Der Tag, als wir die Erde drehten
Valerie Tong Cuong
Marylou, Sekretärin und alleinerziehende Mutter, ist mit einem Stapel Kopien zu einem wichtigen Meeting unterwegs, als plötzlich die Metro still steht. Die junge Frau ist verzweifelt, doch dieser Unglücksfall bewahrt sie vor dem Tod: Auf das Gebäude ihrer Firma wird ein Anschlag verübt – und Marylou ist dank ihrer Verspätung die einzige Überlebende.
In der Notaufnahme trifft sie auf den Filmproduzenten Tom, der auf dem Weg zu seiner kapriziösen Geliebten schlimm gestürzt ist, weil ihm ein Hund ins Fahrrad lief. Der Hund gehört Clara, einer Juristin, doch diese kämpft mit einer plötzlichen Allergie auf ein Veilchen-Macaron – das ihr in der Patisserie freundlicherweise ein älterer Herr überließ.
Der ältere Herr ist der schwerkranke Albert, der an diesem Tag wegen des Personenschadens in der Metro das Taxi nimmt, um bei seinem Notar die letzten Dinge zu regeln. Er kommt ein paar Minuten zu früh und wird so Zeuge eines Gesprächs, das sein ganzes Leben umkrempelt.
Und die schüchterne Prudence, eine Rechtsanwältin, die an diesem Tag ihre wegen einer Allergie in der Notaufnahme sitzende Chefin vertreten darf, entdeckt hochexplosive Unterlagen – eben jene, die Marylou für das Meeting kopieren sollte.
Das Leben kann grausam sein. Aber manchmal ist es auch genial. Ein Hund, der vor ein Fahrrad läuft, das letzte Macaron mit Veilchengeschmack, ein verunglückter Selbstmord, der eine lelbensrettende Verspätung auslöst – und schon drehet sich die Erde andersherum. Und weil Valerie Tong Cuong ihre Figuren liebet, reserviert sie ihnen das Beste für den Schliss: ein Happy-End.
Das Buch setzt sich aus vielen Zufällen und Wundern zusammen – wirklich eine Geschichte voller Wunder. Dieser sehr lebensbejahende Roman hat mich sehr begeistert.
Details zum Autor:
Valerie Tong Cuong ist eine preisgekrönte französiscshe Schriftstellerin, die in Frankreich bisher sieben Romane und zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht hat. Sie lebt und arbeitet in Paris. Der Tag, als wir die Erde drehten war in Frankreich ein Bestseller, wuwrde in sieben Sprachen übersetzt und stand auf der Vorschlagslisste für den Prix Concourt.
Details zum Buch:
Thiele Verlag
Übersetzung von Doris Heinemann
240 Seiten im Format 11,5 x 18,5 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
€ 18,50 [A]
Erscheint am 16. Februar 2015
ISBN 978-3-85179-253-9
Brigitte Schildknecht
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