Andreas Izquierdo
Der Club der Traumtänzer
Gabor Schöning weiß was er will vom Leben. Er will seine Karriere vorantreiben und endlich Partner werden, er will sich mit schönen Dingen, vor allem aber mit schönen Frauen, umgeben und er will tanzen. Tanzen bis sein Blut in Wallung gerät und sein Badabing und Badabum eintritt.
Doch sein Badabing & Badabum rettet ihn nicht davor diesen einen Fehler zu machen, der sein gesamtes Leben aus der Bahn wirft.
Er und eine wunderschöne Frau, die zufälligerweise auch die Ehefrau seinen Chefs ist, verlassen gemeinsam das Tanzlokal um den Abend noch in der Horizontalen ausklingen zu lassen. Schon im Auto können sie nicht die Hände voneinander lassen und da passiert es, er übersieht eine Fahrradfahrerin.
Das Unfallopfer zeigt sich anfangs sehr kooperativ, will von einer Anzeige absehen, will diesen Unfall nicht öffentlich machen, aber sie will, dass Gabor seine Tanzkünste an ihrer Schule weitergibt. Sie will, dass er fünf Teenagern das Tango tanzen beibringt. Damit aber nicht genug, diese Teenager leiden an einer Lernschwäche. Wenn er sich weigert, wird die Anfangs nette aber knallharte Dame ihn bei seinem Chef anschwärzen. Er muss das Durchziehen, auch wenn sein Job ihn dafür eigentlich keine Zeit lässt.
Aber sie lässt ihm keine Wahl, entweder tanzen oder die Sache fliegt auf.
Was Gabor aber jetzt noch nicht weiß, diese Kids zeigen ihm, dass es auch abseits der Arbeit noch ein Leben gibt, dass es Wichtigeres gibt, als den perfekten Deal abzustauben, dass es auch ein anderes Leben gibt, als das was er jetzt führt. Vor allem aber zeigen sie ihm, dass in ihm immer noch der Mensch von früher steckt.
Dieses Buch gibt dem Leser so viel mehr als nur ein paar erquickliche Stunden. Es lässt einen eintauchen in Gabors Welt und aus seiner Sicht erlebt man all die Gefühle, Ängste und Freude.
Dieses Buch hat Herz.
Über den Autor:
Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman ›König von Albanien‹ (2007), der mit dem Sir- Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman ›Apocalypsia‹ (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Im DuMont Buchverlag erschien von ihm ›Das Glücksbüro‹ (2013). http://www.izquierdo.de
Verlag: Dumont
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2014
Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN: 978-3-8321-6263-4
UVP: € 9,99
Elisabeth Schlemmer