Jessica Thompson
Ein Tag im März
Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können – und die Liebe eines Menschen …
Dieser Unfall hat das Leben vieler Menschen verändert. In Rückblenden und aus verschiedenen Perspektiven wird dieser und die folgenden Tage erzählt. Dabei spielen die Gedanken und Gefühle eine sehr große Rolle, wobei es die Autorin schafft, nichts ins Kitschige abzurutschen. Emotional sehr bewegt haben mich die Gefühle der Mutter jenes Jungen, der Auslöser für dieses Drama war, denn ich würde wahrscheinlich vor dem selben Problem stehen. Erst am Ende löst sich das Rätsel, warum so viele Charaktere diese Situation aus deren Sicht und die Tage danach erzählen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
Über die Autorin:
Jessica Thompson wurde in den späten Achtzigerjahren in Yorkshire geboren und lebte in Frankreich und Kent, bevor sie endlich nach London zog – in die Stadt, die sie so sehr liebt. Sie schreibt seit frühester Kindheit, arbeitet inzwischen als Journalistin und veröffentlicht mit EINDEUTIG LIEBE ihr lange ersehntes Debüt als Autorin.
Details zum Buch:
Bastei Lübbe
Taschenbuch, 431 Seiten
ISBN: 978-3-404-16925-2
