Der Traum von Rapa Nui
Katharina ist 26, im Chile des 19. Jahrhunderts quasi schon eine alte Jungfer. Aus Angst, keinen Mann mehr abzubekommen, begibt sie sich auf die weite Reise auf die Osterinsel, wo ein Schafzüchter per Inserat eine Mutter für seine halbverwaisten Kinder und eine Frau für sich sucht.
Auf der Schiffsreise lernt sie den Missionar Aaron kennen und verliebt sich, dennoch beschliesst sie, Schafzüchter Barnabas zu heiraten, einen Mann, der seine Gefühle gut zu verbergen weiss.
Das Leben auf der Osterinsel ist hart und ganz anders, als Katharina es sich vorgestellt hat- besonders die soziale Ungerechtigkeit ist für die junge Frau eine Überraschung. Denn die Urbevölkerung Rapa Nuis wird von den Schaffarmern ausgebeutet und wie Sklaven behandelt. Während Katharina um die Zuneigung der Kinder ihres Mannes kämpft, erheben sich die Eingeborenen gegen ihre Ausbeuter…
Der Kampf einer jungen Frau zwischen Pflichtbewusstsein und Liebe in einer exotischen Umgebung, ist das Thema dieses Romans. Mich hat er nicht wirklich erreicht, zu blass blieben für mich die Charaktere, trotz aller dramatischen Ereignisse, die in diesem Buch dargestellt werden. Interessant jedoch war für mich die Tatsache, wie die Bevölkerung der Osterinsel den Geschäftemachern ausgeliefert war- keine Spur von einer Insel der Seligen und ein Paradies nur für Sklavenjäger und Ausbeuter!
Über die Autorin:
Carla Federico ist eine österreichische Schriftstellerin, die Geschichte studiert hat. Heute lebt sie als Fernsehjournalistin in Deutschland. Ihre Chile- Trilogie und die Familiensaga „Die Rosen von Montevideo“ waren Bestseller.
Details zum Buch:
2014
ISBN 978-3-426-50853-4
Bettina Armandola
