Das Schloss der verlorenen Träume
1665 entstehen vor den Toren von Paris riesige Gartenanlagen, die dem Versailles von Sonnenkönig Louis, dem Vierzehnten, zu unsterblichem Ruhm verhelfen sollen. Die Baustelle lockt viele Arbeitssuchende an, darunter auch die Familie von Batiste Le Jongleur, der hier sein Glück versuchen möchte. Der gewitzte Bursche, der sich nicht immer an die Gesetze hält und seine Wirkung auf Frauen zu seinen Gunsten nutzt, wird bald Dank seiner Schlauheit und Intelligenz zum Brunnenbauer.
Auch Nine La Vienne, Tochter eines Baders, kommt als Perückenmacherin nach Versailles. Sie wird am Hof eingeführt, wo die Sitten locker und die Hygiene dürftig ist. Ihr Plan ist es, Arzt zu werden, etwas für Frauen Undenkbares- über den Umweg am Hof hofft sie jedoch, ihr Ziel zu erreichen.
Die beiden Lebensgeschichten der so unterschiedlichen jungen Leute kreuzen sich unter dramatischen Umständen. Nine und Batiste geraten bald in Konflikt mit der despotischen Haltung des Königs und fallen in Ungnade- für beide folgt ein jahrelanges Martyrium, das ihre Liebe zueinander aber nicht zu zerstören vermag…
Dies ist der erste historische Roman, den ich tatsächlich zu Ende gelesen habe! Abgesehen von der kitschfreien Handlung haben mich auch die Einblicke in die damals praktizierte Medizin, das Rollenbild der Frau, sexuelle Ausschweifungen bei Hofe und die selbstherrliche Regentschaft des Sonnenkönigs auf Kosten seines Volkes bei der Stange gehalten. Schön, dass es auch solche historische Romane gibt, die durch genaue Recherche und fesselnden Schreibstil bestechen!
Über die Autorin:
Eve de Castro wurde 1961 geboren und arbeitet als Roman- und Drehbuchautorin. Ihre Romane wurden in Frankreich bereits mehrfach ausgezeichnet.
Details zum Buch:
Deutsche Erstausgabe
1. Auflage April 2014
ISBN 978-3-404-16979-5
Bettina Armandola
