
Welches Buch wurde bisher am Meisten verkauft bzw. die Bücher welches/r Autors/in und sind somit ein absoluter Bestseller?
Das meistverkaufte Buch ist „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche. Daneben sind besonders die Titel von Haruki Murakami, Michel Houellebecq und Hilary Mantel gefragt.
Wie sehen sie die Trends für 2015? Welches Buch würden sie unseren Lesern für 2015 unbedingt empfehlen und ans Herz legen?
Unser absoluter Spitzentitel ist „Der Tag an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel“ von Bradley Somer: Goldfisch Ian fällt aus dem 27. Stock. Auf seinem Weg nach unten fliegen die Fenster des Wohnhauses in rasender Geschwindigkeit an ihm vorbei – und mit ihnen die Geschichten der Menschen, die dahinter wohnen.
Gab es 2014 einen Überraschungs-Bestseller?
Besonders gefreut hat uns der Erfolg von „Der Club der Traumtänzer“ von Andreas Izquierdo. Gewundert aber nicht 😉
Wie sehen die Chancen für Jungautoren aus? Nach welchen Kriterien werden diese ausgewählt?
Die Förderung von Jungautoren ist uns sehr wichtig. Bei uns erscheinen die Bücher von Rebecca Martin, Roman Ehrlich oder Dorothee Elmiger. Um nur ein paar Personen unserer jüngeren Autorengeneration zu nennen. Ausschlaggebendes Kriterium, wie bei allen anderen Autoren auch, ist, dass die Geschichten überzeugen.
Gibt es einen bestimmten Prozentsatz an heimischen, lokalen, deutschsprachigen Autoren der erreicht werden sollte?
Es ist bei der Gestaltung eines neuen Programms immer das Ziel, mehrere deutschsprachige Autoren an Bord zu haben. Einen bestimmten Prozentsatz gibt es nicht.
Mehr Details zum Verlag und den aktuellen Büchern findet ihr hier:
www.dumont-buchverlag.de
Vielen Dank für das Interview! Es wurde geführt von Barbara Ghaffari.