Die neuen Frauen – Revolution im Kaiserreich 1900-1914

Beuys_24491_MR1.inddGeschichte einmal anders! Barbara Beuys schildert die Entwicklung der Frauenbewegung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Sie macht dies anhand zahlreicher Frauenbilder. Jede von ihnen lieferte einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation von Frauen. Indem sich die starken Frauen für das Wahlrecht einsetzten, zu arbeiten begannen, auf die Universität gingen und Themen wie Sexualität zur Sprache brachten, gingen sie in die Geschichte ein und prägen unser Leben heute.

Das Buch ist sehr lebendig, interessant und gut recherchiert. Aufgrund der Fülle der Inhalte und wegen der kleinen Schrift empfinde ich es als Herausforderung mehr als ein paar Seiten auf einmal zu lesen. Doch wer Interesse an Geschichte und/oder Gleichberechtigung von Frauen hat, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen.

Details zur Autorin:
Barbara Beuys, geboren 1943, studierte Geschichte, Philosophie, Soziologie. Sie arbeitete als Redakteurin beim Stern und bei der ZEIT. Sie veröffentlichte über ein Dutzend Bücher u.a.: Familienleben in Deutschland, Vergeßt uns …

Details zum Buch:
Hanser Verlag
Taschenbuch, 380 Seiten
ISBN: 978-3-458-36119-0

Eure Sonja Stummer

Unbeugsame Lehrerinnen

unbeugsameLehrerinnenJeder war in der Schule. Jeder kennt sie – Lehrerinnen. Doch, dass vor allem Lehrerinnen dazu beigetragen haben, dass alle sie kennen, ist vielen wahrscheinlich neu. Denn vor allem sie haben es mit ihrem unermüdlichen Eifer geschafft, dass Mädchen in die Schule gehen, Matura machen und alle Studienrichtungen wählen dürfen. Zudem entwickelten Lehrerinnen neue Bildungskonzepte und stellten beim Unterrichten das Kind in den Mittelpunkt. So trugen sie entscheidend zur Emanzipation der Frauen bei und spielten eine wesentliche Rolle bei der Einführung des Frauenwahlrechts. Sie kämpften für gleiche Gehälter und schafften das Lehrerinnenzölibat ab. Unter den Lehrerinnen gibt es außerdem eine große Anzahl an Literatur- und Friedensnobelpreisträgerinnen.

Im Werk von Luise Berg-Ehlers werden zahlreiche nennenswerte Pädagoginnen erwähnt. Die Autorin, welche selbst lange Zeit im Bildungsbereich tätig war, erzählt neben dem Leben und Wirken zahlreicher Lehrerinnen über deren Einstellungen, Reformen und Konflikten, denen sich die Lehrpersonen zu stellen hatten.

Ich kann dieses Buch allen sehr empfehlen. Vor allem aber Lehrkräften, Personen, die an Gleichberechtigung interessiert sind, und Leuten, die Vorurteile von und schlechte Erinnerungen an Lehrerinnen haben.

Verlag: Elisabeth Sandmann
Gebunden mit Schutzumschlag
184 Seiten, 88 Abbildungen
ISBN 978-3-945543-01-6

Sonja Stummer