Asphaltengel

AsphaltengelJohanna Holmström

Asphaltengel

 

Leila ist vierzehn und hat eine ältere Schwester, Samira. In der Schule ist sie Außenseiterin, ein Mädchen, das nicht den gängigen Klischees entspricht, Finnin mit Wurzeln aus dem Maghreb, die Mutter zum Islam konvertiert, der Vater Busfahrer.

Der Druck kommt von allen Seiten: von der Schule, von der Gesellschaft, aber vor allem von der Mutter, die ihre Töchter zu gläubigen Musliminnen erziehen möchte, wogegen die Mädchen rebellieren.

Samira flüchtet vor der Familie und beginnt eine gefährliche Beziehung. Dann wird sie nach einem Sturz bewußtlos ins Krankenhaus eingeliefert. War der Sturz die Treppe hinunter ein Unfall oder wurde sie gestoßen? Leila versucht mit Hilfe von Samiras bester Freundin Jasmina der Ursache auf den Grund zu gehen, dabei hat sie selbst schon genug Probleme, sich in der Schule zu behaupten oder sozial integriert zu sein in einer Gesellschaft, die hier als brutal und ganz auf sich selbst bezogen beschrieben wird…

Dieser Roman vermeidet alle Schönfärberei und beschreibt das Leben mehrerer junger Finninnen, deren Familien zum Teil aus dem Ausland stammen. Wie schwierig es ist, Religion, Herkunft und persönliches Lebensbild zusammenzubringen, erfahren die Hauptpersonen am eigenen Leib! Spannend aber deprimierend zu lesen ist „Asphaltengel“, ein Roman der zeigt, dass es mit der Aufklärung und Toleranz (auch gerade bei Jugendlichen) in vielen Fällen nicht weit her ist!

 

Über die Autorin:

Johanna Holmström gehört zur schwedischsprachigen Minderheit Finnlands. Sie war lange mit einem Araber verheiratet. Ihre Erzählungen wurden von der finnischen und schwedischen Presse hochgelobt.

 

Details zum Buch:

2014

Ullstein Buchverlage

ISBN 978-3-550-08057-9

 

Bettina Armandola

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